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Scan 201

Musik-Lexikon, 1884

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1Golbarbeiters, erhielt er, als sich sein musikalisches Talent zeigte, geregelten Musikunterricht, zunächst im Klavierspiel und Generalbass von einem Verwandten, dem Organisten Buroni, später von Garpani und Santarelli im Kontrapunkt und Gesang. Nebenher versah er schon seit 1761 ein Organistenamt. Als er 14 Jahre alt war, erregte er in Rom durch seine musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten wie durch seine Kompositionen Aufsehen, und ein Engländer, Namens Bedford (Bedford), erwirkte von dem Vater die Erlaubnis, den Knaben mit nach England nehmen zu dürfen und für seine fernere Ausbildung Sorge zu tragen. Bis 1770 lebte er im Hause seines Gönners und bildete sich zum perfekten Pianofortevirtuosen aus. Schnell gelangte er nun, eingeführt durch Bedford, in London zu einem ausgezeichneten Renommee als Meister und Lehrer seines Instruments. 1777—80 fungierte er als Cembalist (Kapellmeister) an der Italienischen Oper und machte 1781 seine erste Reise auf dem Kontinent und zwar über Straßburg und München nach Wien, wo er einen Wettschritt mit Mozart ehrenvoll bestand. 1785 folgte eine Konzerttour nach Paris. In der Zwischen- und Folgezeit bis 1802 wirkte er in London mit stets steigendem Ansehen, beteiligte sich an dem Musikverlag und der Pianofortefabrik von Longman u. Broderip und errichtete nach dem Fallissement derselben ein gleiches Geschäft auf eigne Faust in Gemeinschaft mit Collard, unter dessen Namen es noch heute besteht. Neben den mechanisch-technischen Studien für den Pianofortebau fand er noch Zeit genug, um eine Reihe hochbedeutender Klavierwerke zu schreiben und bedeutende Schüler auszubilden (J. B. Cramer und John Field). 1802 ging er mit Field über Paris und Wien nach Petersburg, überall mit Enthusiasmus aufgenommen; Field blieb in Petersburg in vorteilhafter Stellung zurück, während sich dafür Zeuner anschloss; in Berlin und Dresden gesellten sich Ludwig Berger und Alexander Mengel zu ihnen, alles Männer, die zu hoher Bedeutung gelangten. Auch Moscheles und Kalkbrenner waren in Berlin eine Zeitlang Clementis Schüler. G. vermählte sich in Berlin, verlor aber seine junge Frau schon vor Jahresfrist und reiste tiefbetrübt mit seinen Schülern Berger und Mengel nach Petersburg, kehrte aber 1810 über Wien und Italien nach England zurück. Mit Ausnahme eines in Leipzig zugebrachten Winters (1820—21) blieb er fortan in London, seit 1811 zum zweitenmal verheiratet. Er hinterließ ein stattliches Vermögen. Seine Hauptwerke sind: 106 Klaviersonaten (46 davon mit Violine, Cello, Flöte), ferner der »Gradus ad Parnassum«, noch heute als hochbedeutendes Schulwerk in allgemeinem Gebrauch und in vielen Ausgaben erschienen; weiter: Symphonien, Ouvertüren, ein Duo für zwei Klaviere, Kapricen, Charakterstücke &c. sowie eine Anthologie von Klavierwerken älterer Meister.
3Clement y Cavedo, geb. 1. Jan. 1810 zu Gandia bei Valencia, war zuerst Organist in Algemesi, später zu Valencia, lebte 1840—52 als Musiklehrer in Guéret (Frankreich) und seitdem zu Madrid, wo er eine Elementarmusiklehre: »Grammatica musical«, herausgab, im Auftrag Esparteros 1855 einen Reorganisationsplan der Musikschulen ausarbeitete und sich schriftstellerisch an den Zeitungen: »El Rubi« und »El Artista« beteiligte. Nebenbei erteilte er französischen Sprachunterricht und Musikunterricht. Eine Zaubertoper und eine Posse (Zarzuela) sowie Romanzen und Balladen machten ihn auch als Komponisten bekannt.
5Clicquot (v. Aichh.), französisch Henri, geb. 1728 zu Paris, gest. derselbst 1791; war der bedeutendste französische Orgelbauer des vorigen Jahrhunderts, seit 1765 assoziiert mit Pierre Dallery. Aus dieser Werkstatt stammen eine Reihe vorzüglicher Werke in Paris und der Provins.
7Clifford, James, geb. 1622 zu Oxford, gestorben um 1700 als »senior cardinal« an der Paulskirche zu London; veröffentlichte 1663 eine Sammlung der Lette von damals gebrauchten kirchlichen Gesängen, Anthems &c. (2. Aufl. 1664).
9Clifton (Dr. Aftt'n), John Charles, geb. 1781 zu London, zuerst Musiklehrer

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