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Scan 29

Musik-Lexikon, 1884

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1Gello und Bass, teils nur mit einem von beiden Instrumenten).
3Albinati, Thomas, fruchtbarer ital. Opernkomponist um die Wende des 17. zum 18. Jahrh. (Fétis zählt 43 Opern auf), hat auch eine Anzahl Instrumentalwerke (Sonaten, Symphonien, Konzerte, Tanzstücke &c.) veröffentlicht, die mehr wert sind als seine Opern.
5Albani, Marietta, berühmte Alt-sängerin, geb. 10. März 1823 zu Cesena (Romagna), Schülerin der Bertolotti und Rossinis zu Bologna, debütierte 1843 zu Mailand als Orsini in »Lucrezia Borgia« von Donizetti, feste 1847 London und Paris in Ekstase, machte 1853 einen Triumphzug durch Nord- und Südamerika und vermaßte sich 1854 mit einem Grafen Pepoli. 1863 indes, noch im Vollbesitz ihrer herrlichen, wohl- und volllautenden Stimme, trat sie von der Bühne zurück und ist dann überhaupt nur noch einmal (1869) öffentlich aufgetreten, in Rossinis kleiner »Messe solennelle«. one of two readings
6Albani, Marietta, berühmte Alt-Sängerin, geb. 10. März 1823 zu Cesena (Romagna), Schülerin der Bertolotti und Rossinis zu Bologna, debütierte 1843 zu Mailand als Orsini in »Lucrezia Borgia« von Donizetti, feste 1847 London und Paris in Ekstase, machte 1853 einen Triumphzug durch Nord- und Südamerika und vermaßte sich 1854 mit einem Grafen Pepoli. 1863 indes, noch im Vollbesitz ihrer herrlichen, wohl- und volllautenden Stimme, trat sie von der Bühne zurück und ist dann überhaupt nur noch einmal (1869) öffentlich aufgetreten, in Rossinis kleiner »Messe solennelle«. one of two readings
8Albrecht, 1) Joh. Lorenz (»Magister A.«), geb. 8. Jan. 1732 zu Görmar bei Mühlhausen i. Th., gest. 1773; studierte zu Leipzig Philologie, aber daneben so ernstlich Musik, daß er 1758 zugleich als Gymnasiallehrer und Organist der Hauptkirche zu Mühlhausen angestellt werden konnte. Am bekanntesten ist A. als Herausgeber von J. Adlungs »Musica mechanica organoedii« und »Musikalischen Siebengestirn«; doch hat er auch eine Reihe selbständiger Arbeiten geliefert: »Gründliche Einleitung in die Anfangslehren der Tonkunst« (1761); »Abhandlung über die Frage: ob die Musik beim Gottesdienst zu dulden sei oder nicht« (1764); ferner einige Aufsätze in Marpurgs »Kritischen Beiträgen« &c. A. war Schiedsrichter in dem theoretischen Streit zwischen Marpurg und Sorge. Auch hat er einige Kompositionen (Kantaten, eine Passion und Klavierübungsstücke) herausgegeben. — 2) Joh. Matthäus, geb. 1. Mai 1701 zu Osterbehringen bei Gotha, Organist an der Katharinenkirche, später an der Barfüßerkirche zu Frankfurt a. M., gest. 1769 daselbst. Seine sehr gelobten Klavierkonzerte sind nicht gedruckt wor-
10den. — 3) Eugen Maria, geb. 16. Juni 1842 zu Petersburg, wo sein Vater Karl A., aus Breslau gebürtig, zwölf Jahre lang Kapellmeister der kaiserlich russischen Oper war; 1857—60 Schüler Davids am Leipziger Konservatorium, 1860 bis 1877 erster Violinist der Petersburger Italienischen Oper, 1867—72 Leiter des Musik- und Gesangunterrichts bei der Hauptverwaltung der Militärlehranstalten, seit 1877 Musikinspektor der kaiserlichen Theater zu Petersburg, Gründer und Vorsitzender des 1872 bestätigten Vereins für Kammermusik, Violinlehrer mehrerer kaiserlicher Prinzen &c. A. ist ein vortrefflicher Geiger und sehr verdienstvoller Musiker.
12Albrechtsberger, Joh. Georg, geb. 3. Febr. 1736 zu Klosterneuburg bei Wien, gest. 7. März 1809; ausgezeichneter Theoretiker und Komponist, der Lehrer Beethovens, wurde, nachdem er mehrere andre Ämter in kleinen Städten verwaltet, Regens chori am Karmeliterkloster zu Wien, 1772 Hoforganist und 1792 Kapellmeister an der Stephanskirche. Von seinen Kompositionen ist nur ein kleiner Teil im Druck erschienen (Orgelpräludien, Klavierstüge, Streichquartette, Quintette, Sextette und Oktette, ein Klavierquartett und ein Concerto léger für Klavier, zwei Violinen und Bass); in Manuskript blieben: 26 Messen, 6 Oratorien, 4 große Symphonien, 42 Streichquartette, 38 Quintette, 28 Streichtrios, viele Hymnen, Offertorien, Gradualien &c. Am wichtigsten sind indes seine theoretischen Werke: »Gründliche Anweisung zur Composition« (1790 u. 1818, französisch 1814); »Kurzgefaßte Methode, den Generalbass zu erlernen« (1792); »Klavierschule für Anfänger« (1808) und einige kleinere Abhandlungen. Eine Gesamtausgabe der theoretischen Werke besorgte J. v. Seyfried.
14Albrici (spr. – tchi), Vincenzo, geb. 26. Juni 1631 zu Rom, um 1660 Kapellmeister der Königin Christine von Schweden in Stralsund, 1664 kurfürstlicher Kapellmeister zu Dresden, 1680 Organist an der Thomaskirche in Leipzig, starb 1696 als Kirchenmusikdirektor zu Prag. Seine einst hochgeschätzten Werke wurden für die

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