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Scan 570
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Ottobenern 1770. Er hat viel Kirchenmusik geschrieben und galt als geschickter Contrapunktist.
3Bogel, Cajetan, geb. 1750 zu Konoyrd (Böhmen), war Chordirector, dann Geistlicher in Prag, wo er 1794 starb, hat Messen, Concerte, Quartette und ein Singspiel: „Der Durchmarsch“, componirt.
5Bogel, Johann Christoph, geb. zu Nürnberg 1756, gest. 1788 zu Paris, hat die beiden Opern „La Foison d'or“ und „Démophon“, sowie mehrere Sinfonien, Duatuors, Trio's, Concerte und Duo's componirt.
7Bogel, Louis, ein deutscher Flötenspieler, lebte in den letzten Jahrzehnten des 16. Jahrh. zu Paris, wo er am Théatre des Variétés angestellt war. Er hat für sein Instrument Sonaten und Concerte componirt.
9Bogel, Adolph, geb. zu Lille um 1805, ist ein guter Violinspieler und hat besonders glückliche Romanzen componirt. Auch seine Oper „Die Belagerung von Leyden“ fand viel Beifall. Er lebt jetzt in Paris als Musiklehrer.
11Bogel, Friedrich Wilhelm Ferdinand, geb. 1807 in Havelberg (Brandenburg), erwarb sich schon früh durch seine Kunstreisen einen Ruf als Orgelbauer, lebte dann in Hamburg, Kopenhagen und ist jetzt Lehrer und Organist in Bergen. Von Compositionen sind erschienen: Lieder, Märsche, Orgelconcerte, Fugen und Präludien.
13Bogel, Irma, geb. 1842 zu Stuhlweissenburg, hat sich in ihrem Vaterlande durch viele Concerte den Ruf einer der tilichtigsten Pianistinnen Ungarns erworben.
15Bogl, Heinrich, königl. bair. Hofoperusänger, wurde geb. zu München am 15. Januar 1845 und sollte auf Wunsch der Eltern sich dem Lehrersache widmen. Zu diesem Zweck trat er in das Schullehrerseminar zu Freising, wo er Zeit fand, verschiedene Compositionsversuche zu machen. Nach 2 Jahren ehrenvoll entlassen, erhielt er erst in Ebersberg eine Schulgehilfenstelle, und später wurde er Schulverweser zu Dorfen. Unbefriedigt in dieser Tätigkeit und begabt mit einer schönen Stimme, schrieb Bogl an den Intendanzrath Schmitt in München und bat denselben, seine Stimme anzuhören. Nachdem dies geschehen, wurde er bald durch Franz Lachner's Rath unterstützt, kgl. bair. Hofoperusänger und trat als Max im Freischütz 1865 zum ersten Male auf. Ermuthigt durch günstige Erfolge strebte er nun rasch weiter, und namentlich sind es die Partien eines Erik, Lannhäuser, Lohengrin, Tristan, Loge, Sigmund &c., welche ebenso von seinem hervorragenden Talente wie von ernsten Studien Zeugnis ablegen, und die ihn den Ruf eines der bedeutendsten Wagner'sänger verschafft haben. Seine Gattin
17Bogl, Therese geb. Thoma, Tochter des Schullehrers zu Luiting, steht ihm ebenbürtig zur Seite. Auch sie versteht die für ihre Stimme passenden Rollen des Dichtercomponisten R. Wagner in bester Weise zur Geltung zu bringen und daneben auch als Armide, Fidelio &c. den Geist der Schöpfer zu vermitteln. Sie wurde geb. 1846, 1865 nach Karlsruhe und 1866 nach München engagirt, wo sie als eine Zierde der königl. bairischen Hofoper wirkt.
19Bogl, Johann Michael, geb. zu Stadt-Stage (Oberösterreich) 1768, ein berühmter Tenorsänger, war an der Wiener Hofoper engagirt. Er starb 1840.
21Bogler, Johann Caspar, geb. 1698 zu Hausen (Thüringen), nach J. S. Bach's eigenem Ausspruche der größte Meister, den er auf der Orgel gebildet, war Hoforganist in Weimar; der Herzog ernannte ihn, um ihn zu fesseln, sogar zum Bürgermeister; er starb 1765. Als Componist war er wenig thätig.
23Bogler, Georg Joseph Abt, geb. zu Würzburg 1749, Schüler von Balleti und Witsiweczef, wurde 1777 Hofkapellmeister in Mannheim, begab sich dann auf Reisen, bis er 1786 in Stockholm königl. Capellmeister wurde, ging dann nach längeren Reisen nach Prag, um hier bis in's Jahr 1803, wie er schon anderwärts gethan, musikalische Vorlesungen an der Universität zu halten, wurde
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