Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 139

Handlexikon der Tonkunst, 1873

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1Minnim oder Minim, ein Saiteninstrument der alten Hebräer, über dessen Bau u. s. w. man keine Nachricht hat. Alle Beschreibungen beruhen nur auf Vermuthung.
3Minoja, Ambrogio, geb. zu Lodi am 21. Oct. 1752, war später Capellmeister an der Kirche der Bares della Scala zu Mailand und schrieb in dieser Stellung nur Kirchensachen. Früher arbeitete er für Theater, und aus dieser Zeit sind die Opern bekannt: Tito nelle Gallie und Zenobia. Als Gesanglehrer war er auch tüchtig und verfaßte: Lettere sopra il canto, Mailand 1812. Von diesem kleinen Werke erschien 1815 zu Leipzig eine Uebersetzung: Minoja über den Gesang, ein Sendschreiben an B. Asioli.
5Minoja, Signora, Tochter des Vorhergehenden, aus Mailand gebürtig, blühte um 1800 als Harfenspielerin.
7Minore, mineur, bezeichnet eigentlich die kleine Terz des Mollaccordes und der Molltonart, dann den Mollaccord und schließlich die Molltonart selbst.
9Minoret, Guillaume, war von 1680 an einer der Capellmeister Ludwig's XIV. Von seinen Motetten, die sehr bewundert wurden, ist keine gedruckt worden, z. B. Quemadmodum desiderat, und Venite exultemus u. s. w. Er starb sehr alt zu Paris 1716 oder 1717.
11Minozzi, Marcello, Capellmeister am Dome zu Carpi Anfang des 17. Jahrh., ließ 1638 zu Venedig Psalmen, Litaneien und Sinfonien drucken.
13Minuetto, s. Menuet.
15Miolan=Carvalho, Marie Caroline, eine durch außerordentliche Bravour sich auszeichnende französische Sängerin, geb. zu Marseille am 31. Dec. 1827, war 1849 an der Opéra comique beschäftigt, verheirathete sich 1853 mit Léon Carvalho, Mitdirector des Théâtre lyrique, an welchem sie von 1856 an thätig war. Sie ist ein Zögling des Pariser Conservatoriums und speziell Duprez's Schülerin.
17Mirabella, Vincenzo, ein Sicilianer, Mitglied der Academien zu Rom und Neapel, war sehr musikverständig und übergab mehrere musikalische Schriften in seinem Werke: Infidi lumi, 1603 der Deffentlichkeit und 1606 noch einige Madrigale. Gest. ist M. 1624 zu Modica.
19Mirandola, s. Pico.
21Mi re ist in der Guidonischen Solmisation diejenige Mutation, in welcher auf den Ton a nicht die Silbe mi sondern re gesungen wurde, was geschehen mußte, wenn der Gesang aus dem Hexachord von f aufstieg zu dem von g, oder wenn auf den Ton f, im Falle auf demselben ut gesungen wurde, die g a h c folgen, denn durch die Töne a h c befand sich die Melodie in dem Hexachord von g, in welchem immer auf a die Silbe re fiel: g a h c d e = ut re mi fa sol la.
23Miretti, Franz, geb. 1792 zu Krakau, studirte auf dem Warschauer Conservatorium, ging, nachdem er noch Hummel's Unterricht genossen, 1816 als Musiklehrer nach Paris, dann nach Genua (1822) und 1827 nach Lissabon. Bis dahin hatte er eine Oper: Die Zigeuner, ein Ballet Kenilworth, mehrere Claviersachen, eine italienische Schrift: Trattato intorno agli strumenti ed all' istruimentazione, Duette, Terzette u. s. w. herausgegeben und in Lissabon entstanden noch einige Opern, z. B. I due Forzati, Adriano in Siria. Seit 1838 war er in Krakau Director der städtischen Gesangschule.
25Miretti, Friedrich, ein zu Paris lebender Pianofortevirtuos und Componist für sein Instrument.
27Miroglio, B. J., ein Violinenvirtuos zu Paris, war auch Musikverleger und führte 1766 zuerst in seiner Handlung ein Musikalienabonnement ein.

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