Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 484

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

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1älteren Violinen werden auf 1000—1200 Rubel geschätzt. Er wurde übrigens nachmals vom Grafen Dimitri Nik. Sëremetev freigelassen und starb 1841. M-s.
3Batta, Alexander, wurde als der Sohn eines Musiklehrers am 9. Juli 1816 zu Mastricht geboren. Seinen ersten Unterricht erhielt er auf der Violine, erweckte aber weder durch Fleiss, noch durch Fortschritte bedeutende musikalische Hoffnungen. Erst als sein Vater als Lehrer an das Conservatorium nach Brüssel berufen worden war und B. den Violoncellisten Platel dort gehört hatte, erwachte mit der Liebe zur Musik auch die zum Violoncell. Er trat in das Conservatorium und wurde einer der eifrigsten und besten Schüler Platel’s, sodass er 1835, mit dem ersten Preise gekrönt, die Anstalt verlassen durfte. Er wandte sich nach Paris und wurde bald der Löwe des Tages, weniger durch die Bravour seines Spieles, die noch mancherlei zu wünschen übrig liess, als durch seinen seelenvollen Vortrag. Von Paris aus machte er zahlreiche erfolggekrönte Kunstreisen durch den grössten Theil Europas. Er schrieb eine grosse Reihe von Fantasien, Variationen, Salonstücken u. s. w. für das Violoncell, deren Gehalt aber nur leicht wiegt. Werthvoller sind seine Uebertragungen Schubert’scher Lieder, die er unnachahmlich schön vortrug. — Zwei seiner Brüder haben sich als Tonkünstler gleichfalls einen Namen gemacht, nämlich Laurent B., geboren 30. Decbr. 1817 zu Mastricht, Pianist und Schüler des Brüsseler Conservatoriums, wo er 1836 den ersten Preis erhielt. Auch er ging nach Paris und war der Begleiter seines Bruders Alexander auf verschiedenen Kunstreisen. Seit 1848 lebt er in Nancy als Musiklehrer. — Joseph B., der jüngste der Brüder, geboren 24. April 1820 zu Mastricht, bildete sich auf dem Brüsseler Conservatorium zum tüchtigen Violinisten aus. Als solcher erhielt er 1846 eine Anstellung im Orchester der Opéra comique zu Paris. Als Tonsetzer soll er den Vorhergehenden weit überlegen sein; seine Compositionen grossen Styls, als Cantaten, Orchesterwerke u. s. w., sind jedoch nicht im Druck erschienen.
5Battalos, ein berühmter altgriechischer Flötenspieler aus Ephesus, welcher um 408 v. Chr. lebte. Er war im Spiel ein Hauptvertreter des gefühlten Tones, und seine Weichheit oder vielmehr Weichlichkeit wurden sprüchwörtlich.
7Battanchon, Felix, ausgezeichneter französischer Violoncellist, wurde 9. April 1814 zu Paris geboren und auf dem dortigen Conservatorium unter Vaslin und Norblin gebildet. Seit 1840 ist er Mitglied des Orchesters der Grossen Oper in Paris und tritt noch immer mit dem grössten Beifall in Conzerten auf. Er hat mehrere Compositionen für sein Instrument veröffentlicht, von denen namentlich seine 24 Etüden Op. 4 sehr schätzenswerth sind.
9Battement (franz., ital.: battimento) ist eine alte, dem wiederholten trillerartigen Mordent ähnliche Verzierungsmanier, nur darin von ihm unterschieden, dass seine Hilfsnote nicht, wie bei dem eigentlichen Mordent (s. d.), auf die Hauptnote folgt (vgl. a), sondern ihr auf der nächst tieferen Stufe vorangeht (vgl. b). Ein besonderes Zeichen für den B. gab es nicht, weshalb er mit kleineren Noten ausgeschrieben werden musste.
11a. b.
13Der B. findet sich häufig in der alten Kirchenmusik, eben so in alten Tonstücken für Violine, Flöte und Oboe.
15Batten, Adrian, englischer Kirchencomponist, dessen Blütthezeit zwischen die J. 1640 bis 1680 fällt. Er war Organist an der Paulskirche zu London.
17Bättenhausen, Wilhelm, geboren 1824 zu Kassel, war im Violinspiel ein Schüler Ludw. Spohr’s, warf sich jedoch später fast ausschliesslich auf das Pianofortespiel. Im J. 1852 siedelte er nach Newyork über und lebt daselbst als ein geschätzter und sehr gesuchter Musiklehrer. Von ihm erschien eine Reihe Pianofortecompositionen, welche jedoch überwiegend der flacheren Salongattung angehören.
19Batterle (franz.), eine Setzmanier, welche aus einer Brechung der Accorde in verschiedenen Figuren besteht, dergestalt, dass man den Intervallen derselben auch

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