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Scan 80
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Marshall, William, Doctor der Musik an der Universität zu Oxford und Organist mehrerer Kirchen daselbst, gab 1842 ein Buch heraus: The art of reading Church Music; founded on a simple explanation of the first principles of Music.
3Marsilio, Giuseppe, war um 1700 ein tüchtiger italienischer Sänger am Hofe zu Mantua.
5Marsolo, Pietro Mariuo, Capellmeister an der Cathedrale zu Ferrara und an der Academie der Intrepidi im Anfang des 17. Jahrhunderts, gab 1612 das erste und 1614 das zweite Buch seiner: Motetta quinque tantum vocibus decantanda in totius anni solemnioribus diebus, heraus.
7Marsyas aus Phrygien, der Sohn des Olympus, Deagros oder Hyagnis, ein ausgezeichneter Flötenspieler, wagte den Apollo zum Wettsstreit herauszufordern, der ihn, nachdem er den Sieg errungen, an einem Baume hängen und schinden ließ. M. soll auch der Erfinder der sogen. Panflöte sein.
9Marte, Matthaeus le, ein Contrapunktist des 16. Jahrhunderts. Von ihm erschienen 1560 zu Wittenberg: Geistliche und weltliche Gesänge zu 4 und 5 Stimmen.
11Martelius, Elias, ein berühmter Lautenspieler, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Straßburg lebte und daselbst 1615: Hortus musicalis novus herausgab.
13Martellando, Martellato, gehämmert, bei den Streichinstrumenten ein staccato mit springendem Bogen.
15Martellari, geboren zu Neapel um 1740, war Musikmeister zu Venedig und starb um 1808. 1770 kam seine Oper Didone und 1782 eine Cantate zur Aufführung.
17Martelli, war um 1790 Capellmeister zu Münster. Er starb in dieser Stellung zu Anfang dieses Jahrh. Unter seine Compositionen sind die ehemals sehr beliebten Operetten: Die Reisenden nach Holland, der Tempel der Tanzbarkeit, und der König Raabe zu rechnen.
19Martelli, Simone, geb. zu Massa, stand als Sänger um 1680 in den Diensten des Herzogs von Massa.
21Martenuis, oder Martene, Edmund, geb. 1654 zu St. Johann de Lozne, war ein Benedictiner aus der Congregation St. Maur. Nachdem er von seinen literarischen Reisen in Frankreich und Deutschland zurückgekehrt war, schrieb er einen Commentar über das 18. Cap. Regulae St. Benedicti: De Disciplina psal-lendi und Traité de l'ancienne discipline de l'eglise dans la célébration de l'office divin, Paris 1719. Gestorben ist er in der Abtei St. Germainu am 19. Juni 1739.
23Marti, soll ein Madrigalencomponist gewesen sei.
25Martignoni, Don Ignatio, geb. zu Como im Juni 1757, war daselbst Professor der Rechte und starb am 23. März 1814. Seine Operette varie erschien 1784 zu Mailand und 1810 ein kleines Werk: Del bello e sublime.
27Martin, Claude, geb. zu Couches in Bourgogne, lebte um 1550 zu Paris und gab heraus: Elementorum musices practicae pars prior, etc. und 6 Jahre später: Institution musicale, non moins brève que facile etc. Auch hat man gefunden: D. Martin Tractatus de Musica, sowie einige Magnificats über die ersten 5 Töne zu 4 Stimmen, Paris 1540.
29Martin, Nicolas, ein Tonkünstler, geb. zu Morienne in Savoyen, lebte um 1560 zu Lyon. Von ihm erschienen 1566 im Druck: Chants sur la nativité de Notre Seigneur Jésus-Christ. etc.
31Martin, Jean, Pfarrer von Treze in der Diöcese von Auxerre um die Mitte des 17. Jahrh., hat 2 Messen verfasst: Audite und Jubilate.
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