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Scan 92
Musik-Lexikon, 1887
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1als die Klarinetten (vgl. d.); sein Umfang ist von (groß) F bis (dreigestrichen) c" (gezeichnet: c—g"). Das B. wurde je einer erheblichen Länge wegen getrummt oder geteilt gebaut; gewöhnlich ist die eigentliche Schallröhre gerade, aber das Rundstück im flachen Winkel angesetzt und der kleine messingene Schalltrichter am Ende nach der entgegengesetzten Seite hin abgebogen. Mozart hat in seinem Requiem zwei Bassethörner angewandt, auch im "Titus". Soli für das Instrument geschrieben; noch Mendelssohn schrieb zwei Konzertstücke für Klarinette und B. Die Klangfarbe ist, wie bei der Bassklarinette, besonders in tieferer Lage düster, aber weich.
3Bassevi, s. Cervetto.
5Basshorn, ein dem Bassettthorn ähnliches Holzblasinstrument mit Blechstürze, das aber vier Oktaven Umfang hatte, vom (großen) C bis zum (dreigestrichenen) c"; die schwere Ansprache und der dumpfe Klang haben eine weitere Verbreitung des Instruments verhindert. Es ist nur durch einige Jahrzehnte zu Anfang unseres Jahrhunderts gebaut worden.
7Bassi, Luigi, geb. 1768 zu Pesaro, gest. 1825 in Dresden; vorzüglicher Baritonist, 1784—1806 zu Prag, dann zufolge der Kriegsereignisse ohne Engagement zu Wien lebend, 1814 wieder in Prag (unter Beber), sodann Operndirektor in Dresden. Mozart schrieb den "Don Juan" für B.
9Basstron (spr. basströng), Philippe, niederländ. Komponist des 16. Jahrh., von welchem Petruci einige Messen ("Missae diversorum", 1508) gedruckt hat.
11Bassklarinette, s. Klarinette.
13Basslaute, die gewöhnliche Bassführung beim Ganzschluß (clausula finalis), d. h. eine Quinte abwärts oder eine Quarte aufwärts von Dominante zu Tonika.
15Basslaute, eine größere Art Laute (s. d.).
17Basso (ital.), s. Bass.
18Basspommer, s. Bomhart und Jagott.
19Bassposaune, s. Posaune.
20Bassschlüssel heißt der F-Schlüssel auf der zweiten Linie. In früheren Jahrhunderten kamen auch der G-Schlüssel und F-Schlüssel, wie heute noch der C-Schlüssel, auf verschiedenen Linien vor:
22Baritonschlüssel Subbassschlüssel
23Vgl. F und Schlüssel.
25Bastardella, s. Aguari.
26Bastiaans, J. G., geb. 1812 zu Wilp, (Geldern), gest. 16. Febr. 1876 in Haarlem; Schüler von F. Schneider in Dessau und Mendelssohn in Leipzig, ließ sich in Amsterdam nieder, wo er Organist der Zuiderkerk und Lehrer des Orgelspiels am Blindeninstitut wurde. 1868 ward er Organist der berühmten großen Orgel der St. Bavonskirche zu Haarlem, hochgeachtet als Orgelspieler und Lehrer. B. hat einige Lieder und ein Choralbuch herausgegeben.
28Baston (spr. bahtöng), Josquin, niederländ. Komponist um 1556, dessen Chansons und Motetten in mehreren 1542—61 zu Antwerpen, Löwen und Augsburg gedruckten Sammelwerken zu finden sind.
30Bates (spr. behts), Joah, ein sehr verdienstlicher Musikfreund, geb. 1740 zu Halifax, gest. 8. Juni 1799 als Direktor des Greenwichhospitals in London, war selbst musikalisch gründlich gebildet (komponierte die Oper "Pharnaces", Operetten, Klaviersonaten u. c.). Er errichtete 1776 in Gemeinschaft mit andern "Amateurs" die Concerts of ancient music, wohl zu unterscheiden von der von Pepusch gegründeten Academy of ancient music, welche daneben bis 1792 bestand, während das erste Institut noch heute floriert. Auch die großen Musikkäste zu Ehren des Andentens von Händel (1784, 1785, 1786, 1787 und 1791) wurden durch ihn angeregt. Er selbst dirigierte sowohl diese als die Ancient concerts.
32Bateson (spr. beht'föön), Thomas, 1599 bis 1611 Organist zu Chester, später Bakkalaureus der Musik, Organist und Direktor des Knabenchores an der Kathedrale zu Dublin. Zwei Bücher Madrigale von ihm sind erhalten.
34Bathyphon (griech., "Tiefstöner") hieß ein 1829 von Skorra in Berlin konstruiertes Holzblasinstrument in Kontrabasstonlage (vom [Kontra-] D bis zum [kleinen] b),
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