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Scan 573
Musik-Lexikon, 1884
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1Jahren Léonard vertreten durfte. 1853 wurde er als Violinlehrer am Konservatorium zu München angestellt, folgte aber 1860 dem Ruf als Konzertmeister nach Dresden und wirkt seitdem zugleich als Violinlehrer am dortigen (Pudorschen) Konservatorium.
3Lavigne (spr. lawinj'), Antoine Joseph, berühmter Oboebläser, geb. 23. März 1816 zu Besançon, Schüler des Pariser Konservatoriums, lebt seit 1841 in England, wo er zuerst im Orchester der Drurylane-Promenadenkonzerte wirkte, später aber in Halle's vorzügliches Orchester in Manchester eintrat. L. hat das Böhmische Ringklappensystem teilweise auf die Oboe übertragen.
5Lavoix (spr. lawod), Henri Marie François, geb. 26. April 1846 zu Paris, Sohn des gleichnamigen Konservators des Münzkabinetts der Pariser Nationalbibliothek, besuchte die Pariser Universität und promovierte zum Doktorlaureus, war daneben Schüler von Henri Cohen in Harmonie und Kontrapunkt und bekleidet seit 1865 eine Stellung als Bibliothekar an der Nationalbibliothek. L. hat sich durch mehrere geistvolle Monographien verdient gemacht: »Les traducteurs de Shakespeare en musique« (1869); »La musique dans la nature« (1873); »La musique dans l'imagerie du moyen-âge« (1875); »Histoire de l'instrumentation« (1878, von der Akademie 1875 ausgezeichnet); »Les principes et l'histoire du chant« (mit Th. Lemaire); »La musique au siècle de saint Louis«. Außerdem ist L. musikalischer Feuilletonist des »Globe« und einer der thätigsten Mitarbeiter der »Revue et Gazette musicale« und anderer Musikzeitungen. Vgl. Lemaire 2). one of two readings
6Lavoix (spr. lawod), Henri Marie François, geb. 26. April 1846 zu Paris, Sohn des gleichnamigen Konservators des Münzkabinetts der Pariser Nationalbibliothek, besuchte die Pariser Universität und promovierte zum Doktor, war daneben Schüler von Henri Cohen in Harmonie und Kontrapunkt und bekleidet seit 1865 eine Stellung als Bibliothekar an der Nationalbibliothek. L. hat sich durch mehrere geistvolle Monographien verdient gemacht: »Les traducteurs de Shakespeare en musique« (1869); »La musique dans la nature« (1873); »La musique dans l'imagerie du moyen-âge« (1875); »Histoire de l'instrumentation« (1878, von der Akademie 1875 ausgezeichnet); »Les principes et l'histoire du chant« (mit Th. Lemaire); »La musique au siècle de saint Louis«. Außerdem ist L. musikalischer Feuilletonist des »Globe« und einer der thätigsten Mitarbeiter der »Revue et Gazette musicale« und anderer Musikzeitungen. Vgl. Lemaire 2). one of two readings
8Lawes (spr. lahs), 1) William, Schüler von Coperario, Chorsänger an der Kathedrale zu Chichester, 1603 Mitglied der Chapel Royal zu London und später auch Kammermusiker König Karls I., fiel im Bürgerkrieg als Soldat der Royalistenarmee während der Belagerung von Chester 1645. Anthems und andre kirchliche und weltliche Gesänge von ihm finden sich in Boyces »Cathedral music« und andern englischen Sammelwerken der Zeit (»Catch that catch can«, 1652; »Select musical ayres and dialogues«, 1653, 1659; »The treasury of music«, 1669, u. a.). — 2) Henry, Bruder des vorigen, geboren Ende Dezember 1595, gest. 21. Okt. 1662 in London; war ebenfalls Schüler von Coperario, trat 1625 in die Chapel Royal ein, erhielt auch Anstellung bei Hof und war, wie sein Bruder, ein guter Royalist; der Fall Karls I. kostete ihm zwar nicht das Leben, aber seine Stellung; 1660 wurde er unter Karl II. wieder angestellt. Henry 2. war der bedeutendere der beiden Brüder. Er schrieb Musiken zu Masques und gab heraus: »A paraphrase upon the psalms of David« (1637); »Choice psalms put into musick for three voices« (1648, in Gemeinschaft mit William 2.); »Ayres and dialogues« (1 — 3stimmig; 1653, 1655, 1658, 3 Bücher). Andres findet sich in den obenerwähnten Sammelwerken.
10Lawrowskaja, Elisabeth Andrejewna, russ. Sängerin, geb. 12. Okt. 1845 zu Kaschin (Gouvernement Twer), Schülerin von Fenzi am Elisabethinstitut, später am Petersburger Konservatorium von Frau Nissen-Saloman, debütierte 1867 als Orpheus (Gluck) und wurde, nachdem sie noch auf Kosten der Großfürstin Helene im Ausland (London, Paris) ihre Studien fortgesetzt, an der kaiserlichen Oper in Petersburg engagiert. Bekannte Differenzen mit der Direktion führten sie nach vierjähriger Bühnenwirkksamkeit zuerst zu einer Gastspielturnee in den bedeutendsten europäischen Städten und dann in den Konzertsaal. Erst seit 1878 gehört sie wieder der Bühne an und ist eine der Hauptzierden der Petersburger Oper (als Bania in Gluck's »Leben für den Zaren«, als Ratmir in desselben »Ruslan und Ludmilla«, als Prinzessin in Darjomizskis »Russalka«, als Grania in Serows »Wrazyia Sila« u. c.). Frau L. ist verheiratet mit einem Fürsten Jeretelew.
12Layolle (Layole, dell' Aiolle, Ajolla), François, Komponist des 16. Jahrh. zu Florenz, von Geburt wahrscheinlich Franzose, komponierte Motet-
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