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Scan 556

Musik-Lexikon, 1884

17 lines. Read by computer on 14 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1Kummer — Kunzen.
355), 3 Duos mit Violine (Op. 57, mit R. Wüerst), 1 Andante mit Violine oder Klarinette (Op. 70), 1 Trio (Op. 77) und einige Lieder (Op. 1 u. 10). — 2) Adolf, geb. 23. Febr. 1823 zu Meseritz, gest. 25. Dez. 1862 in Berlin; Bruder des vorigen, besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, studierte daselbst Philosophie und promovierte zum Dr. phil., widmete sich aber dann ganz der Musik (Agthe und Marr waren seine Lehrer gewesen), war Mitarbeiter der Berliner Musikzeitungen und erteilte Unterricht an der Akademie seines Bruders. Außer verschiedenen Klavierwerken und Liedern veröffentlichte er die Schriften: »Das Musikalisch-Schöne« (1858) und »Ästhetik des Klavierspiels« (1861; 2. Aufl. von H. Bischoff, 1876; ein treffliches Buch).
5Kummer, 1) Kaspar, geb. 10. Dez. 1795 zu Erlau bei Schleusingen, Flötenvirtuose, seit 1813 in der Hofkapelle zu Coburg angestellt, gest. 21. Mai 1870; gab zahlreiche Werke für Flöte heraus (Konzerte, Quartette und Quintette mit Streichinstrumenten, Duos, Phantasien, Variationen &c. und eine Flötenschule). — 2) Friedrich August, geb. 5. Aug. 1797 zu Meiningen, gest. 22. Mai 1879 in Dresden; Sohn eines Oboebläser in der Meiningen Hofkapelle, der bald in gleicher Stellung nach Dresden berufen wurde. Der junge K. bildete sich unter Dozauer zum Cellisten aus, wurde aber, da keine Cellistenstelle frei war, zuerst 1814 als Oboist angestellt und erst 1817 als Cellist. Bald wurde K. bekannt als einer der besten Vertreter seines Instruments, sowohl als Solo- wie als Quartett- und Orchesterspieler, besonders aber auch als Lehrer (Cotzmann, J. Goltermann u. a. sind seine Schüler). 1864 feierte er sein 50jähriges Jubiläum als Mitglied der Dresdener Kapelle und trat in den Ruhestand, blieb aber noch Lehrer am Konservatorium. Seine veröffentlichten Kompositionen sind: Konzerte, Variationen, Divertissements und andre Stücke für Violoncello, eine Violoncelloschule und viele Schauspielmusiken. Wie sein Vater und dessen Brüder, wurden auch seine Söhne und Enkel tüchtige Musiker; hervorzuheben ist sein Enkel Alexander K., geb. 10. Juni 1850, ein vor trefflicher Violinist, Schüler des Leipziger Konservatoriums, seit einigen Jahren in England lebend. one of two readings
6Kummer, 1) Kaspar, geb. 10. Dez. 1795 zu Erlau bei Schleusingen, Flötenvirtuose, seit 1813 in der Hofkapelle zu Coburg angestellt, gest. 21. Mai 1870; gab zahlreiche Werke für Flöte heraus (Konzerte, Quartette und Quintette mit Streichinstrumenten, Duos, Phantasien, Variationen &c. und eine Flötenschule). — 2) Friedrich August, geb. 5. Aug. 1797 zu Meiningen, gest. 22. Mai 1879 in Dresden; Sohn eines Oboebläser in der Meiningen Hofkapelle, der bald in gleicher Stellung nach Dresden berufen wurde. Der junge K. bildete sich unter Dözauer zum Cellisten aus, wurde aber, da keine Cellistenstelle frei war, zuerst 1814 als Oboist angestellt und erst 1817 als Cellist. Bald wurde K. bekannt als einer der besten Vertreter seines Instruments, sowohl als Solo- wie als Quartett- und Orchesterspieler, besonders aber auch als Lehrer (Tozmann, J. Goltermann u. a. sind seine Schüler). 1864 feierte er sein 50jähriges Jubiläum als Mitglied der Dresdener Kapelle und trat in den Ruhestand, blieb aber noch Lehrer am Konservatorium. Seine veröffentlichten Kompositionen sind: Konzerte, Variationen, Divertissements und andre Stücke für Violoncello, eine Violoncelloschule und viele Schauspielmusiken. Wie sein Vater und dessen Brüder, wurden auch seine Söhne und Enkel tüchtige Musiker; hervorzuheben ist sein Enkel Alexander K., geb. 10. Juni 1850, ein vor trefflicher Violinist, Schüler des Leipziger Konservatoriums, seit einigen Jahren in England lebend. one of two readings
8Kunkel, Franz Joseph, geb. 20. Aug. 1804 zu Dieburg in Hessen, gest. 31. Dez. 1880 zu Frankfurt a. M.; Rektor der Bürgerschule und Seminarmusiklehrer zu Bensheim, 1854 pensioniert, komponierte kirchliche Gesangswerke, Orgelstücke, ein Choralsbuch und schrieb: »Kleine Musiklehre«; »Die Verurteilung der Konservatorien zu Pflanzschulen des musikalischen Proletariats« (1855); »Kritische Beleuchtung des R. F. Weitzmannschen HarmonieSystems« und das Schriftchen »Die neue Harmonielehre im Streit mit der alten« (1863).
10Kunstfeier, s. Stadtfeier.
12Kunze, Karl, geb. 17. März 1817 zu Trier, Schüler des Königlichen Instituts für Kirchenmusik in Berlin (A. W. Bach, Marx, Rungenhagen), Organist zu Pritzwalk, 1852 zum königlichen Musikdirektor ernannt, 1858 Organist in Aschersleben, 1873 Seminarmusiklehrer zu Delitzsch, hat sich einen Namen gemacht durch die Komposition humoristischer und komischer Männerquartette, Lieder, Duette, Terzette &c.
14Kunz, Konrad Marx, geb. 30. Dez. 1812 zu Schwandorf (bayr. Oberpfalz), gest. 3. Aug. 1875 in München; begann zu München das Studium der Medizin, erhielt sich aber durch Musikunterricht und ging schließlich ganz zur Musik über, dirigierte die Münchener Liedertafel und wurde 1845 Chorbereiter der Hofoper in München. K. ist der Komponist einer großen Zahl außerordentlich beliebter Quartette (»Elslein«, »Odin, der Schlachtengott« &c.). Auch schrieb er die satirische Broschüre »Die Gründung der Moosgau-Bruderschaft Moosgrillia«.
16Kunzen, 1) Johann Paul, geb. 30. Aug. 1696 zu Leipzig in Sachsen, gest. 1770 als Organist zu Elbed; war 1718 Kapellmeister in Zerbst, 1719 Konzertdirektor zu Wittenberg und lebte später in Hamburg. K. wird von Mattheson als einer der besten Komponisten seiner Zeit

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