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Scan 28

Musik-Lexikon, 1884

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1Albert, Prinz von Sachsen-Gotha, geb. 26. Aug. 1819, seit 1840 Gemahl der Königin von England, gest. 14. Dez. 1861; war ein eifriger Pfleger und Beschützer der Musik und hat selbst viele Gesangswecke (Messen, Lieder etc.) komponiert.
3Albert, 1) Heinrich, geb. 28. Juni 1604 zu Lobenstein im Voigtl. und gest. 10. Okt. 1651 zu Königsberg; studierte zuerst Jura in Leipzig, dann Musik unter seinem Oheim H. Schütz zu Dresden, ging 1626 nach Königsberg i. Pr., wo er 1631 Organist wurde. A. war nicht nur vortrefflicher Musiker, sondern auch Poet, und die Mehrzahl seiner Liebertexte rühren von ihm her (viele von Simon Dach, seinem Zeitgenossen und Freund); noch heute werden in Preußen von ihm gedichtete und komponierte Chordle gesungen. Sein berühmtestes Werk ist: »Poetisch-Musikalische Lustwäldelein etc., erschienen 1642—1648 (aber ohne Jahrzahl) und wiederholt neu ausgelegt, eine Sammlung von 192 liederartigen Gesängen. — 2) Max, geb. 7. Jan. 1833 zu München, Virtuose auf der Zither und Verbesserer dieses Instruments, das sich zum großen Teil zufolge seiner Bemühungen in der Gunst des Publikums neuerdings so auffallend gehoben hat, ließ sich 1853 in Berlin nieder, wo er eine große Zahl Zitherschüler ausgebildet hat.
5Alberti, 1) Joh. Friedrich, geb. 11. Jan. 1642 zu Lönning (Holstein), gest. 14. Juli 1710; studierte zuerst Theologie, sodann unter Werner Fabricius in Leipzig Musik, wurde Domorganist zu Merseburg, musste aber 1698 infolge eines Schlagflusses sein Amt niederlegen. Er hatte als Komponist von Kirchensachen und gelehrten Kontrapunkten großes Ansehen. — 2) Giuseppe Matteo, geb. 1685 zu Bologna, bedeutender Violinpieler und Instrumentalkomponist (Konzerte, Symphonien etc.). — 3) Domenico, geboren zu Anfang des 18. Jahrh. in Venedig, war ein begeisterter Musikfreund und dilettierte zuerst als Sänger, später auch als Klavierspieler und schließlich als Komponist, bewundert von seiner Umgebung; er ist der Erfinder der Albertischen Bässe (s. d.), die in seinen Sätzen zuerst auffallend hervortraten. — 4) Karl Edmund Robert, geb. 12. Juli 1801 zu Danzig, studierte Theologie und Philosophie in Berlin, nebenbei aber bei Zelter fleißig Musik, gründete als Geistlicher zu Danzig einen musikdramatischen Dilettantenverein und blieb auch, als er 1854 Schulrat in Stettin geworden war, noch eifrige für die Musik thätig. Komponiert hat er nur einige Heste Lieder, dagegen sich als musikalischer Schriftsteller mehrfach betätigt: »Die Musik in Kirche und Staat« (1843); »Andeutungen zur Geschichte der Oper« (1845); »Richard Wagner etc.« (1856); »Raphael und Mozart« (1856); »Beethoven als dramatischer Lieddichter« (1859). Seit 1866 privatisierte er in Berlin und hat der »Neuen Berliner Musikzeitung« verschiedene interessante Artikel geliefert.
7Albertini, 1) Gioachino, königlich poln. Kapellmeister um 1784, seiner Zeit beliebter italienischer Opernkomponist; seine »Circe ed Ulisse« wurde 1785 in Hamburg mit großem Beifall aufgeführt, desgleichen 1786 »Virginia« in Rom. — 2) Michael, genannt Momoletto, berühmter Kastrat am Kasseler Hof zu Anfang des 18. Jahrh., wo auch seine Schwester Giovanna, genannt Romanina, als erste Sängerin glänzte.
9Albertische Bässe heißen nach Domenico Alberti, der sie zuerst reichlich zur Anwendung brachte, die fortgesetzten gleichartigen Akkordbrechungen für die linke Hand als Begleitung einer von der rechten Hand gespielten Melodie, welche noch heute im leichten Klavierstil sehr beliebt sind; z. B. (Mozart, Sonate in F):
11Albicastro, Henrico (eigentlich Weissenburg), Schweizer von Geburt, machte den spanischen Erbfolgekrieg mit und gab eine Reihe Kammermusikwerke heraus (Sonaten für Violine, teils mit

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