Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 89

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

11 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 83. See the scan on archive.org.

1in die er sein eminentes Wissen und seine reichen Erfahrungen in methodischer, vorzüglich geordneter Art niedergelegt hat.
3David, Giacomo, eigentlich Davide, einer der vorzüglichsten und berühmtesten italienischen Tenorsänger der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts, geboren um 1750 zu Presezzo bei Bergamo. Seine Stimme, mit der er Alles entzückte, hatte die trefflichste Schule durchgemacht, und auch er selbst hatte sich eine gründliche allgemeine Musikbildung angeeignet, wie er denn sogar bei Sala in Neapel Composition studirt hatte. In Mailand debütierte er, und bald war sein Name über Italien und weit in’s Ausland hinein ausgebreitet. Im Concert spirituel zu Paris sang er 1785 und versetzte die Franzosen in laute Bewunderung. Hierauf war er am Scalatheater in Mailand, in Bologna, Geuua und 1790 in Neapel engagirt und ging von dort aus 1791 nach London, wo man ihn feierte und bis 1796 festhielt. Noch 1802 sang er in Florenz und dachte, ungeschwächt wie er war, erst 1812 an seinen Rücktritt von der Bühne, worauf er sich nach Bergamo zurückzog, aber auch dort noch häufig beim Gottesdienste in der Kirche Santa Maria maggiore als Solist mitwirkte. Er soll sogar noch einmal im J. 1820 auf dem Theater zu Lodi aufgetreten sein. Gestorben ist er am 31. Decbr. 1830 zu Bergamo. Sein Sohn und Schüler, Giovanni D., geboren 1789 zu Bergamo, betrat 1810 zu Brescia die Bühne und war hierauf in Venedig, Neapel und Mailand engagirt, in welcher letzteren Stadt man ihn, seiner überladenen Manier wegen, gegen Crivelli zurücksetzte. Dagegen erregte er drei Jahre hinter einander, 1822, 1823 und 1824 während der italienischen Opernsaison in Wien das denkbar grösste Aufsehen, namentlich in Rossini’schen Parthien, die er reich mit Fiorituren umbrämt. Als er im J. 1829 in Paris sang, constatirte man bereits den Verfall seiner Stimme und bemängelte seine Art zu singen als bizarr und outrirt, während man auf der anderen Seite zugab, dass er auch einzelne hinreissende Momente habe. Mit den Resten seiner Stimme war er 1839 wieder in Wien, wo er kaum noch bestehen konnte und sang überhaupt bis 1841, wo er dieselbe ganz einbüsst. Er gründete hierauf eine Gesangschule in Neapel, die er aber wegen Mangels an Besuch ein gehen lassen musste, worauf er die Stelle als Regisseur bei der italienischen Oper in St. Petersburg annahm. Dort starb er im J. 1851.
5David, Louis, französischer Harfenist und Componist für sein Instrument, lebte um 1800 als Musiklehrer, namentlich für Harfe und für Gesang zu Genf und hat auch einige Compositionen für das genannte Instrument veröffentlicht.
7David, Louise, s. Dulcken.
9Davidoff, Karl, einer der vorzüglichsten Violoncello-Virtuosen der Gegenwart, geboren am 15. März 1838 zu Goldingen in Kurland, siedelte mit seinen Eltern in frühester Jugend nach Moskau über, wo er mit zwölf Jahren Unterricht auf dem Violoncello bei H. Schmitt, dem damaligen trefflichen ersten Violoncellisten des Moskauer Theater-Orchesters erhielt. D. trieb auch die Musik eifrig und gründlich fort, als er von 1854 bis 1858 die Moskauer Universität besuchte, um die mathematischen Wissenschaften zu studiren. Bereits war er Candidat dieses Faches geworden, als er 1858 den Gelehrten- mit dem Künstlerstand zu vertau schen beschloss und zunächst nach St. Petersburg ging, wo ihn Karl Schuberth bis zur höchsten Stufe der Virtuosität brachte, dann aber nach Leipzig, um bei Hauptmann die Composition zu studiren. In letzterer Stadt trat er am 15. Decbr. 1859 in einem der Gewandhausconcerte als Violoncellist auf, erregte einen fast beispiellosen Beifall und wurde in Folge dessen alsbald als erster Violoncellist des Orchesters für Gewandhaus und Theater und als Lehrer am dortigen Conservatorium (als Nachfolger Grützmacher’s) engagirt. Mit gleich ausgezeichnetem Erfolge liess er sich während dieser Zeit in den Hauptstädten Deutschlands und Hollands hören. In Russland säumte man unterdessen nicht, diese bedeutende künstlerische Kraft zurückzugewinnen, und nachdem er sich 1862 dem kaiserlichen Hofe in St. Petersburg vorgestellt hatte und zum Solovirtuosen des Kaisers ernannt worden war, wusste ihn die neubegründete russische Musikgesellschaft unter den vortheilhaftesten Bedingungen für ihr Orchester und für das Petersburger Conservatorium one of two readings
10Davidoff, Karl, einer der vorzüglichsten Violoncello-Virtuosen der Gegenwart, geboren am 15. März 1838 zu Goldingen in Kurland, siedelte mit seinen Eltern in frühester Jugend nach Moskau über, wo er mit zwölf Jahren Unterricht auf dem Violoncello bei H. Schmitt, dem damaligen trefflichen ersten Violoncellisten des Moskauer Theater-Orchesters erhielt. D. trieb auch die Musik eifrig und gründlich fort, als er von 1854 bis 1858 die Moskauer Universität besuchte, um die mathematischen Wissenschaften zu studiren. Bereits war er Candidat dieses Faches geworden, als er 1858 den Gelehrten- mit dem Künstlerstand zu vertau schen beschloss und zunächst nach St. Petersburg ging, wo ihn Karl Schubert bis zur höchsten Stufe der Virtuosität brachte, dann aber nach Leipzig, um bei Hauptmann die Composition zu studiren. In letzterer Stadt trat er am 15. Decbr. 1859 in einem der Gewandhausconcerte als Violoncellist auf, erregte einen fast beispiellosen Beifall und wurde in Folge dessen alsbald als erster Violoncellist des Orchesters für Gewandhaus und Theater und als Lehrer am dortigen Conservatorium (als Nachfolger Grützmacher’s) engagirt. Mit gleich ausgezeichnetem Erfolge liess er sich während dieser Zeit in den Hauptstädten Deutschlands und Hollands hören. In Russland säumte man unterdessen nicht, diese bedeutende künstlerische Kraft zurückzugewinnen, und nachdem er sich 1862 dem kaiserlichen Hofe in St. Petersburg vorgestellt hatte und zum Solovirtuosen des Kaisers ernannt worden war, wusste ihn die neubegründete russische Musikgesellschaft unter den vortheilhaftesten Bedingungen für ihr Orchester und für das Petersburger Conservatorium one of two readings

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.