Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 203

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Im J. 1867 liess er sich in New-York nieder, folgte aber schon ein Jahr später einem Rufe an das Conservatorium in Philadelphia, an welchem er noch gegenwärtig als Lehrer seines Instruments erfolgreich thätig ist.
3Hennigk, Heinrich Julius, deutscher Componist und Musikschriftsteller, geboren 1786 zu Dresden, war bis zu seinem Tode Organist an der Johanniskirche daselbst und ist ausser mit Compositionen mit zwei musikhistorischen Büchern in die Oeffentlichkeit getreten.
5Henning, Christian, Cantor zu Neu-Ruppin, veröffentlichte von seiner Composition 1670 eine »Abendmusik für Discant und Bass«.
7Henning, Karl, begabter deutscher Tonkünstler und Verfasser instructiver Werke, geboren am 26. Febr. 1807 zu Halberstadt in dürftigen Verhältnissen, sah sich frühzeitig auf Erwerb durch die Musik angewiesen und erlernte in Folge dessen fast alle gangbaren Orchesterinstrumente, für die er ohne weitere Anleitung componirte, was gerade für seinen Bedarf nötig war. Mit 15 Jahren wurde er Bassethornbläser im Landwehrbataillon und später Trompeter im Kürassierregiment zu Halberstadt. Damals zeichnete er sich auch als Klappenhornist Aufsehen machend aus. Zum Stabstrompeter des achten Kürassierregiments ernannt, blieb er in dieser Stellung bis 1837, worauf er als Stadtmusikdirektor nach Zeitz ging, dort viele Schüler heranbildete und sehr Verdienstliches mit seinem Orchester leistete. Er starb 1866 zu Zeitz. Durch zwei praktisch eingerichtete Violin- und eine Violoncelloschule nebst vielen Uebungsstücken für beide Instrumente erwarb er sich auch nach aussen hin einen guten Ruf. Ausser diesen Werken veröffentlichte er noch leicht spielbare Compositionen für Violine und für Violoncello mit Pianofortebegleitung und für zwei Violinen, die sich als recht brauchbar für Anfänger erwiesen haben.
9Henning, Karl Wilhelm, guter Violinist und Dirigent, geboren am 31. Jan. 1784 zu Berlin, erhielt von seinem Vater, einem Regimentsmusiker, den ersten nothdürftigen Musikunterricht, der ihn befähigte, in Tabagien und Tanzlocalen kümmerlich sein Brod zu verdienen. Durch fleissiges Selbststudium erwarb er sich die Gunst Seidler’s, der ihn hierauf unterwies und mit den besten musikalischen Vorbildern in Verbindung brachte. Bald konnte er als Violinist in das Orchester der italienischen Oper treten, bei A. Gurrlich Compositionslehre studiren und 1804 als Violinspieler mit einem selbstcomponirten Concertstück unter Beifall öffentlich auftreten. Im J. 1807 wurde er beim Orchester des königl. Nationaltheaters angestellt und 1811 als Kammermusiker der Hofkapelle, in welcher er 1822 den Titel eines königl. Concertmeisters sich erwarb. Von 1823 bis 1826 versah er die Musikdirektorstelle am neu errichteten königstädtischen Theater, trat aber dann als wirklicher Concertmeister in die königl. Kapelle zurück. Im J. 1833 ward er bei Errichtung der musikalischen Section der Akademie der Künste zum Mitglied derselben ernannt, erhielt 1836 den Titel königl. Musikdirektor und wurde von Friedrich Wilhelm IV. 1840 zum königl. Kapellmeister erhoben, sowie bald darauf mit dem Rothen Adlerorden decorirt. Nach fünfzigjähriger Dienstzeit wurde er 1848 ehrenvoll pensionirt, bewahrte aber sein Interesse für die Tonkunst und übte selbst noch täglich auf der Violine. Er starb im April 1867 zu Berlin. Componirt hat er die dreiaktige komische Oper »Das Rosenmädchen« (1825 aufgeführt), Musiken zu 30 Schauspielen, Melodramen und zu zwei Ballets, ferner Cantaten und Gesänge, ein Streichsextett, Violinquartette, Trios und Duette, endlich Sonaten und Solostücke für Violine und für Violoncello. Als Violinlehrer hat H. eine ganze Reihe von königl. Kammermusikern ausgebildet. — Sein Bruder, Albert H., geboren 1792 zu Breslau und von ihm unterrichtet, war ein talentvoller Geiger und Lehrer seines Instruments. Seit 1811 Kammermusicus und Violinist der königl. Opernkapelle, rückte er zum Sinfoniedirigenten auf, starb aber schon 1832 zu Berlin. Er hinterliess einen Sohn, Hermann H., geboren um 1820 zu Berlin, den sein Oheim Karl Wilhelm erzog und

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