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Scan 767
Musik-Lexikon, 1884
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1riorum instrumentorum, ut a Violinis, Cornettis, Flautis, Clarinis et Fagottis cum appendice a 2 Bombardinis vulgo Schalmey« (1674); »Intraden in zwei Teilen« (1676); »Deliciae musicales oder Lustmusik, bestehend in Sonaten, Allemanden, Balletten, Gavotten, Cou ranten, Sarabande und Gigue von 5 Stimmen, als: 2 Violinen, 2 Violen nebst dem B. C.« (1678); »Intraten a 4 nehmlich mit einem Kornett und drei Trombo nen« (1683); »Fünfstimmige blasende Abendmusik, bestehend in Intraden, Allemanden &c….als 2 Kornetten und 3 Trom bonen« (1684); »Musikalische Gemüths ergötzungen, bestehend in Allemanden &c.« (1685); »Opus musicum sonatarum praestantissimarum 6 instrumentis instructum, ut 2 Violinis, 3 Violis et Fagotto adjuncto B. C.« (1686); »Musica curiosa Lipsiaca, bestehend in Sonaten, Allemanden, Allabreven, Kapri cen &c., mit 1—5 Stimmen zu spielen« (1686). Sein einziges Vokalwerk ist: »Jahrgang über die Evangelia von 3—5 Vokalstimmen nebst 2—5 Instrumenten« (1678). Endlich werden von ihm einige Schriften über Musik genannt: »Observationes musicae« (1678—83); »Infelix musicus« (1678) und »Musica politico-practica« (1678). one of two readings
2riorum instrumentorum, ut a Violinis, Cornettis, Flautis, Clarinis et Fagottis cum appendice a 2 Bombardinis vulgo Schalmey« (1674); »Intraden in zwei Teilen« (1676); »Deliciae musicales oder Lustmusik, bestehend in Sonaten, Allemanden, Balletten, Gavotten, Cou ranten, Sarabanden und Giquen von 5 Stimmen, als: 2 Violinen, 2 Biolen nebst dem B. C.« (1678); »Intraten a 4 nehmlich mit einem Kornett und drei Trombo nen« (1683); »Fünfstimmige blasende Abendmusik, bestehend in Intraden, Allemanden &c….als 2 Kornetten und 3 Trom bonen« (1684); »Musikalische Gemüths ergötzungen, bestehend in Allemanden &c.« (1685); »Opus musicum sonatarum praestantissimarum 6 instrumentis instructum, ut 2 Violinis, 3 Violis et Fagotto adjuncto B. C.« (1686); »Musica curiosa Lipsiaca, bestehend in Sonaten, Allemanden, Allabreven, Kapri cen &c., mit 1—5 Stimmen zu spielen« (1686). Sein einziges Vokalwerk ist: »Jahrgang über die Evangelia von 3—5 Vokalstimmen nebst 2—5 Instrumenten« (1678). Endlich werden von ihm einige Schriften über Musik genannt: »Observationes musicae« (1678—83); »Infelix musicus« (1678) und »Musica politico-practica« (1678). one of two readings
4Pfeifen, s. Blasinstrumente, Labialpfeifen und Zungenpfeifen.
6Pfeiferkönig, s. Zunftwesen.
8Pfeil, Heinrich, geb. 18. Dez. 1835 zu Leipzig, lebt daselbst und gibt seit 1862 die »Sängerhalle« heraus (Organ des Deutschen Sängerbundes, s. Liedertafel), versahte außerdem ein »Tonkünstlermerkt bühlein«, einen »Musikalischen Wegweiser«, »Liedertafelkalender« (1881) u. a. one of two readings
9Pfeil, Heinrich, geb. 18. Dez. 1835 zu Leipzig, lebt daselbst und gibt seit 1862 die »Sängerhalle« heraus (Organ des Deutschen Sängerbundes, s. Liedertafel), versahte außerdem ein »Tonkünstlermerkt büchlein«, einen »Musikalischen Wegweiser«, »Liedertafelkalender« (1881) u. a. one of two readings
11Plaughaupt, Robert, Pianist, geb. 4. Aug. 1833 zu Berlin, gest. 12. Juni 1871 in Aachen; Schüler von Dehn zu Berlin, später von Henselt in Petersburg, wo er sich 1854 verheiratete, und von Liszt in Weimar, lebte 1857—62 in Weimar, sodann in Aachen. Sein Vermögen vermachte er dem Allgemeinen deutschen Musikverein, welcher damit den Grund zu einer Beethoven-Stiftung legte. P. komponierte Klaviersachen und Lieder.
13Pfundt, Ernst Gotthold Benjamin, der berühmte Paukenschläger, get. 17. Juni 1806 zu Dommizsch bei Torgau, gest. 7. Dez. 1871 in Leipzig; studierte Theologie zu Leipzig, später aber unter Fr. Wied (seinem Oheim) Klavierspiel (nachdem er bereits als Kind verschiedene Blasinstrumente, Trommel und Pauke spielen gelernt) und lebte einige Zeit als Klavierlehrer und als Chorführer am Leipziger Stadtttheater. 1835 gewann ihn Mendelssohn für das Gewandhausorchester als Paukenschläger, in welcher Stellung er bis zu seinem Tod verblieb. P. ist Erfinder der Maschinenpauken und hat eine Paukenschule geschrieben.
15Phalèse (s. fr. salâs), Pierre (Petrus Phalesius, eigentlich van der Phaliesen), geboren um 1510 zu Löwen, etablierte um 1545 daselbst einen Musikverlag, der einer der bedeutendsten der Zeit wurde, und druckte von 1556 seine Verlagswerke selbst; 1572 associerte er sich mit Jean Bellère (s. d.) zu Antwerpen, doch blieben beide in ihren Städten. Erst 1579 (wahrscheinlich nach des Vaters Tod) verlegte der gleichnamige Sohn Phalèses das Löwener Geschäft nach Antwerpen, und die Firma hieß nun Pierre P. et Jean Bellère. Bellère starb 1598, der jüngere P. 1617; seine Tochter Magdalene P. führte aber das Geschäft bis zu ihrem Tod 1650 fort, und noch 1669 findet sich ein Musikbruch: »presso i heredi di Pietro Phalesio«.
17Phantasie, 1) die schöpferische Tätigkeit des menschlichen Geistes, Einführungskraft, die eigentliche Mutter aller Kunst, sofern Kunst nicht bloße Nachahmung der Natur, sondern spontanes Erzeugen ist. Allerdings ist die Schöpfer tätigkeit des Menschen abhängig von den Eindrücken, die er erhalten; das Material, mit dem er schafft, ist ihm von der Natur gegeben, ist Reproduktion empfangener Eindrücke, aber nicht direkte, unveränderte Reproduktion, sondern freies Umschaffen nach Gesetzen, die dem Menschengeist immanent sind. Nirgends wohl ist die Freiheit der P. bei dieser Tätigkeit so evident wie in der Musik, wie auch anderseits nirgends die Gesetze, welche sie
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