Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 211

Die Violine und ihre Meister, 1920

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1Gängen ausgezeichnet — alles Dinge, die in England vordem noch niemand gehört habe. Obgleich er arm nach England kam, verdiente er viel Geld durch sein Spiel. Gute Einnahmen verschaffte er sich auch durch seine suiteartigen Kompositionen für zwei Violinen, die er zu hohen Preisen nicht nur an seine Schüler, sondern auch an Liebhaber aus freier Hand verkaufte. Dieser Einkünfte erfreute er sich indes nicht dauernd, da er einem dissoluten Lebenswandel versiefel, infolge dessen er starb.
3Seinen Sohn Nicola Matteis, nach Gerbers Angabe auch Mattheis oder Mathys geheißen, hatte er frühzeitig zu einem vorzüglichen Violinisten erzogen, der mit „unnachahmlicher Simplizität und Zierlichkeit“ die Corellischen Geigensoli zu spielen verstand. Quanz berichtet über ihn, daß er zu denselben „neue Manieren“, d. h. Verzierungen u. dgl. gesetzt habe. Gegen 1717 begab er sich nach Wien, wo er einige Zeit hindurch in der kaiserl. Kapelle als erster Violinist tätig war. Später ging er nach Prag, wo er die Ballettmusik zu der für die Krönungsfeierlichkeiten Karls VI. von Für komponierten Oper „Costanza e Fortezza“ schrieb. Er war noch 1727 in der böhmischen Hauptstadt. Sodann kehrte er wieder nach England zurück und nahm in Shrewsbury seinen Wohnsitz, wo er, wie Burney, der sein Schüler war, berichtet, bis zu seinem Tode (1749) als Violinist und Sprachlehrer lebte.
5Der Cremoneser Geiger Gasparo Visconti, geboren in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, lebte zu Anfang des 18. Jahrhunderts in London und veröffentlichte dort im Jahre 1703 sechs Solo-Violinsonaten, welche auch in einer zweiten Ausgabe bei Royer in Amsterdam erschienen.
7Gian Pietro Guignon, geb. 10. Februar 1702 zu Turin, gest. 30. Januar 1774 (nach Regli) zu Versailles, kam in jungen Jahren nach Paris und widmete sich zunächst dem Studium des Violoncells, das er bald darauf mit der Violine vertauschte. 1733 trat er in die Dienste des Königs von Frankreich und wurde Violinmeister beim Vater Ludwigs XVI. Diese Stellung trug ihm am 15. Januar 1741 den Titel und die Rechte1 des sogenannten Geiger-
91 Nach ihnen konnte gegen Erlegung einer französischen Pistole jeder Tonkünstler in allen Provinzen des Königreichs für zünftig erklärt werden. Doch machte Guignon keinen Gebrauch davon, sondern nannte sich bloß auf seinen Werken Roi des Violons. (Wiener Musikztg. v. J. 1821, S. 588.) Über den

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