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Scan 93
Musik-Lexikon, 1887
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1das dem Bassetthorn und Basshorn nicht unähnlich gewesen zu sein scheint; aber nur vorübergehend bei Militärmusiken Eingang gefunden hat.
3Batistin, s. Strud.
4Bâton (franz., spr. batông), 1) s. v. w.
6Pausenstrich
8Pausen von mehr als 2—3 Takten werden bekanntlich jetzt nur noch durch Zahlen angegeben. Bgl. Pausen. — 2) B. de mesure, Taktstock.
10Baton (spr. batông), Henri, Virtuose auf der Musette (Sackpfeife), während sein Bruder Charles (B. le jeune) Meister auf der Vielle (Drehleier) war; der letztere hat Kompositionen für Vielle und Musette geschrieben, auch ein »Mémoire sur la vielle en D la re« im »Mercure« von 1757 veröffentlicht.
12Batta, 1) Pierre, geb. 8. Aug. 1795 zu Maastricht, gest. 20. Nov. 1876 zu Brüssel, war Lehrer des Violoncellos am Brüsseler Konservatorium. Seine Söhne sind: — 2) Alexandre, geb. 9. Juli 1816 zu Maastricht, zuerst Schüler seines Vaters, dann Schüler von Blatel am Brüsseler Konservatorium, 1834 mit Demund durch den ersten Preis für Cellospiel ausgezeichnet, hat sich in der Folge auch im Ausland, besonders in Paris, wo er sich dauernd niederließ, Anerkennung verschafft. Sein Spiel ist auf den Effekt berechnet und entbehrt der höheren Weihe. Er hat Romanzen für Cello, Phantasien, Variationen etc. herausgegeben. — 3) Jean Laurent, geb. 30. Dez. 1817 zu Maastricht, tüchtiger Pianist; lebte zu Paris, später (1848) als Musiklehrer zu Nancy, wo er im Dezember 1879 starb. — 4) Joseph, geb. 24. April 1820 zu Maastricht, Violinist und Komponist; erhielt 1845 den großen Kompositionsspreis zu Brüssel und lebt seit 1846 als Violinist der Romischen Oper zu Paris.
14Battaille (spr. battâji), Charles Amable, ausgezeichneter Sänger (Baß), geb. 30. Sept 1822 zu Nantes, gest. 2. Mai 1872; ursprünglich Mediziner, 1848—57 an der Romischen Oper zu Paris, seitdem eines Halsleidens wegen von der Bühne zurückgetreten, trat nur 1860 vorübergehend noch einmal im Théâtre Lyrique und der Romischen Oper auf, war seit 1851 Professor des Gesangs am Konservatorium. Er veröffentlichte eine große Gesangschule, deren erster Teil umfängliche physiologische Untersuchungen enthält.
16Battanchon, Félix, geb. 9. April 1814, ausgezeichneter Cellist und bemerkenswerter Komponist für sein Instrument, Schüler von Baslin und Norblin am Konservatorium, seit 1840 im Orchester der Großen Oper. 1846—47 versuchte B. Propaganda für eine Art kleineren Violoncellos, die er Baryton nannte, zu machen, vermochte aber nur flüchtiges Interesse zu erwecken.
18Battement (franz., spr. batt'mâng), eine selbstamer Weise veraltete Verzierung, der Triller mit der kleinen Untersekunde (anfangend mit letzterer). Ein Zeichen für das B. gab es nie, dasselbe wurde immer durch kleine Noten angedeutet:
20Kleinere Notenwerte werden durch das B. vollständig aufgelöst. Es ist kein Grund vorhanden, diese dem Triller mit der Untersekunde völlig ebenbürtige Verzierung ganz in Vergessenheit geraten zu lassen; der Herausgeber d. B. hat bereits in seiner Klavierschule vorgeschlagen, sie mit bat… zu bezeichnen, auch hat er sie in seinem Quartett Op. 46 ausgedehnter verwertet.
22Batten (spr. bätt'n), Adrian, 1614 Choralvitar der Westminsterabtei, 1624 in gleicher Eigenschaft und als Organist an der Paulskirche zu London, hat vor treffliche Anthems komponiert, die noch gesungen werden, ferner eine Morgen- und Abendandacht und Kommunion etc. Einiges ist in englischen Sammelwerken (Barnard, Boyce) gedruckt.
24Batterie (franz.), französische, zum allgemeinen Gebrauch zu empfehlende Bezeichnung für allerlei Figurationen mittels Zerlegung von Akkorden wie:
26Nach Rousseau (Dict. de mus.) dadurch
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