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Scan 510
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Jadin, Jean, Lehrer der Violine und des Pianofortes im 18. Jahrhundert zu Brüssel, trat später in die königliche Capelle zu Versailles ein, wo er kurz vor Ausbruch der Revolution starb.
3Jadin, Georg, Bruder des Vorigen, Fagottvirtuos in der Capelle des Königs von Frankreich.
5Jadin, Louis Emanuel, geboren den 21. September 1768 zu Versailles, Sohn von Johann Jadin, einer der fertigsten Clavierspieler und beliebtesten Componisten seiner Zeit, war seit 1814 Gouverneur der königl. Musikpagen und 1830 noch in dieser Stellung.
7Jadin, Hyazinthe, geb. 1769 zu Versailles, Bruder des Vorigen, vortrefflicher Clavierspieler, Professor am Conservatorium zu Paris, starb leider schon 1802. Er componirte Duaturos, Trios, Claviersonaten.
9Jadin, Georg, geb. 1771 zu Versailles, Bruder des Vorigen, bis 1817 Gesanglehrer in Paris, componirte Romanzen.
11Jäger, C. T., ließ 1788 Lieder mit Clavierbegleitung drucken.
13Jäger, Johannes, geb. den 31. August 1748 zu Scheiz, seit 1776 Musikdirector des Pfalzgrafen von Anspach-Bayreuth, einer der großen Violoncellisten seiner Zeit.
15Jäger, Johann Zacharias Leopold, geb. 1777 zu Anspach, Sohn des Vorigen, ebenfalls ein äußerst geschickter Violoncellist, ließ sich später in Breslau nieder.
17Jäger, Ernst, geb. 1800 zu Breslau, Bruder des Vorigen, genoss längere Zeit den Unterricht Romberg's auf dem Violoncelle, so daß er seinen Vater und seinen Bruder an Fertigkeit noch übertraf. 1825 erhielt er einen Ruf in die königl. bayerische Capelle.
19Jäger, Franz, geb. 1796 zu Wien, ein früher sehr beliebter Tenorsänger, von 1824 bis 1831 am könig-städtischen Theater in Berlin engagirt, verlor bald nachher seine Stimme und war seit 1836 Gesanglehrer am Theater in Stuttgart, wo er 1852 starb. Er componirte Lieder, wovon „der Traum des ersten Kusses" populär geworden ist.
21Jäger, Carl, Pianist und Componist um 1820 in Berlin.
23Jägertrummel, Benennung des Waldhornes im 16. und 17. Jahrhundert.
25Jähns, Friedrich Wilhelm, geb. den 2. Januar 1809, lebt in Berlin, stiftete 1845 einen noch bestehenden Gesangverein und erhielt 1849 den Titel eines königl. Musikdirectors. Er componirte viele Lieder und Pianofortesachen, und ist gegenwärtig mit der Herausgabe eines Werkes über Carl Maria von Weber beschäftigt.
27Jael, Alfred, geb. den 5. März 1832 zu Triest, brillanter Clavierspieler, machte Kunstreisen durch Europa und Amerika, später wurde er Hospianist des Königs von Hannover. Seinen ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater, der ein bedeutender Geiger war und welcher den Sohn auch für dieses Instrument bestimmt hatte. Jedoch ging er später zum Clavier über und erreichte in Behandlung dieses Instruments einen so hohen Grad, daß er gegenwärtig zu den hervorragendsten und geseiertsten Virtuosen zählt. Sein Ton ist von mächtiger Größe und Schönheit, sein Spiel beim Vortrage classischer Werke und moderner Salonstücke unübertroffen. Seine Gattin, geb. Trautmann, ist eine bedeutende Pianistin.
29Jäschke, Hermann Gustav, geb. den 13. December 1818 zu Breslau, daselbst als guter Violinspieler bekannt, componirte Clavier- und Violinsachen.
31Jagemann, Christian Joseph, geb. 1755 zu Dingelstädt, Hofbibliothekar zu Weimar, wo er 1804 starb, ließ im „deutschen Merkur" eine Notiz über Sacchini einrücken.
33Jagemann-Heigendorf, Caroline, geb. 1780 zu Weimar, Tochter des Vorigen, war als Sängerin und auch als Schauspielerin vorzüglich, bildete sich in Mann-
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