Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Hering, Karl (Friedrich August), geschickter deutscher Violinist und fleissiger Componist, geboren am 2. Septbr. 1819 zu Berlin, erhielt von seinem Vater, einem Maler, den ersten Musikunterricht, den er aber erst als Jüngling in der Möser'schen Musikschule bei Hub. Ries fortsetzte. Gleichzeitig studirte er dann als Schüler der Akademie der Künste bei Rungenhagen die Composition. Einer noch höheren Ausbildung befliessen, ging er 1840 zu Lipinski nach Dresden, bei dem er das höhere Violinspiel, und dann zu Tomaschek in Prag, unter dessen Leitung er Clavierspiel und Gesang eifrig studirte. Hierauf liess er sich auf Concertreisen auch in Wien, Olmütz, Brünn, Leipzig, Stettin u. s. w. mit Beifall als Violinist hören, entsagte aber 1844 dem Virtuosenthum und kehrte nach Berlin zurück, wo er 1846 zeitweilig als Accessist in die königl. Kapelle trat. Er gründete 1848 einen »Sonatenverein« behufs Pflege der Kammermusik, der bis 1851 bestand, worauf er eine Musikschule für Violine, Clavier, Gesang und Theorie der Musik ins Leben rief, welche er, mittlerweile zum königl. Musikdirektor ernannt, bis 1867 leitete. Seine zahlreichen Compositionen bewegen sich in allen Gattungen der Musik und bestehen in Sinfonien, Ouvertüren, Blasequintetten, Streichquartetten, Violin- und Claviersachen, zum grossen Theil instructiver Art, ferner in Messen, Psalmen, Gesängen und Liedern. Sein zum Armeemarsch (No. 146) erhobener Wrangel-Marsch ist in seltener Art populär geworden. Endlich gab er auch eine Elementar-Violinschule mit beigefügten Etuden, sowie die didaktischen Schriften »Methodischer Leitfaden für Violin-Lehrer« (Leipzig, 1857) und »Ueber Rud. Kreutzer's Etuden, Anweisung für Violin-Lehrer« (Leipzig, 1858) heraus.
3Hering, Karl Gottlieb, ausgezeichneter musikalischer Pädagoge, wurde (nach seiner eigenhändigen Notiz) am 25. Octbr. 1766 zu Schandau in Sachsen geboren. Er erhielt seine Bildung in der Stadt- und später in der Fürstenschule zu Meissen, studirte zu Wittenberg und Leipzig, war in letzterer Stadt befreundet mit Weisse, Müller, Klodius und Hiller, wurde Hauslehrer bei Krug von Nidda in Gatterstädt bei Querfurth, dann 1794 Lehrer und einige Jahre später Conrector und Organist zu Oschatz, 1811 Oberlehrer an der Stadtschule zu Zittau und übernahm später in dieser Stadt auch den Musikunterricht am Seminare. Er starb daselbst am 4. Jan. 1853. — Von seinen musikalischen Werken sind verschiedene in 4. bis 7. Auflage erschienen und weit über die Grenzen Deutschlands verbreitet, indem sie in Oesterreich, England, Spanien und Nordamerika Nachdruck erlitten. — Was seinen Namen in der Kunstgeschichte zu einem bleibenden macht, ist der Umstand, dass er einer der ersten war, der den Musikunterricht pädagogisch behandelte. Er legte seine Anschauungen und Erfahrungen in folgenden Werken nieder: 1. »Instructive Variationen, ein neues, wenigstens unbenutztes Hülfsmittel zur leichtern Erlernung des Clavierspiels und zur Selbstübung« (1802); 2. »Neue praktische Clavierschule für Kinder nach einer bisher ungewöhnlichen leichten Methode« (4 Bdchen. 4. 1804—1807); 3. »Neue sehr erleichterte praktische Generalbassschule für junge Musiker, zugleich als ein nöthiges Hülfsmittel für diejenigen, die den Generalbass ohne mündlichen Unterricht in kurzer Zeit erlernen wollen« (3 Bde. 4. 1806); 4. »Neue praktische Singschule für Kinder, nach einer leichten Lehrart bearbeitet« (4 Bdchen. 4. 1807—1809); 5. »Progressive Variationen zu einer möglichst leichten Erlernung des Clavierspielens« (4. 1808); 6. »Praktische Violinschule nach einer neuen und leichtern Stufenfolge« (4. 1810); 7. »Praktische Präludirschule, oder Anweisung in der Kunst, Vorspiele und Fantasien selbst zu bilden« (2 Thle. 4. 1812 u. 1814); 8. »Kunst, das Pedal fertig zu spielen und ohne mündlichen Unterricht zu erlernen« (gr. 4. 1816); 9. »Gesanglehre für Volksschulen« (8. 1820); 10. »Musikalisches Volksschulengesangbuch« (2 Thle. 8. 1821 u. 1824) und 11. »Allgemeines Choralbuch, oder: Sammlung der in den evangelischen Gemeinden üblichen Kirchenmelodien, für den Gesangunterricht in Schulen geordnet« etc. (gr. 8. 1825). Ausser seinen

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