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Scan 171
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Mueller, Johann, geb. zu Dobrawicz in Böhmen, wo er auch Schulmeister um 1750 war, hat verschiedene Messen und Offertorien componirt und war im Violinspiel tüchtig.
3Mueller, Johann, war Ende des 18. Jahrh. Cantor zu Ferndorf und hat eine kurze und leichte Anweisung zum Singen der Choralmelodien, Frankfurt a. M. 1793, geschrieben.
5Mueller, Johann Conrad, war um 1800 ein Clavierlehrer zu Frankfurt und hat einige Tänze und Gesänge componirt.
7Mueller, Johann Daniel, Concertdirector zu Frankfurt, gab 1754 ein Vollständiges Hessen-Hanauisches Choralbuch heraus.
9Mueller, Johann Heinrich Friedrich, ein Schauspieler zu Wien, veröffentlichte 1772 und 1773 eine Art Theaterkalender, in welchem auch die Mitglieder der damaligen Oper und das Orchester ausgezeichnet waren.
11Mueller, C. F. W., geb. um 1835 in Braunschweig, ein Schüler von Dehn in Berlin, lebte seit 1865 in New-York als angesehener Musiklehrer und Componist.
13Mueller, Joseph, Scriptor an der kaiserl. Bibliothek zu Wien um 1796, soll ein Virtuos auf der Harmonika gewesen sein.
15Mueller, Leonhard, veröffentlichte 1798 zu Wien eine Triumph-Ode.
17Mueller, M. Unter diesem Namen erschienen Lieder mit Begleitung des Claviers. Erste und zweite Sammlung, Bingen 1788.
19Mueller, M. Organist an der Nikolaikirche zu Rinteln, gab 1797 Volkslieder heraus und kündigte im folgenden Jahre geistliche Oden und Lieder mit Melodien im ernsthaften Kammerstyle an.
21Mueller, Michael, war 1796 Musikkdirector bei der Quandt'schen Schauspielergesellschaft.
23Mueller, Silv., lebte wahrscheinlich zu Wien als Tonkünstler. Von ihm werden einige Lieder und Quartetten in Traeg's Musikverzeichnis, Wien 1799, erwähnt.
25Mueller, Wolfgang Jacob, geb. zu Kalchreut am 10. October 1614, wurde 1633 Cantor zu Altdorf, bekleidete von 1642 an in Nürnberg verschiedene Predigerstellen und starb am 7. Septbr. 1661 als Pastor an St. Sebald zu Nürnberg. Er war nach Will's Nürnbergischem Gelehrten-Lexikon ein vortrefflicher Meister in der Vocal- und Instrumentalmusik. Von seinen Werken ist nichts erhalten.
27Mueller, geb. Boudet, die ältere, lebte schon als Dem. Boudet um 1784 als Sängerin am Nationaltheater zu Maunheim.
29Mueller, Hippolyt, erster Violoncellist der kgl. Hofmusik zu München, Professor am Conservatorium, wurde geboren zu Hildburghausen am 16. Mai 1834 und erhielt den ersten musikalischen Unterricht von seinen Eltern. Später wurde Joseph Menter sein Lehrer im Violoncellspiel. Schon in seinem 11. Jahre trat M. in einem Concert auf und errang außergewöhnlichen Beifall und 1854 erhielt er bereits die obenerwähnte Stelle, woselbst er seitdem tüchtige Schüler gebildet hat. Mueller ist im Besitze eines schönen Instrumentes, welches früher seinem Meister J. Menter gehörte.
31Mueller von der Werra, geb. zu Emmerstadt am 14. Nov. 1823, lebt als Dichter und Herausgeber der Sängerhalle, einem Organ der Männergesangvereine in Leipzig. Er studirte erst Medizin zu Zürich und Bern und widmete sich dann der Literatur.
33Muellner-Gollenhofer, Frau Josepha, eine Harfenvirtuosin, geb. zu Wien um 1770, fing schon im 7. Jahre an die Harfe zu spielen und machte noch als Kind,
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