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Scan 141
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874
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1achtenswerthes Instrument, das seine Töne einer ähnlichen Tonschwingungserzeugung zu danken habe, construirt hätte. Mehr die Sache selbst Betreffendes steht demnächst zu erwarten.
3Gaspard, Michel, ein holländischer Arzt, der seiner Kunst um die Mitte des 18. Jahrhunderts vermutlich zu Utrecht oblag, veröffentlichte ein lateinisches Werkchen über die Anwendung der Musik in der Heilkunst, welches den Titel führt »De arte medendi apud priscos musices, epistola ad Anton. Relhan« und 1783 zu London in zweiter vermehrter Auflage erschien.
5Gaspard de Salò, s. Gasparo da Salò.
7Gaspard, Mr., deutscher Clarinettvirtuose, der um 1775 Kammermusikus des Prinzen von Conti zu Paris war, ist der Componist von sechs Quartetten für Clarinette, Violine, Alt und Violoncello op. 1 (Paris, 1777).
9Gaspard, auch Gaspar geschrieben, ein gelehrter, aus Frankreich oder Belgien stammender Tonsetzer und um die Mitte des 15. Jahrhunderts geboren, wird als Componist zahlreicher Kirchengesänge aufgeführt.
11Gaspari, Gaëtano, ausgezeichneter italienischer Componist, Dirigent und Musikschriftsteller, geboren am 14. März 1807 zu Bologna, machte seine tonkünstlerischen Studien auf dem Liceo comunale seiner Vaterstadt, woselbst Donelli sein Hauptlehrer war. Von 1828 bis 1836 war G. Kapellmeister in Cento, hierauf in Imola und endlich Chordirector am Theater und Lehrer am Liceo in Bologna. Im J. 1856 wurde er auch noch Conservator der musikalischen Bibliothek letztgenannter Anstalt und ein Jahr später Kirchenkapellmeister an San Petronio zu Bologna. — Die wenigen seiner im Druck erschienenen Kirchencompositionen bekunden Gediegenheit und Sinn für Erhabenheit und einen würdigen Styl. Seiner ernsten und eingehenden Beschäftigung mit der Geschichte und Literatur seines Vaterlandes und seiner Vaterstadt entsprangen ebenso wichtige wie interessante Aufsätze und Abhandlungen, welche er meist in der Gazzetta musicale di Milano veröffentlichte und von denen der »über die Musik in Bologna« ganz besonders hervorgehoben zu werden verdient.
13Gasparini, einer der gewandtesten und geistreichsten französischen Feuilletonisten und Musikschriftsteller der neuesten Zeit, lebte als Theater- und Musikreferent zu Paris und suchte durch zahlreiche Artikel, wiewohl vergebens, den musikalisch-dramatischen Principien und den Werken Rich. Wagner’s die Bahn jenseits des Rheins zu ebnen. Mitten in dieser seiner Lebensaufgabe starb er 1869 zu Paris.
15Gasparini, Francesco, hervorragender italienischer Componist, geboren um 1665 zu Lucca, erhielt seine musikalische Ausbildung zu Rom bei Corelli und Bernardo Pasquini und wirkte hierauf als Lehrer am Conservatorio della pietà und Academico filarmonico zu Venedig. Im J. 1725 zum Kapellmeister der Kirche San Giovanni in Laterano zu Rom ernannt, musste er schon 1726 wegen seiner angegriffenen Gesundheit von diesem Amte zurücktreten und starb Ende März des Jahres 1727. Sein Nachfolger war der ihm schon früher beigesellte Girolamo Chiti. — Als Theoretiker und geschickter Componist war G. von seinen Zeitgenossen sehr hoch geschätzt, nicht minder als gediegener Lehrer; zu seinen Schülern zählt u. A. der venetianische Patricier Benedetto Marcello. Zwölf Kammercantaten seiner Composition erschienen 1697 zu Lucca, sechs andere befanden sich handschriftlich in der ehemaligen Breitkopf’schen Sammlung. Von 1703 an verlegte er sich auf die Composition von Opern, deren er nach und nach gegen dreissig schuf und von denen die meisten, so u. A. »L’Ajace«, »Tiberio« u. s. w. mit grossem Erfolge in Italien aufgeführt wurden. Nachhaltiger noch war sein Ruf als Verfasser einer vortrefflichen Accompagnements- oder Generalbassschule, betitelt: »L’armonico pratico al cembalo, ovvero regole, osservazioni ed avvertimenti per ben suonare il basso e accompagnare sopra il cembalo, spinetta ed organo« (Venedig, 1683). Weitere
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