Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 177

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1874

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1er sich praktisch und theoretisch auf's Beste unterweisen liess. Selbstständig geworden, trat er mit Liedern, Kirchengesängen, Clavier- und Orgelstücken hervor und übernahm die Organistenstelle an der reformirten Kirche zu Lübeck, die er bis zu seinem Tode, am 24. April 1872, inne hatte.
3Geier, Martin, deutscher Musiker, geboren 1614 zu Leipzig, gestorben 1680 zu Freiberg, war ein Schüler von Heinrich Schütz in Dresden und hat über diesen seinen Lehrer interessante Aufschlüsse und Mittheilungen gegeben.
5Geige ist der Geschlechtsname aller derjenigen Saiteninstrumente, bei welchen der Spieler die Saiten als Klangerreger durch Anstreichen mit einem Bogen in Schwingungen versetzt, während er den gewünschten Tonhöhen entsprechende Theile von der Saite durch Aufsetzen der Finger abgrenzt. Die Benennung G. ist romanischen Ursprungs, von gigue (franz.) oder guigua (ital.), d. i. Schenkel abgeleitet und nicht vor 1200 im Mittelhochdeutschen an die Stelle des deutschen Namens Fiedel (s. d.) getreten. Die gegenwärtig allein noch bekannten von den in Art und Grösse sehr verschiedenen Geigen sind: 1) die Discantgeige oder Violine (ital.: Violino, franz.: Violon); 2) die Altgeige, Bratsche oder Armgeige (ital.: Viola alta oder Viola da braccia, franz.: Viole); 3) die Tenor- oder kleine Bassgeige (ital.: Violoncello); 4) die grosse Bassgeige, Contrabassgeige, Contrabass oder Contraviolon (ital.: Violone, franz.: Basse de Violon); 5) die älteren, gegenwärtig ausser Gebrauch gekommenen Arten: a) der Liebesgeige (ital.: Viola d’amore, franz.: Viole d’amour); b) der Kniegeige (ital.: Viola da gamba), des Vorläufers unseres Violoncellos; c) einige andere Arten der Viola, als: Viola bastarda (veraltete Gattung der Viola da gamba), ferner Viola di bordone (Baryton), dann Viola pomposa, endlich Viola da spalla (Schultergeige); 6) die Tromba marina oder der Trumbscheit und noch mehrere andere. Alle die zuletzt genannten Geigenarten sind, ihrer grösseren oder geringeren Unvollkommenheiten wegen und weil sie der modernen Technik nicht Genüge zu leisten vermochten, von den vier ersten völlig verdrängt, welcher Verlust, ausgenommen höchstens die Viola d’amore, kaum zu beklagen ist. — Allen Geigengattungen gemeinsame Theile sind folgende: die Saiten mit dem Saitenhalter, Hals, Griffbrett und Wirbelkasten; der Resonanzkörper (Decke, Boden und Zargen); der Steg, die Stimme und der Balken; der Bogen. Alle diese Gattungen sowohl, wie Instrumenttheile finden in den betreffenden Einzelartikeln Erledigung; über Bau, Technik, Umfang, Charakteristik u. s. w. unserer modernen Geigen insbesondere sehe man die Artikel Violine, Viola, Violoncello und Contrabass.
7Geigenbogen, s. Bogen.
8Geigenclavicymbel, s. Bogenclavier.
9Geigenclavier, dasselbe was Bogenclavier (s. d.).
10Geigenharz, s. Colophonium.
11Geigeninstrument, s. Geige und Streichinstrument.
12Geigenprincipal, nennt man ein selten vorkommendes, durch seinen schneidenden geigenartigen Klang sehr angenehmes 1,25- auch 2,5 metrig aus Zinn gefertigtes Orgelregister. Dasselbe, eine Flötenstimme (s. d.) ist enger mensurirt als das gewöhnliche Principal, hält im Klange ungefähr die Mitte zwischen diesem und der Gambe (s. d.), und wird meist im Manual gesetzt gefunden. In der Waltershausener Orgel steht ein G. 2,5 metrig im Prospekt des Oberwerks.
14Geigenregal ist ein Regal (s. d.) der Orgel, das, ein Rohrwerk (s. d.), in neuerer Zeit fast gar nicht mehr gebaut wird. Mehr berichtet W. Wolf- ram in seinem Werke über die Orgel (Gotha, 1815), Seite 181. Für diese Orgelstimme findet man auch die Namen Jungfernregal und Singendregal in Gebrauch.
16Geigenwerk, nürnberg’sches, s. Gambenwerk.

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