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Scan 337
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875
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1die Eifersucht seines Lehrers erregte, nach dessen Tode 1672 H. in der That zum Master of the children erwählt wurde. Jedoch starb er schon am 14. Juli 1674. Vorzügliche Compositionen von ihm finden sich in Boyce's »Cathedral-Music« und in der Sammlung »The treasury of music«, sowie im Anhang zu Hawkin's Geschichte der Musik.
3Hungarn, Gottfried, deutscher Componist, geboren in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Rochlitz, war Cantor zu Weissensee und hat unter dem Titel »Musikalische Kirchenlust« u. s. w. (Gotha, 1690) geistliche Lieder und Gesänge für zwei bis fünf Stimmen veröffentlicht.
5Hunger, Christoph Friedrich, deutscher Bogeninstrumentbauer des 18. Jahrhunderts, war ein Schüler des Geigenmachers Jaug in Dresden gewesen und hatte seine Werkstätte in Leipzig errichtet, von wo aus der Ruf seiner vortrefflichen Violoncelle und Altviolen, sowie seiner vorzüglichen Reparaturen sich weithin verbreitete. Dagegen behaupteten seine Violinen und Contrabässe nicht den gleichen Grad der Werthschätzung. H. starb 1787 zu Leipzig im 69. Lebensjahre.
7Hunger, Gottlieb Gottwart, deutscher Tonkünstler, geboren um 1736 zu Dresden, hatte neben seinen juristischen Studien in Leipzig eifrig Clavier- und Flötenspiel sowie Composition getrieben und es zu bemerkenswerther Fertigkeit gebracht, wie er denn auch als Flötist beim grossen Concert in Leipzig angestellt war. Im J. 1768 wurde er Advocat und starb 1796 als Accise-Inspektor zu Leipzig. Man kennt von seinen Compositionen Weisse's »Kinderlieder« (Leipzig, 1772), sowie sechs nach seinem Tode erschienene vierhändige Clavier-Polonaisen. Andere Claviersachen von ihm, Gesänge und Gelegenheitscantaten sind Manuscript geblieben.
9Hungersberg, Felix, der berühmteste deutsche Mandolinenspieler zu Anfang des 16. Jahrhunderts, stand als Officier in den Diensten des Kaisers Karl V. und wird in den Reisebüchern Albrecht Dürer's häufig mit Auszeichnung erwähnt.
11Hunn, Joseph, deutscher Clavierbauer zu Ende des 18. Jahrhunderts, lebte zu Berlin und erhielt für ein dem König Friedrich Wilhelm II. geliefertes Fortepiano den Titel eines Hof-Clavierinstrumentenmachers, mit welchem von 1797 an ein Jahresgehalt von 400 Thalern verbunden wurde. Sonst waren seine Fabrikate selbst in Berlin nur wenig bekannt.
13Hunnis, William, englischer Tonkünstler und Dichter des 16. Jahrhunderts, übernahm 1566 unter Eduard VI. die Direktion des Instituts der Chorknaben in London und führte dieselbe bis zu seinem Tode, welcher am 6. Juni 1597 erfolgte.
15Hunnius, Christian, deutscher Tonkünstler, geboren in der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Herbsleben in Thüringen, war zu Anfang des folgenden Jahrhunderts Hoforganist zu Cronenburg in Dänemark und ist als Componist geistlicher Gesänge bekannt geblieben. — Ein Arzt desselben Namens, Friedrich Wilhelm H., lebte zu Ende des 18. Jahrhunderts zu Weimar, woselbst er eine medicinische Schrift veröffentlichte, betitelt: »Der Arzt für Schauspieler und Sänger«.
17Hunolt, Christian Friedrich, ein musikkundiger deutscher Jurist, geboren 1680 zu Wandersleben bei Arnstadt in Thüringen, prakticirte in Hamburg und lebte seit 1714 in Halle. Er ist der Verfasser einer Schrift über das Orgelspiel. — Sein älterer Zeitgenosse, Georg H., aus Leisnig in Sachsen gebürtig, war Inspektor zu Tangermünde in der Mark Brandenburg, wo er am 3. Mai 1687 starb. Derselbe hat die zehn Gebote und die drei Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses in Reime gefasst und mit Melodien versehen, herausgegeben.
19Hunt, Arabella, berühmte englische Lautenvirtuosin und Sängerin zu Ende des 17. Jahrhunderts, war die Gesanglehrerin der Prinzessin Anna von Dänemark und der Königin Maria und starb im Decbr. 1705 zu London. Ihr
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