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Scan 114
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Bataille, Gabriel, franz. Lautenspieler, welcher zu Anfang des 17. Jahrh. zu Paris lebte und mehrere Compositionen für sein Instrument herausgegeben hat.
3Baten, Henri, Dr. theol., lebte ca. 1530 in Lüttich und schrieb: Speculum divinorum in 10 Büchern, worin quaestiones musicae vorkommen.
5Bates, John, beliebter engl. Componist des 18. Jahrh., Mitgründer der Academie für alte Musik in London (1776) und Dirigent der großen Aufführungen zu Händels Gedächtnisseier. Er starb den 8. Juni 1799. — Seine Frau, geb. Harrop, Schülerin von Sacchini, war eine berühmte Sängerin.
7Bathe, William, irländischer musikalischer Schriftsteller, geb. 1564 zu Dublin, gest. den 17. Juni 1614 zu Madrid.
9Bathioli (Batioli), Francesco, ein vortrefflicher Guitarrespieler und Componist, der ca. 1830 in Wien lebte.
11Batistin (Johann Baptist Strud), geb. zu Florenz, gest. 1755 zu Paris, war mit Labbé der Erste, welcher in der Opéra zu Paris, für welche er auch mehrere Opern componirte, Violoncello spielte.
13Batka, Lorenz, geb. 1705 zu Lischau, gest. 1759 in Prag, ein tüchtiger Orgelspieler, dessen 5 Söhne als ausübende Musiker sich Achtung erwarben.
15Batka, Thella, geb. Podlesca, Gattin eines der Söhne des vorigen, geb. 1765 in Beraun. Hiller, welcher sie mit ihrer Schwester als reisendes Harfensmädchen traf, nahm sich ihrer an und bildete sie zur Sängerin aus, als welche sie einen bedeutenden Ruf erlangt hat. Das Denkmal Hiller's bei der Thomaschule zu Leipzig haben die beiden dankbaren Schwestern ihrem Lehrer errichtet.
17Bâton, franz. 1) = Tactstab, Tactstock, 2) = Pause von 2 oder mehr Tacten.
19Baton, Henri, geb. 1710 zu Paris, Virtuos auf der damals gebräuchlichen Sachseise, für welche er 3 Bücher Sonaten und 2 Bücher Duos geschrieben hat.
21Baton, Charles, jüngerer Bruder des vorigen, Virtuos auf der Leier. Er vertheidigte gegen Rousseau die alte französische Musik in einer Brochüre: Examen de la lettre de M. Rousseau sur la musique française, Paris 1754, componirte für die Leier und verbesserte die Construction derselben. Er starb 1758 zu Paris.
23Batta, Alexander, franz. Violoncellist, geb. den 9. Juli 1816 zu Maastricht, zeichnet sich besonders durch schönen Vortrag der Cantilene aus. — Sein Bruder Joseph, geb. am 24. April 1820 zu Maastricht, wurde 1846 im Orchester der Opéra comique zu Paris angestellt. Beide Brüder sind auch als Componisten betannt.
25Battalus (Batalus), berühmter griechischer Flötenspieler, lebte gegen 403 v. Chr. und wurde zu Ephesus geboren. Seine Weichheit ist sprichwörtlich geworden.
27Battanchon, Felix, ausgezeichneter Violoncellist, geb. den 9. April 1814 zu Paris, seit 1840 Mitglied des Orchesters der Pariser Oper. Von seinen Compositionen sind die Etuden (Op. 4) für Violoncello sehr schätzenswerth.
29Battement (ital. Battimento), eine alte Verzierung, welche in einem kurzen, dem Hauptton vorausgeschickten Triller zwischen diesem und dem anfangenden, einen Halbton tiefer liegenden Hilfston besteht.
31Batten, Adrian, englischer Kirchencomponist und Organist des 17. Jahrh.
33Batteux, Charles, berühmter Aesthetiker, geb. den 7. Mai 1713 zu Allend'huy bei Rheims, gest. den 14. Juli 1780 in Paris. In seinem Werke: Les beaux-arts réduits à un seul principe, von Schlegel und Rammler ins Deutsche übersetzt, stellte er den Grundsatzauf, die Kunst müsse eine bloße Nachahmung der Natur sein.
35Battiferri, Luigi, ital. Componist im Anfang des 17. Jahrh., war Capellmeister an der Kirche St. Angelo in Bado.
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