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Scan 115
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Battiferro, Luigi, geb. zu Urbino am Ende des 17. Jahrh., war Capellmeister in Ferrara und hat einige Compositionen veröffentlicht.
3Battimento s. Battement.
5Battishill, Jonathan, geb. 1738 in London, gest. den 10. December 1801 zu Islington, dessen Opern „Alcmena“ und „The rites of Hecate“ sehr geschätzt wurden. Seine Gemahlin war die berühmte Sängerin Davis.
7Battista, Vincenzo, ein jetzt lebender ital. Componist, der, in seinem Geburtsorte Neapel gebildet, seit 1843 verschiedene Opern auf die Bühne gebracht hat, die jedoch wenig Originalität bekunden.
9Battistini, Giacomo, ital. Kirchencomponist, lebte ca. 1700.
11Batton, Desiré Alexandre, geb. den 2. Januar 1797 in Paris, Schüler Cherubini's, machte mit verschiedenen Opern kein Glück und verließ die Künstlerlaufbahn wieder. Er starb als Inspector der Nebenanstalt des pariser Conservatoriums den 16. October 1855.
13Battu, P., Violinspieler und Componist, geb. 1799 zu Paris, seit 1846 zweiter Dirigent des Opernorchesters baselbst.
15Battuta, ital. = Tastschlag.
17Bau, N., franz. musik. Schriftsteller, lebte um das Jahr 1750.
19Baud, Matthias Andreas, Organist in Lübeck, gest. 1831, hat sich durch Choralbücher und Arrangements bekannt gemacht.
21Baud, Einwohner von Versailles, machte i. J. 1796 den Versuch, die Darmfalten der Harfe, Guitarre, ja selbst die der Streichinstrumente mit eigens dazu erfundenen Saiten von gedrehter Seide zu ersegen, welcher aber trotz seiner Broschüre über diesen Gegenstand (Versailles 1803) nicht weiter beachtet worden ist.
23Baud de la Quarrière, Troubadour des 13. Jahrh., ist der Verfasser von 2 Gesängen, welche sich in der Kaiserl. Bibliothek zu Paris n. 66 (fonds de Cange) befinden.
25Baudiot, Carl Nikolaus, geb. den 29. März 1773 zu Nancy, gest. 1849, Professor des Violoncell's am Pariser Conservatorium, war Mitarbeiter an der Violoncellschule des Conservatoriums und componirte nicht Unerhebliches für sein Instrument.
27Baudoin des Autier (des Autels), franz. Dichter und Musiker, blühte um das Jahr 1250. Ein Lied seiner Composition findet sich in der Kaiserl. Bibliothek.
29Baudrexel, Philipp Johann, musik. Schriftsteller des 17. Jahrh.
31Baudron, Antoine Laurent, geb. den 16. Mai 1743, gest. 1834, war (1766 bis 1822) Orchesterdirigent am Théâtre français; seine versch. Compositionen zu Tragödien, Dramen u. dgl. sind ungedruckt geblieben.
33Bauer, 1) Moys, geb. in Baiern, ist gegenwärtig Capellmeister in Augsburg und hat sich durch zahlreiche kirchliche Compositionen bekannt gemacht. 2) Chrysostomus, geb. in Württemberg zu Anfang des 18. Jahrh., war ein geschickter Orgelbauer und der Erste, der bei größeren Orgelwerken die nötige Quantität Wind durch die vermehrte Größe (nicht Zahl) der Bälge hervorbrachte. 3) Franz, geb. um 1748 in Gitschin. Mozart, der ihn in Prag ein Violinconcert spielen hörte,munterte ihn auf, die geistliche Carrière zu verlassen und sich der Musik zu widmen. Auf seinen Kunstreisen erhielt B. mit seiner Frau, die das Psalterion cultivirte, reichen Beifall. 4) Johann Friedrich, Oboenvirtuos, geb. um d. J. 1785 in Sachsen-Weimar. 5) Joseph, geb. um 1740, gest. um 1795, fertiger Clavierspieler und geschickter Componist, war Capellmeister des Bischofs von Würzburg. 6) …, um 1786 Hofrat in Berlin, erfand zwei Arten von Fortepianos, die er Crescendo und Royal crescendo nannte.
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