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Scan 287

Musik-Lexikon, 1884

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1Mathematik und Mitglied der Lissaboner Akademie, gest. 1834 (oder 1837); schrieb: »Principios de musica« (1820 bis 1824, 2 Bde.).
3Ferretti, Giovanni, geboren gegen 1540 zu Venedig, hat 5 Bücher 5stimmiger und 2 Bücher 6stimmiger Canzoni alla napoletana sowie 1 Buch 5stimmiger Madrigale herausgegeben (1567—91).
5Ferri, Baldassare, berühmter Kastrat, geb. 9. Dez. 1610 zu Perugia, gest. 8. Sept. 1680 daselbst; war mit elf Jahren Kapellknabe des Kardinals Crescenzi zu Orvieto. 1625 gewann ihn der Prinz (nachherige König) Wladislaus (IV.) von Polen für den Hof Sigismund III. in Warschau; als 1655 Johann Kasimir V. den Hof zu Warschau auflöste, trat F. in kaiserliche Dienste zu Wien, wo er außer seinem bedingten Gehalt später noch eine erhebliche Ehrenpension erhielt. 1675 kehrte er in sein Vaterland zurück. F. war einer der bedeutendsten Gesangskünstler aller Zeiten, der mit einer fast unglaublichen Virtuosität und Langamigkeit einen vorzüglich getragenen Gesang vereinigte.
7Ferté, s. Pavillon de la F.
9Fes, das durch b erniedrigte F. Fes dur-Akkord = fes. as. ces; Fes moll-Akkord = fes. asas. ces. Fes dur-Louart, 6 b und 1 bb vorgezeichnet (s. Tonart).
11Fessea, 1) Friedrich Ernst, Violinvirtuose und Komponist, geb. 15. Febr. 1789 zu Magdeburg, gest. 24. Mai 1826 in Karlsruhe; erhielt seine erste Ausbildung in seiner Vaterstadt, wo er auch früh als Konzertspieler auftrat, studierte 1805 noch unter A. G. Müller in Leipzig, indem er gleichzeitig im Theater- und Gewandhausorchester als Violinist mitwirkte. 1806 erhielt er Anstellung in der oldenburgischen Hofkapelle und 1808 als Soloviolinist in der Kapelle König Jérôme zu Kassel. Nach dem Sturz Napoleons und der Aufhebung des Königreichs Westfalen lebte er erst kurze Zeit zu Wien und wurde 1815 in der Hofkapelle zu Karlsruhe als erster Violinist eingestellt, wo er bald zum Konzertmeister avancierte. Als Komponist hat er sich besonders durch Kammermusikwerke einen hochgeachteten Namen gemacht (20 Quartette und 5 Quin- one of two readings
13tette, die zuerst separat, später auch in einer Gesamtausgabe zu Paris erschienen); außerdem schrieb er 3 Symphonien, 4 Ouvertüren, 2 Opern (»Cantemira«, »Omar und Leila«), Psalmen, Lieder etc. — 2) Alexander Ernst, Sohn des vorigen, geb. 22. Mai 1820 zu Karlsruhe, gest. 22. Febr. 1849 in Braunschweig; erhielt seine Ausbildung in Berlin von den besten Lehrern (Rungenhagen, J. Schneider und Taubert), unternahm als Pianist mit Erfolg Konzertreisen, unterlag aber früh den Folgen eines unregelmäßigen Lebens. Drei Opern (»Marietta«, »Die Franzosen in Spanien«, »Der Troubadour«), zu Karlsruhe und Braunschweig aufgeführt, waren zwar leicht geschrieben, zeugten aber von großem Talent. Seine Lieder (48 derselben erschienen als »F. = Album«) sind beim großen Publikum sehr beliebt. one of two readings
14Fessea, 1) Friedrich Ernst, Violinvirtuose und Komponist, geb. 15. Febr. 1789 zu Magdeburg, gest. 24. Mai 1826 in Karlsruhe; erhielt seine erste Ausbildung in seiner Vaterstadt, wo er auch früh als Konzertspieler auftrat, studierte 1805 noch unter A. G. Müller in Leipzig, indem er gleichzeitig im Theater- und Gewandhausorchester als Violinist mitwirkte. 1806 erhielt er Anstellung in der oldenburgischen Hofkapelle und 1808 als Soloviolinist in der Kapelle König Jérôme zu Kassel. Nach dem Sturz Napoleons und der Aufhebung des Königreichs Westfalen lebte er erst kurze Zeit zu Wien und wurde 1815 in der Hofkapelle zu Karlsruhe als erster Violinist eingestellt, wo er bald zum Konzertmeister avancierte. Als Komponist hat er sich besonders durch Kammermusikwerke einen hochgeachteten Namen gemacht (20 Quartette und 5 Quintette, die zuerst separat, später auch in einer Gesamtausgabe zu Paris erschienen); außerdem schrieb er 3 Symphonien, 4 Ouvertüren, 2 Opern (»Cantemira«, »Omar und Leila«), Psalmen, Lieder etc. — 2) Alexander Ernst, Sohn des vorigen, geb. 22. Mai 1820 zu Karlsruhe, gest. 22. Febr. 1849 in Braunschweig; erhielt seine Ausbildung in Berlin von den besten Lehrern (Rungenhagen, J. Schneider und Taubert), unternahm als Pianist mit Erfolg Konzertreisen, unterlag aber früh den Folgen eines unregelmäßigen Lebens. Drei Opern (»Marietta«, »Die Franzosen in Spanien«, »Der Troubadour«), zu Karlsruhe und Braunschweig aufgeführt, waren zwar leicht geschrieben, zeugten aber von großem Talent. Seine Lieder (48 derselben erschienen als »F. = Album«) sind beim großen Publikum sehr beliebt. one of two readings
16Festa, 1) Costantino, bedeutender Kontrapunktist, 1517 als päpstlicher Kapellänger angestellt, gest. 10. April 1545; kann als ein Vorläufer Palestrinas bezeichnet werden, mit dessen Stil der seine vielfach Ähnlichkeit hat. Er ist der erste bedeutende italienische Kontrapunktist und läßt ahnen, welche Schönheiten der Verschmelzung der niederländischen Kunst mit dem italienischen Sinn für Wohlklang und Melodie entspringen sollten. Von seinen Werken sind erhalten 3stimmige Motetten (1543), 3stimmige Madrigale (1556) und Litanien (1583) sowie viele Motetten und Madrigale in Sammelwerken, zuerst in Petruccis »Motetti della Corona« (1519), und ein 4stimmiges Te Deum und 5stimmiges Credo als Manuskript (Abb. Santini). Das Te Deum wird noch heute bei großen Feierlichkeiten im Vatikan gesungen. — 2) Giuseppe Maria, geb. 1771 zu Trani (Neapel), gest. 7. April 1839 als Kapellmeister des San Carlo-Theaters und königlicher Hofkapellmeister in Neapel; war ein bedeutender Violinvirtuose, der auch in Paris auftrat; von ihm einige Violinwerke (Quartette). Seine Schwester — 3) Francesca, geb. 1778 zu Neapel, gest. 1836 in Petersburg, Schülerin von Aprile, war eine gefeierte Sängerin, zuerst in Italien, 1809—11 zu

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