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Scan 202

Musik-Lexikon, 1884

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1Cloz, 1802 zu Dublin, 1816 in London, wo er nach Logiers Methode unterrichtete, komponierte Glees, Chansons, auch eine Oper: »Edwin«, konstruierte theoretisch eine Art Melograph (s. d.), »Eidemusicon« genannt, den er jedoch der Kosten wegen nicht praktisch herstellte, schrieb eine vereinfachte Harmonielehre, die aber nicht gedruckt wurde, und gab eine Sammlung britischer Melodien heraus.
3Cloz, s. Cloz.
5Cloer, John, engl. Musikbruder in der ersten Hälfte des 18. Jahrh., der mutmaßliche Erfinder des Stichs auf Zinnplatten (vgl. Chrysanders Abhandlung in der »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« 1879, Nr. 16). C. verlegte mehrere Werke von Händel; nach seinem Tod kaufte Walsh den Verlag.
7C moll-Alkord = c.es.g; Cmoll-Lonart, 3 b vorgezeichnet, s. Lonart. one of two readings
8C moll-Alkord = e.es.g; Cmoll-Lonart, 3 b vorgezeichnet, s. Lonart. one of two readings
10Coccia (mr. italica), Carlo, geb. 14. April 1782 zu Neapel, gest. 13. April 1873 als Kapellmeister der Kathedrale in Ravara; war ein sehr fruchtbarer Komponist und schrieb über 30 Opern, eine Reihe Kantaten und allein 25 Messen und viele andre Kirchenmusiken.
12Cochlaus, Johannes, geb. 1479 zu Wendelstein bei Nürnberg (daher er auch unter dem Namen Wendelstein einiges veröffentlichte), gest. 10. Jan. 1552 in Breslau als Kanonikus; gab heraus: »Tractatus de musicae definitione et inventione etc.« (1507, unter dem Namen Joh. Wendelstein); »Tetrachordum musices Joannis Coclaei Norici etc.« (1511, neu aufgelegt 1513 u. 1526).
14Coclicus (nicht Coclicus), Adrian Petit, geboren um 1500, Schüler von Josquin des Près, lebte zu Nürnberg und gab heraus: »Compendium musices« (1552) und ein Buch vierstimmiger Psalmen (»Consolationes etc.«, 1552).
16Coda (ital. v. lat. cauda, »Schwanz«), ein abschließendes Anhängsel bei Tonstücken mit Reprises. Die Bezeichnung C. findet sich besonders dann, wenn bei der Repetition ein Sprung gemacht werden muß, z. B. bei Scherzi, wo nach dem Trio das Scherzo repetiert werden soll und dann die C. gespielt (Scherzo da capo e poi la c.) wird. Auch der freie Schluß bei Kanons heißt C.
18Cohen, 1) Johannes Meinardus, geb. 28. Jan. 1824 im Haag, ausgebildet auf dem dortigen Konservatorium unter Ch. H. Lübeck, Virtuose auf dem Fagott, war 1864 Kapellmeister des großen holländischen Theaters zu Amsterdam und wurde dann Kapellmeister des Industriepalastes und städtischer Musikdirektor daselbst, komponierte Kantaten (eine Festkantate zur 600jährigen Gründungsfeier von Amsterdam 1875), Musiken zu holländischen Dramen, Ballettmusiken, Ouvertüren, zwei Symphonien, ein Klarinettenkonzert, Flötenkonzert, Quintett für Blasinstrumente und Klavier, Sonate für Fagott oder Cello, Klarinette und Klavier, Orchesterphantasien etc.—2) Franz, geb. 26. Dez. 1826 zu Rotterdam, Sohn eines dortigen Organisten, zuerst Schüler seines Vaters, dann von Molique und Vieuxtemps, machte Konzertreisen als Violinvirtuose in Amerika mit H. Herz und später mit E. Lübeck und ließ sich hierauf in Amsterdam nieder. C. ist eine der bedeutendsten musikalischen Persönlichkeiten Hollands, steht mit R. Hol, Fr. Gernsheim und Schlegel an der Spitze des weitverzweigten Vereins zur Beförderung der Tonkunst, ist Direktor sowie Kompositions- und Violinprofessor des zu den Dependenzen desselben gehörenden Konservatoriums in Amsterdam, Kammervirtuose (Violinsolo) des Königs der Niederlande etc. Das von ihm eingerichtete Streichquartett leistet Ausgezeichnetes. Auch als Komponist ist C. rühmlichst bekannt (der 32. Psalm, Symphonie, Kantaten, Quartette etc.).
20Cohen, 1) Henri, geb. 1808 zu Amsterdam, gest. 17. Mai 1880 zu Bry-sur-Marne; kam früh mit seinen Eltern nach Paris, wo er unter Reicha Theorie und bei Lays und Pellegrini Gesang studierte. Nach ziemlich resultatlosen Versuchen, in Neapel sich die Sporen als dramatischer Komponist zu verdienen (1832—34, 1838 und 1839), setzte sich C. zu Paris als Musiklehrer fest und war nur vorübergehend Direktor der Sektursale des Pariser Konservatoriums in Lille. Da er ausgedehnte numismatische Kenntnisse besaß, wurde er

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