Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 60

Musical Courier 1895-02-27: Vol 30 Iss 781, 1895

40 lines. Read by computer on 20 September 2026. Printed page 61. See the scan on archive.org.

1die Fabrikation von Pianofortes selbst in die Hand zu nehmen. Um die Mitte des Jahres 1806 wurden die ersten Schritte zur Ausführung des Planes gethan. Wiener Arbeiter erhielten am 11. October 1806 an der neuen Arbeitsstätte zum ersten Male ihren Wochenlohn ausbezahlt. Das erste Pianoforte, „ein flügel-förmiges Instrument in schönem Mahagoni mit sechs Octaven“ kam am 8. Mai 1807 nach Reval zum Versandt, für den Preis von 250 Thaler. Das zweite und dritte wurden noch im selben Jahre fertig und Tausende sind ihnen gefolgt. Der mit den Mitteln und dem Ansehen der Firma Breitkopf & Härtel in's Leben gerufene und gefestigte Betrieb ist für die Geschichte des deutschen Klavierbaues von grosser Tragweite gewesen. Für Leipzig speciell war er der Ausgangs- und Stützpunkt aller weiteren Unternehmungen.
3(Schluss folgt.)
5VERMISCHTES.
7Die von der bisherigen Leipziger Ostermesse abgetrennte Vormesse für Musterlager und Musterkollektionen wird zum ersten Male in diesem Frühjahr abgehalten, und zwar am 4. März eröffnet und am 16. März geschlossen. Sie ist bis auf Weiteres nur für folgende WaarenGattungen bestimmt:
9Porzellan-, Majolika-, Steingut-, Krystall-, Glas-, Bronze-, Eisen- und Zinkguswaaren, Aluminium-, Alfenide-, Nickel- und sonstige Metallwaaren aller Art, Beleuchtungsartikel, Lederwaaren, Photographie-Albums, Holzwaaren, Papierartikel, Bijouterieartikel, Japan- und Chinawaaren, künstliche Blumen, Puppen und Spielwaaren aller Gattungen, Eisenwaaren, Haus- und Küchengeräthe, Drahtwaaren, Musikinstrumente, optische Waaren, Seifen und Parfümerien, Stöcke, Peitschen, Luxusartikel, Kurz- und Galanteriewaaren aller Art.
11Allen Firmen, welche Geschäfte nach England machen, wird demnächst eine unangenehme Ueberraschung bereitet werden. Der Versuch, die Londoner Agenten der nach England Geschäfte machenden Firmen zur englischen Einkommensteuer von den Umsätzen, die sie für diese Firmen herbeiführen, heranzuziehen, ist von Erfolg begleitet gewesen. Die englische Regierung dürfte demnächst sämtliche auswärtige Firmen der in Rede stehenden Art resp. deren Vertreter zu dieser Einkommensteuer heranziehen. Diese seit Jahren betriebene und endlich mit Erfolg gekrönte Agitation zur Einführung dieser Steuer von den englischen Industriellen aus, welche sich von der auswärtigen und namentlich von der deutschen Concurrenz bedrängt fühlen.
13Von einem gewissen Paul Israel zu London E. C., Basinghale Street, ist neuerdings an deutsche Handelskreise ein Circular versandt worden, worin zur Beteiligung an einer angeblich zu Anfang d. Jrs. dort ins Leben tretenden „Permanente internationalen Muster-Ausstellung“ aufgefordert und um Einsendung eines Vorschusses von 25 Proc. des für den beanspruchten Raum zu zahlenden einjährigen Miethpreises ersucht wird. Nach eingezogenen Erkundigungen gilt Israel als finanziell unbemittelt. Auch besitzt das von ihm beabsichtigte Unternehmen noch keine feste Grundlage, indem bisher weder die Räumlichkeiten für die Musterausstellung endgültig gemietet worden, noch auch bis jetzt auf den Garantiefonds, um dessen Beschaffung sich Israel bemüht, hinreichende Zeichnungen eingegangen sind. Es wird sich deshalb empfehlen, den Einladungen zur Beteiligung an dem erwähnten Unternehmen vorläufig Vorsicht entgegenzubringen.
15Die neue Ordnung für den Verkehr ausländischer Handlungsreisenden in Russland hat nunmehr die Bestätigung des Finanzministers erfahren und hat nach amtlicher Darlegung die nachstehenden wesentlichen Einzelheiten zur Grundlage. Beim Eintreffen auf russischem Staatsgebiet haben ausländische Handlungsreisende an den betreffenden Grenzzollämtern sich mit einem Handlungsbeflissen-Scheine erster Classe zu versorgen, für welchen gleichzeitig die vorschriftsmässigen Gebühren zu entrichten sind. Dieser Schein muss noch vor dem Beginn der Geschäftstätigkeit behufs Eintragung in einem der Cameralhöfe, bezw. einem der Steuerinspectoren des Gebietes vorgewiesen werden, was der Inhaber zunächst zu bereisen gedenkt. In Finnland bleibt vor der Hand, bis auf weitere besondere Verfügungen das Handlungsreise-Gewerbe steuerfrei. Zollpflichtige Gegenstände werden, sofern sie als Waarenbemusterungen mit eingeführt werden, der Zollvereinigung enthoben, zwar unter der Bedingung, dass dieselben binnen sechs Monaten, vom Tage der Einfuhr an, wieder zurück ausgeführt werden. Die Reisepässe ausländischer Juden, die als Handlungsreisende von auf Grund der bezw. Landesgesetze in die Register eingetragenen Handelsfirmen reisen, werden von russischen Cousuln nach Vorweisung entsprechender Beglaubigungen der bezw. Firmen visirt, wobei gleichzeitig auch den Reisepässen die Qualification der Inhaber als Handlungsreisende, die Nummer der Legitimationskarte und der Ort ihrer Ausfertigung vermerkt werden. So lange die Giltigkeit des Passes währt, oder, wenn die Giltigkeitsdauer in demselben nicht besonders bezeichnet ist, während 6 Monate vom Tage der Passausstellung an, dürfen ausländische jüdische Handlungsreisende, unter Beobachtung der allgemeinen Reglementsbestimmungen die Grenze zu wiederholten Malen passiren.
17Aus Petersburg wird berichtet: Das Project einer Weltausstellung in Petersburg im Jahre 1903 fängt an, die russische Presse zu beschäftigen; allgemein hört man den Gedanken aussprechen, dass Petersburg mit einem solchen Unternehmen in der würdigsten Weise sein 200 jähriges Bestehen feiern würde. Der Zeitpunkt für eine Petersburger Weltausstellung, 10 Jahre nach der Ausstellung in Chicago, 3 Jahre nach der in Paris, 1900, liege sehr günstig. Wenn aber das ausstellungsgewohnte Paris schon jetzt, wo es noch 5 Jahre vor sich habe, für die Ausstellung zu arbeiten beginne, so müsste Petersburg mit den Organisationsarbeiten keinen Augenblick mehr verlieren.
19gascar, Morocco, Mexico, Netherlands and colonies, East Rumelia, Paraguay, Persia, Salvador, Sweden and Norway, Transvaal, Turkey, Uruguay, United States of North America and Zanzibar. Treaties in which Germany has neither customs, privileges nor the clause as a most favored nation are in force with China, Congo States, Japan, Korea, Samoa, Siam, and Spain as far as the Carolina, Palaos and Sulu Archipelago are concerned. With Spain there is a tariff war. The treaty with Turkey is in force without any agreed tariff, consequently in this case the duty is 8 per cent. ad. valorem.
21The German Chamber of Commerce which was recently organized in Brussels has sent a circular letter to the German trade corporation stating that it was of no use to make a clause with Belgian tradesmen, that the Belgian seller or buyer must defend an action in court at the place of the German dealer. There is no treaty between Belgium and Germany to give force in Belgium to a judgment obtained in German courts. The German Chamber of Commerce in Brussels recommends Germans to bring action against Belgians in Belgian courts to save time and money, and it offers advice to all those firms who have misunderstandings in Belgium, and reports to any firm in need of the same.
23The German Imperial Chancellery makes it known that German trade marks of the following states are protected the same as trade marks of their own: Belgium, Brazil, Bulgaria, Denmark, Netherlands, Austro-Hungary, Rumania, Russia, Sweden and Norway, Switzerland, Servia, Venezuela and the United States of North America.
25LITERATURE.
27Ernst Pfundt's "School for Kettledrum," newly revised and augmented by a school for the small drum by Hermann Schmidt, player of kettledrums at the Stadt Theatre and the Gewandhaus Orchestra in Leipsic; 5 edition. Published by Breitkopf & Härtel.
29It is just forty-five years since the master of the art of kettledrum playing, Ernst Pfundt, wrote his celebrated school. As have other branches, so has this one improved during this long stretch of time. There has been a noticeable increase in the improvement of technic. The invention of mechanical-kettledrums has caused a remarkable increase of these instruments in orchestras. It follows that greater demands of efficiency are made on the artists, who to come up with these demands find it incumbent to make the necessary preparations. As an excellent adviser and as a valuable medium Pfundt's school arranged by Schmidt is sure to prove welcome to teachers and pupils. The original characteristics of the author have been retained as far as this was practical, with modern improvements. The musical illustrations have been increased considerably. Many important and difficult passages in the orchestra score are in this manner made easier to the artist or pupil. As every kettledrum player must know how to play the drum, and as this understanding facilitates the playing of the kettledrums, Schmidt has added to the work his school for small drums. The work is interesting, contains many illustrations, and is gotten up in the well-known splendid style of Breitkopf & Härtel, Leipsic.
31The well-known publisher C. F. Schmidt, in Heilbronn, A. N., is out with a work which will find well-merited attention in all musical circles. This is the title: "The Art of Bowing. Practical and theoretical school for learning technic of bowing and to obtain a good tone and execution on the viola (viola alto), by Clemens Meyer, based on the work of the same title for the violin by Emil Kross." The work in German and in English is comprehensive to everyone. This is so much more laudable, as very little has heretofore been written on this subject. It is not to be denied that Clemens Meyer really fills a vacant niche in the musical library. The viola alto is not an instrument which intrudes. It requires before everything a good style in bowing to produce a large and fine tone. Everything that is said in regard to the bow is of interest, and especially to those who play string instruments. The exercises which are joined to the work have been very carefully prepared. It may be especially mentioned that the pieces mentioned are not of the usual dry kind, but selected from melodious parts of the great masterpieces. In this way the player has not only the benefit of learning the manual, but his ear also receives proper training, and thus the executant is not only taught but interested. If we have any fault to find at all it is with the translation, which is not free from mistakes.
33THE MUSICAL COURIER
35Published Every Wednesday
37AT
3919 Union Square, West, New York, U. S. A.

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