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Scan 210
Die Violine und ihre Meister, 1920
8 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 188. See the scan on archive.org.
1cord or Bass Violin, composed by G. M. Alberti. Opera terza." Alberti war zuerst Schüler eines gewissen Manzolini, weiterhin wurde Pietro Minelli, der zu den Philharmonikern in Bologna gehörte und 1712 starb, sein Lehrer. Im Jahre 1713 wurde Alberti die oben erwähnte Anstellung als Violinist an San Petronio zuteil, im folgenden Jahre erwarb er die Mitgliedschaft der philharmonischen Akademie, zu deren Präsidenten er im Jahre 1721 gewählt wurde. Ein Verzeichnis seiner Werke (Konzerte, Sinfonien, Sonaten usw.) gibt Eitner. Torchi und Schering sprechen sich über die ihnen bekannten Werke in günstigem Sinne aus. Nach Burney wurden die Instrumentalstücke Albertis zu ihrer Zeit häufig in den Konzerten von Provinzialstädten aufgeführt.
3Ein anderer wenig älterer Bolognesischer Violinspieler von Auszeichnung war Francesco Manfredini (geb. 1673, gest. 17…). Er ließ 1704 „Concertini per Camera a Violino e Violoncello“ als Op. 1 drucken, denen noch „Sinfonie da chiesa“ und „Concerti a due Violini etc.“ als Op. 2 und 3 folgten. 1704 wurde er zum Mitglied der Philharmonischen Gesellschaft seiner Vaterstadt ernannt.
5Ein gerühmter Violinvirtuose war Giovanni Madonis, geb. zu Venedig in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1726 kam er in Gesellschaft von italienischen Opernsängern als deren Dirigent nach Breslau. Anfangs 1729 ließ er sich zu Paris im „Concert spirituel“ hören, was ihm eine Anstellung bei den „Violons ordinaires de la musique du roi“ eintrug. Aber schon 1731 folgte er einem Ruf nach Petersburg, wo er lange Zeit hindurch in hoher Schätzung stand.
7Nicola Matteis, Violin- und Gitarrenvirtuose, ließ sich um 1672 — nach älteren Angaben erst 1690 — in London nieder. Er war der erste überragende italienische Violinspieler, der nach England kam, und erregte so großes Aufsehen, daß die bis dahin dort sehr missachtete Geige an Stelle der Viola schnell zu großer Beliebtheit in der Themsestadt gelangte. Evelyn „hörte niemals einen sterblichen Menschen ihn auf der Violine erreichen, der Ton seiner Violine war wie der Klang einer Menschenstimme“. North („Memoirs of Musick“, herausgegeben von Rimbault 1846) ergänzt diese Mitteilung dahin, Matteis habe sich besonders im Wechsel von Arcato- (wohl Legato) und Staccatospiel, im Tremolo und in raschen
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