Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 512

Handlexikon der Tonkunst, 1873

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1Janiewicz (Janiewicz), geb. um 1750 zu Wilna, ein polnischer Violinvirtuos, seit 1786 Orchesterchef an der italienischen Oper in London, gab fünf Violinconcerte in Paris heraus.
3Janitsch, Johann Gottlieb, geb. den 19. Juni 1708 zu Schweidnitz, Contra-bass-Virtuos, componirte Kirchenmusiken im Style Graun's. Er starb 1763 in Berlin.
5Janitsch, Anton, geb. 1753 in der Schweiz, berühmter Violin-Virtuos, seit 1794 Capellmeister des Grafen von Burg-Steinsfurt, starb den 12. März 1812. Seine Compositionen sind Manuscript geblieben.
7Janitscharen-Musik, solche Militärmusik, die mit Blasinstrumenten und den Schlaginstrumenten: Becken, große und kleine Trommel, Triangel und Schüttelbaum, ausgeführt wird, s. auch türkische Musik.
9Janitzek, Johann (eig. Janetzek), geb. 1768 zu Kaschantin in Oberschlesien, 1794 Orchesterchef des Wäser'schen Theaters in Breslau, ein tüchtiger Violinspieler, starb bereits 1806.
11Janlet, D. F., geb. 1786 zu Amsterdam, gab drei Duos für Violine und Bratsche heraus.
13Jannequin, Clement (Janequin, Jannequin, Jannequin, Janecquin), ein französischer Contrapunktist, lebte zur Zeit des Königs Franz I. Von ihm sind erhalten: Messen, Motetten und sogenannte „Inventiones musicales“, die Kriegs- und Jagdlieder und Lerchensang, Nachtigallenlieder u. s. w. enthalten.
15Janotty, gab 1729 ein Werk Violinsonaten heraus.
17Janoty, H. de, gab 1801 einen Kupferstich heraus, den Berg Parnassus vorstellend, auf welchem 27 Tontünstler stehen, Haydn und Mozart obenan.
19Janowka, Thomas Balthasar, geb. um 1660 zu Kuttenberg in Böhmen, Organist zu Prag, gab 1701 das erste musikalische Wörterbuch der neueren Zeit heraus.
21Jansa, Leopold, geb. 1797 zu Wildenschwert in Böhmen, ein talentvoller Violinist und Componist, 1823 Kammermusikus des Grafen von Brunswic, 1824 in gleicher Stellung in der k. k. Hofcapelle, componirte Violinconcerte, Streichquartette, Streichtrios und andere Sachen für Violine.
23Jansen, Johann Heinrich, geb. 1741 im Haag, unter Napoleon kaiserlicher Censor, übersetzte das Werk Engel's „über musikalische Malerei“ ins Französische.
25Jansen, Johann Anton Friedrich, geb. in Deutschland von dänischen Aeltern, Pianist und Violinist, war erst in Benedig und 1817 in Mailand Musillehrer, führte aber eine kümmerliche Existenz und soll 1827 vor Hunger in Mailand gestorben sein. Er componirte Militärmusiken, Clavier- und Violinstücke, die künstlerisch gediegen und zugleich brillant in der technischen Ausführung sind.
27Jansen, Johann Heinrich Friedrich Ludwig, geb. den 31. Mai 1785 zu Saltshenhezum bei Hildesheim, starb als Cantor zu Rhede in Westphalen 1832. Nach seinem Tode kam ein gutes Werk von ihm „die evangelische Kirchengesangstunde“ heraus.
29Jansen, Gustav, geb. 1817 zu Dortmund, Virtuos auf Pianoforte und Flöte, ging 1849 als Musillehrer nach London, lehrte aber später zurück und ließ sich in Berlin nieder.
31Jansen, Gustav F., geb. den 15. December 1831 zu Zever, ging nach Leipzig, um bei Coccius Clavier- und bei Riccius Theoriesunden zu nehmen, wurde 1855 Organist in Berden und 1861 von dem Erzbisig von Hannover zum Musitdirector ernannt, componirte Clavier- und Vocalsachen, die beifällig aufgenommen wurden.
33Jansenius, Cornelius, geb. den 28. October 1585 zu Accoy in Holland, Professor der Theologie zu Löwen, von den Jesuiten verfetzert, schrieb in seinem Paul, Handlexikon der Tonkunst.

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