Books › Musik-Lexikon, 1884 › scan 345
Scan 345
Musik-Lexikon, 1884
15 lines. Read by computer on 14 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1gest. 5. Febr. 1825; Tenorsänger an der Stiftskirche St. Severin in Bordeaux, Kompositionsschüler von Franz Beck da-selbst, sodann Opernsänger zu Bordeaux, Montpellier und seit 1789 an der Romischen Oper in Paris (Théâtre de Mon-sieur, Théâtre Feydeau). G. komponierte eine große Anzahl Opern, zumeist für das Théâtre Feydeau; 1812 war er vorübergehend, seit 1819 aber unheilbar geistig gestört.
3Gaviniès (spr. gawinjeh), Pierre, geb. 26. Mai 1726 zu Bordeaux, von wo sein Vater (Violinbauer) später nach Paris zog, gest. 9. Sept. 1800 zu Paris; einer der bedeutendsten französischen Geiger des vorigen Jahrhunderts, den Viotti als den »französischen Tartini« bezeichnete, war in der Hauptsache Autodidakt. 1741 trat er zuerst in einem Concert spirituel auf und imponierte besonders durch seinen seelenvollen, großen Vortrag. Von 1796 bis zu seinem Tod fungierte er als Violinprofessor am Konservatorium. G. komponierte: »Les 24 matinées« (Etüden in allen Tonarten), 6 Violinkonzerte und 3 Violinsonaten; die gehäuft, teilweise der Natur des Instruments Gewalt anhauen-den Schwierigkeiten seiner Werke erwecken eine hohe Vorstellung von seiner technischen Virtuosität. Vgl. Fayolle, Notices sur Corelli, Tartini, G. et Viotti (1810).
5Gavotte (spr. gawott), ältere franz. Tanzform im Allabrevetakt (²/₄) mit ¹/₂ Auftakt und zweitaktiger Gliederung, stets auf dem guten Taktteil schließend, von mäßig geschwinder Bewegung und mit Achteln als kleinsten Notenwerten. Die G. ist einer der gewöhnlichen Sätze der Suite (s. d.) und folgt meist der Sarabande. one of two readings
6Gavotte (spr. gawott), ältere franz. Tanzform im Allabrevetakt (²/₄) mit ¹/₂ Auftakt und zweitaktiger Gliederung, stets auf dem guten Taktteil schließend, von mäßig geschwinden Bewegung und mit Achteln als kleinsten Notenwerten. Die G. ist einer der gewöhnlichen Sätze der Suite (s. d.) und folgt meist der Sarabande. one of two readings
8Gaztambide, Joaquín, geb. 7. Febr. 1822 zu Tudela (Navarra), gest. 18. März 1870 in Madrid; Schüler des Konservatoriums zu Madrid, Dirigent der Pensionskonzerte im Konservatorium, Mitbegründer der Konzertgesellschaft, Ehrenprofessor am Konservatorium, komponierte eine große Anzahl von Zarzuelas (spanische Operetten), die ihn außerordentlich populär machten und ihm Auszeichnungen aller Art einbrachten.
10Gazzaniga, Giuseppe, geboren im Oktober 1743 zu Verona, gestorben vor 1819; Schüler von Porpora und Piccini, befreundet mit Sacchini, der ihm zur Aufführung seiner ersten Oper: »Il finto cieco«, in Wien verhalf, schrieb eine große Anzahl (32) Opern für Venedig, Neapel, Mailand, Piacenza, Ferrara, Dresden etc., darunter: »Il convietato di pieta« (»Der steinerne Gast«, das Subjet von Mozarts »Don Juan«; Venedig 1787). G. wurde 1791 Kapellmeister der Kathedrale zu Cremona und schrieb seitdem überwiegend Kirchenmusik (Stabat Mater, Te Deum), einige Kantaten etc.
12G dur – Akkord = g. h. d.; G dur-Tonart, 1 # vorgezeichnet (s. Tonart).
14Gebauer, Michael Joseph, geb. 1763 zu La Fère (Aisne), vortrefflicher Oboist, Violinist und Bratschist, musste dem Violinspiel entsagen, weil er ein Glied des kleinen Fingers der linken Hand verlor, 1791 Oboist der Nationalgarde, 1794 bis zur Reform 1802 Professor am Konservatorium, sodann Musikmeister der Konfusgarde, Oboist der kaiserlichen Kapelle, unterlag im Dezember 1812 den Strapazen des russischen Feldzugs. Von ihm viele Duette für zwei Violinen und für Violine und Bratsche, für zwei Flöten, Flöte und Horn, Flöte und Fagott etc., Quartette für Flöte, Klarinette, Horn und Fagott, über 200 Märsche für Militärmusik, viele Potpourris etc. Seine Brüder sind die drei nächstfolgenden: — 2) François René, geb. 1773 zu Versailles, gestorben im Juli 1845; 1796—1802 Professor des Fagotts am Konservatorium und wieder seit 1825, 1801—26 Fagottist der Großen Oper, schrieb gleichfalls viele Sonaten, Etüden, Duette (108), Trios, Quartette, Quintette, Symphonies concertantes etc. für Blas-, besonders Holzblasinstrumente, Militärmärsche, Potpourris, Ouvertüren etc. und eine Fagottschule. — 3) Etienne François, geb. 1777 zu Versailles, 1801—22 Flötist der Romischen Oper, gest. 1823; schrieb Flötenduos, Violinduos, Sonaten für Flöte und Bass, Soli für Flöte, Klarinette und Übungen für Flöte. — 4) Pierre Paul, geb. 1775 zu Versailles, starb jung und hat nur 20 Hornduette herausgegeben. — 5)
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.