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Scan 602
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1sein Instrument), geb. 1772 in Salzburg, starb 1812 in London. Opern, Sinfonien, Kammermusikstücke &c. hat er veröffentlicht.
3Woeltje, Dr. C. H., Generalprocurator des Appellationsgerichts in Celle, verfasste: „Versuch einer rationellen Construction des modernen Tonsystems“, 1832.
5Woës, Joseph Bernhard, geb. den 17. Febr. 1783 zu Duntergun, Schüler des Conservatoriums zu Paris, war ein tüchtiger Pianist und Componist für sein Instrument. Lebte meist in Gand als Clavierlehrer.
7Woezel, Dr. J. E., Professor der Literatur in Wien, schrieb: „Grundriss einer pragmatischen Geschichte der Declamation und der Musik nach Schocha's Ideen“, 1815.
9Wohlsfahrt, Heinrich, geb. den 16. Dec. 1797 in Kösnitz bei Apolda, wurde von seinem Vater in der Musik unterrichtet, besuchte das Seminar in Weimar, wurde dann Hauslehrer und Cantor an verschiedenen Orten, bis er sich nach Jena zurückzog und 1867 nach Leipzig übersiedelte, wo er als instructiver Clavier-componist thätig ist. Seine Clavierschule (Breitkopf und Härtel) ist sehr brauchbar. Zwei Söhne von ihm, Franz und Robert, leben als Musiklehrer in Leipzig.
11Woldensteine, David, geb. 1534 zu Breslau, gest. 1592 in Straßburg, hat Psalmen geschrieben und herausgegeben: „Henrici Fabri compendium musicae etc.“, 1596.
13Woldemar, Michel, Violinist und Componist, geb. den 17. Sept. 1750 in Orleans, gest. 1816 in Clermont-Ferrand, schrieb viel Violinsachen und erfand um 1798 eine Art musikalische Stenographie und Notographie.
15Wolbermann, Christian, Cantor in Königsberg, schrieb: „Succincta musicae sacrae Veteris et Novi Testamenti historia“, Stettin 1736.
17Wolf hieß vor Zeiten, als man noch keine Temperatur eingeführt hatte, die zwölfste Quinte, welche allemal unrein werden muß, wenn man bei Claviereen oder Orgeln elf Quinten nacheinander rein stimmt. „Den Wolf vertreiben“ hieß in der Folge: durch die Temperatur ein gleicheres Verhältniß in der Stimmung zu bewirken; die Temperatur selbst nannte man den „neuen Wolf“ (da sie nie eine ganz reine Stimmung zulässt), und jene zwölfste unreine Quinte den „alten Wolf.“
19Wolf, Christian Michel, Musikdirector und Organist zu Stettin, geb. 1709, gest. den 3. Jan. 1789, hat Sonaten und Lieder geschrieben.
21Wolf, Joh. Baptist Ignaz, geb. den 16. April 1716 in Böhmen, gest. den 5. Sept. 1791 als Organist in Strahow, hat Präludien und Fugen für die Orgel geschrieben.
23Wolf, Adolph Friedrich, gest. 1798 als Generalcommissarius zu Wolfsenbüttel, hatte Violine und Composition bei Franz Bender studirt, trieb fleißig Composition und musikalische Schriftstellerei.
25Wolf, Ernst Wilhelm, geb. 1735 zu Groß-Behringen bei Gotha, besuchte 1755 die Universität Jena, ging aber zur Musik über und erhielt, nachdem er einige Zeit in Leipzig verweilt, die Stelle eines herzogl. Concertmeisters in Weimar, wo er am 7. Dec. 1792 als Hofkapellmeister starb. Er war ein fleißiger Componist und verfasste mehr als 20 Opern und Operetten. Sein Bruder Ernst Friedrich, gest. 1772 als Organist in Kahle, war ein guter Orgelspieler und gründlicher Componist (Orgel-, Clavier-, Kirchensachen) aus Stölzel's Schule.
27Wolf, Franz Xaver, Musiker des preußischen Regiments zu Hohenlohe, hat Werke für Blasmusik (1795) herausgegeben.
29Wolf, Ludwig, Violinist in Frankfurt a. M., edirte Violinsachen und ist gest. 1817 in Offenbach.
31Wolf, Johann, gest. den 13. April 1826 als Prof. in Göttingen, ein fleißiger Schriftsteller, schrieb: „Kurze Geschichte des deutschen Kirchengesanges im Eichsfelde“, Göttingen 1815.
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