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Scan 156
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874
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1Kapellmusik des Königs anstellte und später als ersten Tenor an sein eigenes Opernunternehmen zog. Nach Lully's Tode, im J. 1687, verliess auch G. das Theater wieder und sang nur noch am Hofe. Er wurde hierauf Kammerdiener der Dauphine und starb 1701 zu Versailles. — Sein Sohn, Jacques G., ebenfalls Tenorist und als solcher in der königl. Kapelle angestellt, wurde nachmals Kammerdiener der Herzogin von Bourgogne.
3Gayer, Johann Joseph Georg, tüchtiger deutscher Violinvirtuose und geschmackvoller Componist, geboren am 17. April 1748 zu Engelhaus in Böhmen, trieb als Knabe Gesang, Violin- und Clavierspiel, erlernte in benachbarten Städten Trompete und Horn und studirte endlich gründlich Generalbasslehre, so dass man ihn in seinem Geburtsorte als Organisten anstellte. Nach zwei Jahren gab er dieses Amt auf und studirte ein Jahr hindurch zu Prag bei Pichl das höhere Violinspiel und bei Loos die Composition. So vorbereitet, unternahm er eine sehr erfolgreiche Kunstreise, die ihn auch nach Darmstadt führte, wo er sich mehrere Monate durch den lehrreichen Umgang mit Enderle fesseln liess. Dort traf ihn 1774 ein Ruf als landgräfl. Concertmeister nach Homburg, dem er folgte. Er starb zu Homburg im J. 1811. Seine Compositionen, von denen nur wenige gedruckt sind, bestehen in einem Passionsoratorium »der Engel, Mensch und Feind«, in mehreren Messen und Motetten, 30 Sinfonien, 40 Violin-, 15 Horn-, drei Fagott- und je einem Oboe- und Flötencorner, 6 Doppelconcerten für zwei Clarinetten, vier Claviersonaten und einer Menge von Solis und kleineren Stücken für verschiedene Instrumente.
5Gayl, Johann Conrad, Musikalienhändler zu Frankfurt a. M., hatte Ende des 18. und Anfangs des 19. Jahrhunderts eine der grössten Niederlagen in ganz Deutschland, wie seine Kataloge aus den Jahren 1789, 1794, 1800 und 1803 beweisen. Diese Kataloge, welche oft sämmtliche Ausgaben eines Werkes aufweisen, sind wichtige Nachschlagebücher für die Musikliteratur jener Zeit geworden. one of two readings
6Gayl, Johann Conrad, Musikalienhändler zu Frankfurt a. M., hatte Ende des 18. und Anfangs des 19. Jahrhunderts eine der grössten Niederlagen in ganz Deutschland, wie seine Kataloge aus den Jahren 1789, 1794, 1800 und 1803 beweisen. Diese Kataloge, welche oft sämtliche Ausgaben eines Werkes aufweisen, sind wichtige Nachschlagebücher für die Musikliteratur jener Zeit geworden. one of two readings
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10Gazeschweller, s. Crescendozug.
11Gazon, Louise Rosalie du, s. Dugazon.
13Gazzaniga, Giuseppe, berühmter italienischer Opern- und Kirchencomponist, geboren im Oktober 1743 zu Verona, war für den geistlichen Stand bestimmt, folgte aber in seinem 17. Jahre, als sein Vater gestorben war, offen seiner Vorliebe für das Musikstudium. Er wurde Musikschüler Porpora's in Venedig, der ihn auch mit sich auf das Conservatorium San Onofrio nach Neapel nahm. Dort studirte G. bis 1767 und dann noch drei Jahre bei Piccini. Nach Venedig zurückgekehrt, schloss er 1770 Freundschaft mit Sacchini, der auch die Aufführung seiner Erstlingsoper »Il finto cieco« in Wien vermittelte. Von 1776 an bereiste G. die bedeutendsten Städte Italiens und componirte für dieselben bis 1791 27 ernste und komische Opern, so: »Circe«, »Didone«, »Idomeneo«, »Don Giovanni« u. s. w. Im letztgenannten Jahre wurde er Kapellmeister an der Kathedrale von Crema und schrieb seitdem fast nur noch für die Kirche. Sein Todesjahr ist unbekannt; im J. 1813 war er noch am Leben. — Seine Opern waren gefällig im Sinne seiner Zeit; eine selbstständigere und individuellere Bedeutung ist aus denselben nicht ersichtlich. Die königl. sächsische Bibliothek besitzt davon an Manuscript-Partituren: »L'isola d'Alcina«, »La locanda«, »La moglie capricciosa«, »La vendemmia«, »La contessa di nuova luna« und »Il calandrone«. Das zuletzt genannte dreiaktige Drama giocoso befindet sich auch unter den Manuscripten der k. k. Hofbibliothek zu Wien.
15Gazzotti, Lorenzo, italienischer Sänger aus Fano, war in den Jahren 1670 bis 1680 seiner Stimme und seiner Kunstfertigkeit wegen in Italien hoch anerkannt und gefeiert.
17G-dur (ital.: Sol maggiore, franz.: Sol majeur, engl.: G major), eine der am häufigsten angewandten von den abendländischen 24, oder genauer gesagt, 13 Durarten (s. d.), nennt man diejenige derselben, deren Grundklänge von dem G genannten Tone ab nach der Durregel (s. Durtonleiter) festgestellt
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