Books › Handlexikon der Tonkunst, 1873 › scan 136
Scan 136
Handlexikon der Tonkunst, 1873
30 lines. Read by computer on 3 September 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1nur dem Titel nach bekannt. Gestorben ist M., nachdem er noch Doctor der Musik geworden, am 12. Dec. 1807. Sein Lehrer war Burney.
3Miller, Chr., geb. zu Hamburg 1838, erhielt seine Bildung auf dem Leipziger Conservatorium und zeichnete sich als Pianist aus. Seine Compositionen waren bis vor kurzem noch Manuscript.
5Miller, Julius, war seiner Zeit einer der besten Tenoristen Deutschlands mit einer so umfangreichen Stimme, dass er auch Basspartien übernehmen konnte. Er war zu Dresden geb. im Jahre 1782 und sang, 10 Jahre alt, bei der Krönungsfeierlichkeit in Prag, ohne bis dahin musikalischen Unterricht genossen zu haben, überhaupt beruhte auch seine spätere musikalische Ausbildung meist auf Selbststudium. 1798 machte er eine Kunstreise als Violinvirtuos, in das folgende Jahr aber fällt sein erstes Auftreten auf dem Theater zu Amsterdam. Er errang allgemeinen Beifall und war von nun an an verschiedenen Orten beschäftigt: in Flensburg, Schleswig, Hamburg, Breslau, Wien, Dessau, in Leipzig bei der Secondischen Gesellschaft, Petersburg, Königsberg, Frankfurt a. M., Darmstadt, Cassel, Hannover, Paris, Moskau, Riga u. s. w. Er starb, nach einem vielbewegten Leben, die letzte Zeit noch als Theaterdirector wirkend, in großer Not, am 7. April 1851 in Charlottenburg bei Berlin. Auch als Componist von Opern, die er meist selbst gesungen, hat er sich bekannt gemacht, z. B. durch den Freibrief, die Verwandlung, Alpenhütte, Dicrope u. s. w.
7Miller, F. J., III Quintetti à Cembalo, V Fl. A. e B, Mannheim 1797 wurden unter diesem Namen veröffentlicht.
9Miller, M., vielleicht ein Wiener, hat im Manuscript hinterlassen: Offertorium à 4 voci, 2 V. 2 Clar. Tymp. Viola concert. con Organo.
11Miller, Anweisung zum Singen der Choralmelodien. Frankfurt a. M. 1793, ist der Titel eines gedruckten Traktats.
13Millet, Jean, Chanoine surchantre du Besançon oder Millet, Jean Franç. Directoire du Chant Gregorien, ist der Verfasser von: La belle méthode, ou l'art de bien chanter. Lyon, 1666.
15Millet, …, gab wahrscheinlich zu Petersburg 6 Romanzen mit Clavierbegleitung Heft 1 und 2 1796 heraus.
17Milleville, Alessandro, geb. zu Paris 1521, war ein tüchtiger Organist und Tonsetzer und starb am 7. Sept. 1589. Von seinen Compositionen wurde nur eine Sammlung 5stimmiger Madrigale gedruckt.
19Milleville, Alessandro, ein trefflicher Musiker, geb. zu Ferrara um 1565, fungirte 1614 als Capellmeister am Dom zu Boltera und später in derselben Stellung zu Ferrara. 1629 lebte er noch. Von seinen Compositionen erschienen Madrigale, Motetten, Messen, Psalmen u. s. w im Druck.
21Millico, Giuseppe, ein berühmter Castrat und Componist, geb. zu Terlizzi (Apulien) 1739, sang zuerst in Italien, ging 1770 nach Wien, später nach London, Berlin und kehrte 1780 nach Neapel zurück, wo er 1802 starb. Seine Zeitgenossen, namentlich Gluck, sind voll des Lobes über ihn. Er hat auch Opern, z. B. La Zelinda, La pietà d'amore, Cantaten, Arietten u. s. w. componirt.
23Millingre, unter diesem Namen erschien 1794 zu Paris: Suite pour la Harmonie à 9 Parties. op. 1.
25Millot, Nicolas, war Violinist im Orchester des Comédientheaters zu Paris, gab 1784 4 Claviersonaten mit 1 Bioline und 2 Duos zu 4 Händen in Druck.
27Mills, B. S., geb. 1840 in England, lebt gegenwärtig als ein tüchtiger Pianist, welcher eine vortreffliche Technik besitzt, in Neugort. Seine Ausbildung erhielt er am Leipziger Conservatorium.
29Nilo, Marie, eine Sängerin aus Turin, scheint um 1793 in London aufgetreten zu sein.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.