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Scan 333
Musik-Lexikon, 1884
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1Savii neu befezt) ober 12. Aug. 1613 (laut Inschrift seines Grabdenkmals). Sein berühmtester Schüler ist Heinrich Schütz. Von seinen Werken sind in Originalausgaben erhalten: »Psalmi poenitentiales 6 vocum« (1583); »Madrigali a 6 voci o istromenti« (1585); »Madrigali e ricercari a 4 voci« (1587); »Ecclesiasticae cantiones 4—6 vocum« (1589); »Sacrae symphoniae« (6—16stimmig, für Gesang oder Instrumente). Zehn Stücke eigener Komposition nahm er auf in die Ausgabe der »Canti concerti (di Andrea e di Giovanni G.) etc.«, desgleichen enthalten die unter Andrea G. genannten »Intonazioni« und »Ricercari per l'organo« (1593—95) zahlreiche Stücke von Giovanni G. Einzelne Stücke finden sich in fast allen Sammelwerken der Zeit bis 1620, zuerst in dem »Secondo libro de' madrigali a 5 voci etc.« (1575). Ein Freund Gabrieli's gab nach dessen Tod einige Motetten zusammen mit solchen von Hasler heraus (6—19stimmig, 1615). Giovanni G. hat mit besonderer Vorliebe und großartigem Effekt für Doppelchor und Tripelchor und zwar getrennt aufgestellte Chöre (Cori spezzati) geschrieben, hierzu wohl veranlaßt dadurch, daß die Markuskirche zwei einander gegenüberliegende große Orgeln hatte, vor deren jeder ein Sängerchor aufgestellt werden konnte. Vgl. R. v. Winterfeld, Johannes G. und sein Zeitalter (1834, 2 Bde. und ein Band Musikbeilagen).
33) Domenico (Menghino del Violoncello), geboren um 1640 zu Bologna, gestorben um 1690 daselbst; war ein ausgezeichneter Cellospieler, schrieb eine Reihe Opern für Bologna und Venedig (1683—1688). Nach seinem Tod kamen heraus: »Cantate a voce sola« (1691); »Vexillum pacis« (Motetten für Altsolo mit Instrumentalbegleitung, 1695) und »Balletti, gighe, correnti e sarabande a due violini e violoncello con basso continuo« (2. Ausl. 1703).
5Gabrielli, 1) Caterina, ausgezeichnete Koloratursängerin, geb. 12. Nov. 1730 zu Rom, gestorben im April 1796 daselbst; Tochter des Kochs des Fürsten G., dessen Namen sie aus Dankbarkeit annahm, als sie berühmt wurde, Schülerin des Paters Garcia (lo Spagnolletto) und Porpora, debütierte 1747 zu Lucca in Galuppis »Sofonisbe«, glänzte an verschiedenen italienischen Bühnen und 1751—65 zu Wien, sodann zu Parma, von 1768 ab zu Petersburg, 1777 zu Venedig, 1780 zu Mailand und lebte seit 1781 zurückgezogen in Rom.—2) Francesca, zum Unterschied von Caterina G. genannt »la Ferrarese« oder »la Gabriellina«, geb. 1755 zu Ferrara, gest. 1795 in Venedig; Schülerin von Sacchini zu Venedig, debütierte in Florenz, Neapel und London (1786 neben der Mara) als »prima donna buffa«.—3) Niccolò, Conte, geb. 21. Febr. 1814 zu Neapel, Schüler von Zingarelli und Donizetti, fruchtbarer, aber unbe bedeutender Opern- und Ballettkomponist (22 Opern und 60 Ballette), lebt seit 1854 zu Paris. Seine Werke kamen teils in Neapel, teils in Paris, Lyon, Wien etc. zur Aufführung, ohne einen nachhaltigen Eindruck zu machen. one of two readings
6Gabrielli, 1) Caterina, ausgezeichnete Koloratursängerin, geb. 12. Nov. 1730 zu Rom, gestorben im April 1796 daselbst; Tochter des Kochs des Fürsten G., dessen Namen sie aus Dankbarkeit annahm, als sie berühmt wurde, Schülerin des Paters Garcia (lo Spagnolletto) und Porpora, debütierte 1747 zu Lucca in Galuppis »Sofonisbe«, glänzte an verschiedenen italienischen Bühnen und 1751—65 zu Wien, sodann zu Parma, von 1768 ab zu Petersburg, 1777 zu Venedig, 1780 zu Mailand und lebte seit 1781 zurückgezogen in Rom.—2) Francesca, zum Unterschied von Caterina G. genannt »la Ferrarese« oder »la Gabriellina«, geb. 1755 zu Ferrara, gest. 1795 in Venedig; Schülerin von Sacchini zu Venedig, debütierte in Florenz, Neapel und London (1786 neben der Mara) als »prima donna buffa«. — 3) Niccolò, Conte, geb. 21. Febr. 1814 zu Neapel, Schüler von Zingarelli und Donizetti, fruchtbarer, aber unbe bedeutender Opern- und Ballettkomponist (22 Opern und 60 Ballette), lebt seit 1854 zu Paris. Seine Werke kamen teils in Neapel, teils in Paris, Lyon, Wien etc. zur Aufführung, ohne einen nachhaltigen Eindruck zu machen. one of two readings
8Gabrielsti, Johann Wilhelm, geb. 27. Mai 1791 zu Berlin, gest. 18. Sept. 1846 daselbst; Sohn eines Artillerieunteroffiziers, bildete sich zu einem bedeutenden Flötenvirtuosen aus, erhielt 1814 Anstellung am Stadttheater zu Stettin und wurde 1816 königlicher Kammermusiker zu Berlin. Als Virtuose auf der Flöte machte er große Kunstreisen. Von ihm Solo- und Ensemblewerke für Flöte.—Auch sein Bruder Julius, geb. 4. Dez. 1806 zu Berlin, war ein angesehener Flötenvirtuose, und sein Sohn Adolf ist zur Zeit erster Flötist der königl. Hofkapelle. one of two readings
9Gabrielsti, Johann Wilhelm, geb. 27. Mai 1791 zu Berlin, gest. 18. Sept. 1846 daselbst; Sohn eines Artillerieunteroffiziers, bildete sich zu einem bedeutenden Flötenvirtuosen aus, erhielt 1814 Anstellung am Stadttheater zu Stettin und wurde 1816 königlicher Kammermusiker zu Berlin. Als Virtuose auf der Flöte machte er große Kunstreisen. Von ihm Solo- und Ensemblewerke für Flöte. — Auch sein Bruder Julius, geb. 4. Dez. 1806 zu Berlin, war ein angesehener Flötenvirtuose, und sein Sohn Adolf ist zur Zeit erster Flötist der königl. Hofkapelle. one of two readings
11Gade, Niels Wilhelm, geb. 22. Okt. 1817 zu Kopenhagen, der bedeutendste dänische Komponist und überhaupt einer der bedeutendsten heute lebenden, Sohn eines Instrumentenmachers, wuchs ohne eigentliche methodische Unterweisung in der Musiktheorie als halber Autodidakt auf; nur im Violin-, Gitarren- und Klavierspiel erhielt er geregelten Unterricht, ohne es zu bemerkenswerter Fertigkeit zu bringen. Später fand er in Weyse, Wesshall und Berggreen Lehrer, die sein Talent zu fördern verstanden. Als Mitglied der Hofkapelle zu Kopenhagen studierte er
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