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Scan 184
Musik-Lexikon, 1884
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1Cervetto (spr. tʃɛrɛtto), Giacomo (Bassetti, genannt C.), ausgezeichneter Violoncellist, geboren um 1682 in Italien, ging 1728 nach London und trat ins Orchester des Drurylane-Theaters, dessen Direktor er später einige Jahre hindurch war; er starb 14. Jan. 1783, über 100 Jahre alt, und hinterließ seinem Sohn 20,000 Pfd. Sterl. Dieser, gleichfalls Giacomo (englisch James C.) genannt, gest. 5. Febr. 1837, war ebenfalls ein vorzüglicher Cellist, wirkte eine Zeitlang in Konzerten mit, gab aber nach seines Vaters Tode die praktische Tätigkeit auf. Er hat auch Soli für Cello, Duos und Trios für Violine und Cello veröffentlicht. one of two readings
2Cervetto (spr. tʃɛrɛtto), Giacomo (Bassetti, genannt C.), ausgezeichneter Violoncellist, geboren um 1682 in Italien, ging 1728 nach London und trat ins Orchester des Drurylane-Theaters, dessen Direktor er später einige Jahre hindurch war; er starb 14. Jan. 1783, über 100 Jahre alt, und hinterließ seinem Sohn 20,000 Pf. Sterl. Dieser, gleichfalls Giacomo (englisch James C.) genannt, gest. 5. Febr. 1837, war ebenfalls ein vorzüglicher Cellist, wirkte eine Zeitlang in Konzerten mit, gab aber nach seines Vaters Tode die praktische Tätigkeit auf. Er hat auch Soli für Cello, Duos und Trios für Violine und Cello veröffentlicht. one of two readings
4Ces, das durch b erniedrigte C. Ces dur-Afford = ces.es.ges; Ces moll-Afford = ces.eses.ges; Ces dur-Zonart, 7 b vorgezeichnet, s. Zonart. one of two readings
5Ces, das durch b erniedrigte C. Ces dur-Afford = ces. es. ges; Ces moll-Afford = ces. eses. ges; Ces dur-Zonart, 7 b vorgezeichnet, s. Zonart. one of two readings
7Cetti (spr. tʃɛtti), Beniamino, geb. 6. Nov. 1845 zu Neapel, Kompositionsschüler von Mercadante und Pappalardo am Conservatorium zu Neapel und Privatpianist von Thalberg, vortrefflicher Pianist, der außer in Italien auch in Paris, Alexandrien, Kairo u. konzertierte, seit 1866 Professor des Klavierspiels am Conservatorium zu Neapel. Von seiner Komposition sind Klavierstücke und Lieder erschienen; eine Klaviermethode und eine Oper: »Vittor Pisani«, sind Manuskript. one of two readings
8Cetti (spr. tʃɛtti), Beniamino, geb. 6. Nov. 1845 zu Neapel, Kompositionsschüler von Mercadante und Pappalardo am Conservatorium zu Neapel und Privatpianist, der außer in Italien auch in Paris, Alexandrien, Kairo u. konzertierte, seit 1866 Professor des Klavierspiels am Conservatorium zu Neapel. Von seiner Komposition sind Klavierstücke und Lieder erschienen; eine Klaviermethode und eine Oper: »Vittor Pisani«, sind Manuskript. one of two readings
10Cetti (spr. tʃɛtti), Marc Antonio, geboren um 1620 zu Florenz, gest. 1669 in Benedig; Schüler von Carissimi in Rom, 1646 Kirchenkapellmeister zu Florenz, 1660 Tenorsänger in der päpstlichen Kapelle, dann Kapellmeister Kaiser Leopolds I. in Wien, ist einer der bedeutendsten Opernkomponisten des 17. Jahrh. C. übertrug die von Carissimi ausgebildete Kantate (Wechsel von Recitativ und triestem Gesang) auf die Bühne. Man kennt nur die Titel von acht seiner Opern (»Oronte«, 1649; »Cesare amante«, 1651; »La Dori«, 1663; »La schiava fortunata«, 1667; »Argene«, 1668; »Argia«, »Genserico«, 1669, und »Il pomo d'oro« [in Wien]). Außerdem sind einige »Arie da camera« auf uns gekommen. Den größten Erfolg hatte »La Dori«.
12Cetera (ital., spr. tʃɛrɛ-), s. Zither.
14Chaconne (spr. šakɔn, ital. Ciaccona) ist wie die Passacaglia (s. d.) ein Instrumentalstück, das über einem Basso ostinato von höchstens acht Takten (3/4-Takt, langsame Bewegung) immer neue Variationen ausführt. Eine berühmte großartige C. ist die der D moll-Sonate für Violine allein von J. S. Bach angehängte.
16Chambonnieres (spr. šamboɲjɛʁ), Jacques (Champion de), eigentlich Jacques Champion, wie sein Vater und Großvater, die hochgeschätzte Organisten waren; war erster Kammercellist Ludwigs XIV. und Lehrer der älteren Couperins, d'Augleberts und Le Bèques. Von ihm sind zwei Hefe Klavierstücke erhalten (1670).
18Champein (spr. šampej), Stanislaus, geb. 19. Nov. 1753 zu Marseille, gest. 19. Sept. 1830 in Paris; war bereits mit 13 Jahren Kapellmeister der Stiftskirche zu Pignon (Provence) und kam 1770 nach Paris, wo er sich zuerst durch einige kirchliche Werke bekannt machte sowie durch eine kleine komische Oper, die im Théâtre italien zur Aufführung kam. Seit 1780 schrieb er nicht weniger als 37 Opern für das Théâtre italien, das Théâtre de Monsieur und die Große Oper, von denen die »Mélomanie« (1781) und der »Neue Don Quichotte« (1789) als die besten hervorzuheben sind.
20Champion (spr. šampijɔ̃), s. Chambonnieres.
22Channay (spr. šannɛ), Jean de, Musikdrucker zu Avignon im 16. Jahrh.; vgl. Briard und Carpentras.
24Chanot (spr. šano), François, geb. 1787 zu Mirecourt, Sohn eines Instrumentenmachers, machte die militärische Karriere als Seeingenieur, wurde aber in der Zeit der Restauration wegen eines satirischen Pasquills außer Dienst und auf halben Gehalt gesetzt, auch unter Polizeiaufsicht gestellt. In dieser Zeit legte er der Akademie eine Violine vor, die in verschiedener Hinsicht ein Zurückgehen auf ältere unvollkommnere Formen war (ohne Seitenausschnitte und ohne Saitenhalter, mit geraden Schalllöchern in der Richtung der Saiten und der Länge nach aus einem Stück). Die Akademie
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