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Scan 68
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1dass er in gemeinen Matrosentuepfen zum Tanz auffpielte. Der Tod ereilte ihn 1808 in Schiedam bei Rotterdam.
3Mara, Gertrude Elisabeth, geb. Schmechling, geb. 23. Febr. 1749 in Cassel, war eine der grössten Sängerinnen aller Zeiten. Ihr sind höchstens die Catalani und Malibran an die Seite zu stellen. Ein ungeheures Vermögen und unaussprechlichen Ruhm trug sie aus London und Paris fort. Durch ihren liederlichen Gatten Johann Mara und durch den Brand von Moskau verlor sie jedoch Alles und starb in mislichen Verhältnissen in Reval am 20. Jan. 1833.
5Marabba, arabisches Bogeninstrument, eine Art Rebec, welches eine Saite hat und dessen Schallkörper mit Thierhaut überzogen ist. In diesem Instrument ist Geige und Trommel vereint.
7Marassa, Anna, Tochter des Regisseur Miedle und von dem Bassisten Joseph Fischar adoptirt, wurde zu Ansbach 1802 geb. und erwarb sich als Sängerin vorzüglich in Italien einen bedeutenden Ruf. In Neapel heirathete sie einen gewissen Marassa.
9Marain, von Geburt ein Franzose, lebte zu Anfang dieses Jahrhunderts in London als Violin- und Harfenvirtuos und Componist für seine Instrumente.
11Marais, Mariu, geb. zu Paris am 31. März 1656, lernte 6 Monate lang bei St. Colombe die Gambe. Er wurde später f. Kammermusikus zu Paris. Die 7te und die 3 übersponnenen Saiten rühren von ihm her. Außer Duetten und Solo's für die Gambe hat er auch Opern veröffentlicht, z. B. Alcione, Semele u. s. w. M. starb am 15. August 1718.
13Marais, Roland, Sohn des vorhergehenden, war ebenfalls ein berühmter Gambevirtuos und wahrscheinlich Lehrer von Hesse. Er gab mehrere Cantaten und Gambenstücke heraus und ein Buch, betitelt: Nouvelle Méthode de Musique pour servir d'introduction aux Auteurs modernes.
15Marastoni, Antonio, lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts, als Organist und Componist zu Flassi und gab 1625 in Venedig einige Motetten heraus.
17Maratsched, Carl, 1799 waren von ihm bei Trang in Wien VI Quartte à 2 V. Viola e B. in Manuscript zu haben.
19Marozzoli oder Marazzuoli, Marco, war 1637 Tenorist in der päpstlichen Capelle. Er hat verschiedene Oratorien und Opern in Musik gesetzt und war frühzeitig ein tüchtiger Harfenspieler. Gestorben ist er am 16. Jan. 1662 zu Rom.
21Marbach, Christian, Magister und Pfarrer zu Mertschütz in Schlesien, veröffentlichte: Evang. Singschule, darinnen diejenigen Dinge deutlich gelehrt und wiederholet werden, welche überhaupt u. s. w., Breslau und Leipzig 1726.
23Marbeck, John, war Baccalaureus der Musik und Organist an der St. Georgencapelle zu Windsor um die Mitte des 17. Jahrh. Einen angesehenen Namen verschaffte er sich durch die 1550 unter dem Titel: The Book of common Prayer, herausgegebenen Hymnen und Gebete des öffentlichen Gottesdienstes.
25Marc, M. de St., ein französischer Officier und Dichter, der 1781 in Paris einige Werke drucken ließ, in denen sich auch ein Aufsatz über die Oper befindet.
27Marc., Abbreviatur für marcando, marcato, martirt, hervorhebend.
29Marca, Leonhard, auch Marcae genannt, ein Barfüßermönch und Orgelbauer in der 2. Hälfte des 15. Jahrh. zu Nürnberg, reparirte daselbst 1479 die große Orgel der St. Lorenzotirche.
31Marcato, s. Marc.
33Marcelli, Aurelia, eine berühmte italienische Sängerin um 1720 in Diensten des Großherzog von Toscana.
35Marcello di Capua, s. Bernardini.
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