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Scan 539
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Kempelen, Wolfgang von, geb. 1729 zu Pressburg, k. k. Hofrat, erfand und construirte eine Sprachmaschine und beschrieb dieselbe in einem Buche: „Mechanismus der menschlichen Sprache, nebst der Beschreibung einer sprechenden Maschine“, welches auch viele wichtige Bemerkungen über Gesang enthält. Er starb 1804 zu Wien.
3Kempfer, gab 1792 zu Paris ein Clavierconcert heraus.
5Kempis, Fiorenzoa, ein Instrumentalist zu Anfang des 18. Jahrhunderts, von dem man 12 Sonaten für Bioline, Biola da gamba und Bass kennt. one of two readings
6Kempis, Fiorenzoa, ein Instrumentalist zu Anfang des 18. Jahrhunderts, von dem man 12 Sonaten für Bioline, Viola da gamba und Bass kennt. one of two readings
8Kempter, Friedrich, geb. den 17. October 1810 zu Limbach, seit 1841 Musiklehrer am Schullehrerseminar zu Lauingen, componirte viele Kirchensachen und verfasste ein Uebungsbuch für den Generalbass. Außerdem gab er noch systematisch geordnete Fingerübungen für Clavier heraus.
10Kempter, Carl, geb. den 17. Januar 1819 zu Limbach, Bruder des Vorigen, 1837 Organist an der Ulrichskirche, 1839 Organist an der Domkirche zu Augsburg, machte sich durch eine große Anzahl Kirchencompositionen, darunter mehr 20 Messen, Vespern, Gradualien und Litaneien, bekannt.
12Kendal, John, Organist an einer Kirche Londons, gab 1780 ein Buch Orgelstücke heraus.
14Kenn, P., um 1759 in Deutschland geboren, war ein vorzüglicher Hornist und längere Zeit Lehrer für Horn am Conservatorium zu Paris. Für sein Instrument hat er auch Mehreres componirt.
16Kennedy, Miss, war in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts als Sängerin tragischer Rollen sehr berühmt. Sie starb 1781 noch sehr jung zu London.
18Kennis, Guillaume Gommar, geb. 1720 zu Lievre in Belgien, galt für den größten Violinspieler in den Niederlanden, namentlich wegen seiner technischen Fertigkeit. Er hat Mehreres componirt, doch ist wenig bekannt geworden. Seit 1768 war er Musikdirector an der Peterskirche zu Löwen und starb daselbst den 10. Mai 1789.
20Kennis, Guillaume Jean Jaques, geb. den 21. Mai 1768, Sohn des Vorigen, folgte seinem Vater als Musikdirector an der Peterskirche zu Löwen. Während der Revolution lebte er in Antwerpen und wurde später daselbst als Musikdirector an der Domkirche angestellt. Als Componist ist er unbedeutend. Er starb 1845 zu Antwerpen.
22Kenopis, Thomas, geb. 1380 zu Kempen, ein Mönch, wahrscheinlich Verfasser des berühmten Buches: „Die Nachfolge Christi“, ist hier wegen liturgischer Gesänge zu erwähnen, die man von ihm kennt. Er starb 1471.
24Kent, Jacob, geb. den 13. März 1700 zu Winchester, schrieb Kirchenmusiken, die in verschiedenen Sammlungen meist nach seinem Tode herauskamen. Er starb als Organist an der Cathedrale zu Winchester im Jahre 1776.
26Kenthorn, eine Art Klappentrompete von gellendem Klang und mit einem Umfang von c₁—a₂ chromatisch.
28Kepler, Johann, geb. den 27. December 1571 zu Weil in Württemberg, berühmter deutscher Mathematiker und Astronom, schrieb ein Werk in 5 Büchern unter dem Titel: „Harmonice mundi“, worin er im 3. Buche auch über Musik handelt. Er starb 1630 zu Regensburg.
30Keras, bedeutet bei den Griechen Horn und ist Gattungsname aller hornartigen Instrumente.
32Keratinä, das Krummhorn oder die Posaune.
34Kerber, Johann Christoph, geb. den 15. Mai 1658 zu Alt-Brandenburg, war seiner Zeit als Tanzcomponist berühmt. Er starb 1713 als Stadt- und Kirchenmusikus zu Berlin.
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