Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 516

Handlexikon der Tonkunst, 1873

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1Jesser, Böhme von Geburt, soll ein ausgezeichneter Waldhornist gewesen sein. 1784 war er am Kap der guten Hoffnung.
2Jesser, Ernst Friedrich, geb. 1745 zu Königsberg, königl. preußischer Forstbeamter, componirte mehrere beliebte Opern.
3Jesus, Bernardino di (Sena), geb. 1599 zu Lissabon, Franziskanermönch, wurde als Componist und Sänger von dem König Johann IV. sehr geschätzt. Er starb den 10. April 1669.
4Jesus, Antonio de, geb. zu Lissabon, ein Mönch, lebte seit 1636 bis zu seinem Tode den 15. April 1682 in Coimbra als Professor der Musik, componirte Kirchenfachen, die in der königl. musikal. Bibliothek aufbewahrt werden.
5Jesus, Gabriel de, geb. zu Leyria, Mönch im Kloster Alcobaça, war ein guter Orgel- und Harfenspieler und gelehrter Contrapunktist. Sein Hauptwerk ist eine Sammlung von fünfzehn Motetten.
6Jesus-Maria, D. Carlos de, geb. 1713 zu Lissabon, gab ein Werk über Gesang in portugiesischer Sprache heraus. Er starb als Mönch im Kloster St. Cruz in Coimbra im Jahre 1747.
7Jesse, Paul, 1684 Professor der Musik und Cantor zu Stettin. Er war der Letzte, der den Amtstitel „Professor der Musik" führte.
8Jeu, französischer terminus technicus, Registerzug in der Orgel; petit jeu, kleines Werk; grand, plein jeu, grosses Werk, volles Werk.
9Jeu d'anges, Jen celeste, Engelstimme, Engelstimzug.
10Jeu d'arche, Schnarrwerk.
11Jeu de buffle, Büffellederzug, ein Pianozug, bestehend aus einer mit Lederstreifen belegten Holzstange, der den Ton der Saiten dämpft.
12Jeu de flûtes, Flötenzug.
13Jeu d'orgues, Orgel.
14Jeu de trompettes, Trompetenregister.
15Jeune, Claude le, f. Lejeune. one of two readings
16Jeune, Claude le, s. Lejeune. one of two readings
17Jeux à bouche, die Labialstimmen der Orgel.
18Jeves, Simon, zu Anfang des 17. Jahrhunderts Bicar an der Paulskirche zu London, componirte mit Heinrich Lawes die Arien und Gesänge, die vor König Carl I. in Whitehall aufgeführt wurden. Er starb 1662.
19Jewit, Rendal, anfangs Organist in Dublin, seit 1639 zu Winchester, war ein Schüler Orlando Gibbons.
20Joachim von Magdeburg, lebte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und war, wie es scheint, Cantor in Thüringen. 1572 kamen von ihm geistliche und tröstliche Gesänge zu 4 Stimmen in Erfurt heraus.
21Joachim, Joseph, geb. den 15. Juli 1831 zu Kittse bei Preßburg, gilt als einer der Geigerkönige unserer Zeit, erhielt Unterricht bei Böhm in Wien, später bei David in Leipzig. 1852 wurde er Hofconcertmeister in Weimar, 1854 kam er als solcher nach Hannover. Gegenwärtig lebt er in Berlin als Professor der Tonkunst, von wo aus er seine alljährlichen Concertreisen unternimmt. Er bereiste fast alle Städte Europa's und wurde als ganz bedeutende Capacität in seinem Fache bezeichnet. Seine Gattin Amalie geb. Weiß ist eine der vorzüglichsten Altistinnen der Gegenwart. Von seinen Compositionen für Orchester ist namentlich das „Ungarische Violinconcert" anerkannt worden; auch sind seine Bearbeitungen für Orchester sehr achtungswerth.
22Joachimus (Giovachino), geb. um 1120 in Kalabrien, ein Tisiterziensermönch, Abt des von ihm gegründeten Klosters Flora, machte sich als musikalischer Schriftsteller durch ein Werk über die Psalmen bekannt. Er starb 1202.
23Joan, soll der erste Geigenmacher Italiens gewesen sein.

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