Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 485

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

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1einen oder mehrere Nebentöne untermischt. Letzteres Moment unterscheidet die B. von dem Arpeggio (s. d.), z. B.:
3Batteux, Charles, berühmter französischer Aesthetiker, geboren 7. Mai 1713 zu Allend’huy bei Rheims und gestorben 14. Juli 1780 in Paris als Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften. In seinem Werke »Traité des beaux-arts, reduits à un même principe« (Paris, 1746; deutsch von A. Schlegel, Leipz., 1751, 3. Aufl. 1769—70), das er später zum »Cours de belles lettres« erweiterte (Paris, 1765, 5 Bde.; deutsch von Ramler, Leipz., 1753, 4 Bde.), stellte er als Grundprinzip, auf welches er die ganze Aesthetik zurückführte, auf, die Kunst müsse eine Nachahmung der schönen Natur sein. Er war also ein Vertheidiger der Tonmalerei und fand darin viele Anhänger und Vertheidiger, obwohl er damit Theorien auf eine Kunst überführen wollte, von der er nicht einmal Etwas verstand. In Bezug auf Musik sind sie denn auch längst gerichtet.
5Battiferri, Luigi, italienischer Componist zu Anfang des 17. Jahrhunderts, war Kapellmeister an der Kirche St. Angelo in Vado. Von den ihm zugeschriebenen zahlreichen Kirchenstücken hat sich noch Nichts wieder auftinden lassen.
7Battiferro, Luigi, geboren zu Urbino am Ende des 17. Jahrhunderts, war Kapellmeister in Ferrara und hat auch einige Compositionen veröffentlicht.
9Battimento (ital.), s. Battement.
11Battishill, Jonathan, geboren im J. 1738 in London, trat als Chorknabe in die Paulskirche, wo er ein Schüler Savage’s war, und wurde später Cembalist am Coventgarden-Theater und Organist an mehreren Kirchen Londons, überall wegen seiner Tüchtigkeit geschätzt. Auch als Componist zeichnete er sich aus, wie seine geistlichen Musiken und die damals sehr beliebten Opern »Alcmena« und »The rites of Hecate« beweisen. Er war der Gatte der berühmten Sängerin Davis, welche 1775 starb, in Folge dessen er sich einem liederlichen Lebenswandel ergab, der schliesslich auch am 10. Decbr. 1801 zu Islington seinen Tod herbeiführte.
13Battisson, Thomas, Baccalaureus der Musik und ein als gediegener Gesangscomponist geschätzter Tonsetzer. Er war um 1600 Organist an der Stiftskirche zu Chester und 1617 an der Dreifaltigkeitskirche zu Dublin.
15Battista, Vincenzo, ein italienischer Operncomponist der Gegenwart, welcher in Neapel geboren und ausgebildet wurde. Im J. 1843 brachte er seine erste Oper »Anna la Prie« auf die Bühne, welche aber weder gefiel, noch sich halten konnte. Mit gleichem zweifelhaften Erfolge schlossen sich an: »Margherita d’Aragon«, »Rosvina«, »Emo«, »Irene«, »Il corsaro della Guadelupa« und »Ermelinda«. Auch seine 1869 in Neapel aufgeführte neueste Oper »Alba d’Ora« errang nur einen theilweisen Beifall und ist bereits wieder verschwunden. B. besitzt wohl genügende technische Fertigkeit, aber keine Originalität der Erfindung.
17Battistini, Giacomo, irrthümlicher Weise auch Battistine geschrieben, ein italienischer Kirchencomponist um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts. Er war Kapellmeister an der Kathedrale zu Novara und hat Motetti sacri (1698) und Armonie sacre (1700) veröffentlicht; letztere sind zwölf lateinische Stücke für eine, zwei und drei Gesangsstimmen, mit oder ohne Begleitung von Violinen. B. gilt übrigens auch für den Ersten, welcher das Violoncell in das Orchester eingeführt hat.
19Batton, Désiré Alexandre, geboren 2. Jan. 1797 in Paris, machte von 1806 bis 1818 seine Studien auf dem Conservatorium in Paris und war im Contrapunkt und in der Composition ein Schüler Cherubini’s. Für seine Cantate »La mort d’Adonis« erhielt er den sogenannten Römerpreis, welcher ihn auf Staatskosten zum Weiterstudium einige Jahre in das Ausland führte. B. versuchte sich seit 1818 in der Operncomposition, aber ohne irgend welche Erfolge, da er das Unglück hatte, sein grosses Talent mit schwachen, ungenügenden Textbüchern zu verbinden. So erschienen aus seiner Feder nach einander: »La fenêtre secrète«, »Ethelwina«, »Le

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