Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1girte er als dessen Kapellmeister in Lissabon. Die Bibliothek in Lissabon bewahrt von seiner Composition handschriftlich auf Messen, Motetten, Psalme und andere Kirchenstücke. — Gaspar da C., Canonicus des Augustiner-Ordens zu Coimbra, ist Verfasser der Tractate: »Arte de canto chão recapilado de varios authores« und »Arte de canto chão«, die sich als Manuscripte, laut Machado, »Bibl. Lusit.« Vol. II, S. 348, im Besitz des Spaniers Francisco de Valladolid befunden haben sollen. — João Chrysostomo da C., portugiesischer Dominicaner-Mönch, geboren 1707 zu Villafranca de Xira, hat 1743 ein musikalisches Elementarwerk zu Lissabon veröffentlicht, dessen langen Titel Machado mittheilt.
3Csardas (spr. Tschardasch) ist der Name eines ungarischen Nationaltanzes neueren Ursprunges, der noch keine fest abgeschlossene Form aufweist. Man kann denselben fast als das sich noch entwickelnde Product zweier Nationalitäten ansehen: der Magyaren und Zigeuner. Bei der Ausführung des C. schwelgt der Magyar sinnlich und geistig berauscht in diesem nationalen Feuertanze, der in seinen Einzeltheilen der phantastischesten Gliederbewegung freien Spielraum gestattet, und desshalb noch heute in jedem Comitate anders getanzt wird. Denselben beschreiben, mit nüchternen Sinnen tanzen oder kalten Augen zuschauen, ist fast eine Unmöglichkeit. Die Musik, meist nur von Zigeunern erfunden und dargestellt, offenbart originelle Melodiebildungen und seltsame Harmoniefolgen neben oft sehr scharf ausgeprägtem Rhythmus. Kein Musiker vermag in die Melodie des C. so fühlend einzugehen, wie der Zigeuner; das Schwinden und Nachlassen in der Bewegung, das Zu- und Abnehmen der gefühlten Tongänge, so wie die plötzlich einbrechenden scharfen Zeitschläge vermögen nur jene braunen Bewohner der Puszta dem Tänzer ganz zu Dank zu geben. Was nun die Form der Musik anbetrifft, so ist diese eben so wandelbar in Vielem wie die praktische Darstellung. Bei allen Tänzen dieses Namens findet man übereinstimmend, dass sie im 2/4-Tact geschrieben werden und sich fast nur in Dur-Tonarten bewegen. Verschieden ist jedoch die Zahl der Theile. Nach dem Haupttheil, der aus zwei Abschnitten von gewöhnlich acht oder zwölf Tacten besteht, die wiederholt werden, folgen ein oder mehrere, zuweilen selbst vier, dem Trio entsprechende Abtheilungen, Friss genannt. Diese, in Tact- und Tonart gewöhnlich dem Haupttheil gleich, bestehen wieder jede aus zwei Theilen, die zweimal, auch wohl öfter gespielt werden. Nur verfeinerte, für den Salon componirte C. haben eine Coda. Die Aufnahme dieser Tanzform in die reine Instrumentalmusik hat, ihrer eben noch nicht festgestellten Form wegen, bisher nicht stattgefunden, da man nur abgeschlossene Rundtänze dazu ausersah, und dieselben durch Zu- und Abnehmen im Tact der praktischen Anwendung entfremdete. Die Unbestimmtheit der Form des C. aber, die bei den heutigen Bestrebungen in dem Bereiche der instrumentalen Tonschöpfungen die viel gepflegte Biegsamkeit der Bewegung als Eigenthümlichkeit hat, scheint für Tondichter eine zur Beachtung empfehlungswerthe zu sein, die möglicher Weise interessanten Neuschöpfungen als Basis dienen könnte. C. B.
5C. s., Abkürzung für colla sinistra (sc. mano), d. i. mit der Linken (Hand), eine auf die richtige Wahl der spielenden Hand bezügliche Vorschrift.
7C-Schlüssel, das Schlüsselzeichen des eingestrichenen c, durch dessen Stellung auf dem Liniensystem angezeigt wird, auf welche Linie das eingestrichene c zu stehen kommen soll. In älteren kunstgeschichtlichen Perioden bediente man sich des C-Schl.s je nach höherer oder tieferer Lage des Gesanges auf allen fünf Linien; gegenwärtig kommt er ausschliesslich nur noch auf der 1., 3. und 4. Linie vor (s. auch Notenschrift und Schlüssel).
9Cubelius, August Ferdinand, Violoncellist der königl. Kapelle zu Berlin, geboren daselbst im Januar 1798. Er liess sich 1813 bereits als Flötist hören, cultivirte aber später das Violoncell und wurde auf Zelter's Empfehlung hin am 1. Mai 1816 Mitglied der königl. Kapelle.
11Cuculus (lat.), der Kuckuck, ist eine zu Ende des Mittelalters den Orgeln oft zugefügte Einrichtung, die den Schrei des Kuckucks nachahmte. Dem Zeitbestreben: der Orgel so viel als möglich alle den Geschöpfen eigenen melodischen Klänge zum Lobe des Allerhöchsten einzuverleiben, verdankt diese Einrichtung ihren Ursprung.

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