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Scan 338
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875
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1Haus war der Sammelpunkt der englischen Schöngeister, und Blow und Purcell componirten eigens Lautenstücke für sie, die für jeden anderen Virtuosen unausführbar gewesen sein sollen. Von Congreve wurde in einer Ode auch ihre seltene Schönheit besungen. — In derselben Zeit, um 1700, lebte ein Componist, Thomas H., ebenfalls in London, von dem sich einige fünfstimmige Gesänge in dem Sammelwerk »The triumph of Oriana« befinden.
3Hunt, Karl, bedeutender deutscher Violinvirtuose und Componist, geboren am 27. Juli 1766 zu Dresden, erlernte seit 1770 sein Instrument bei seinem Vater, dem kurfürstl. sächsischen Kammermusicus Franz H., und studirte seit 1776 Composition bei Seydelmann. Am 10. Aug. 1783 wurde er als erster Violinist der Hofkapelle in Dresden angestellt und schrieb viele Violinconcerne (worunter auch Doppelconcerne), Streichquartette, mehrere Kirchen- und zehn andere Sinfonien, über 50 Einlagesstücke in Opern, die Operette »Das Denkmal in Arcadien«, Lieder und Claviersachen, was Alles von einem hervorragenden Compositionstalent Zeugniss ablegt. one of two readings
4Hunt, Karl, bedeutender deutscher Violinvirtuose und Componist, geboren am 27. Juli 1766 zu Dresden, erlernte seit 1770 sein Instrument bei seinem Vater, dem kurfürstl. sächsischen Kammermusicus Franz H., und studirte seit 1776 Composition bei Seydelmann. Am 10. Aug. 1783 wurde er als erster Violinist der Hofkapelle in Dresden angestellt und schrieb viele Violinconcerete (worunter auch Doppelconcerete), Streichquartette, mehrere Kirchen- und zehn andere Sinfonien, über 50 Einlagesstücke in Opern, die Operette »Das Denkmal in Arcadien«, Lieder und Claviersachen, was Alles von einem hervorragenden Compositionstalent Zeugniss ablegt. one of two readings
6Hupfeld, Bernhard, geschmackvoller deutscher Violinvirtuose und guter Musiklehrer, geboren am 24. Febr. 1717 zu Kassel, machte den Anfang im Violinspiel als Hof-Sängerknabe (1729 bis 1733) unter Anleitung Agrell’s. Der schwedische Graf von Horn nahm ihn 1734 mit nach Wien und Ungarn, von wo 1736 zurückgekehrt, H. bei Agrell Composition studirte. Schon 1737 stellte ihn der Graf von Wittgenstein als Musikdirektor an und 1740 wurde er Kapellmeister des österreichischen Regiments Waldeck. Als solcher schrieb er ungedruckt gebliebene Quartette, Terzette, Arien, zwölfstimmige Sinfonien u. s. w. Mit guter Gelegenheit reiste er 1749 nach Italien und studirte unter Domenico Ferrari zu Cremona und unter Tranquillini zu Verona das höhere Violinspiel, sowie unter Barba die Tonsetzkunst. Zum Direktor der fürstl. Waldeck’schen Kapelle in Arolsen 1751 ernannt, componirte er Violinsolos und Trios, Flötencorner, Claviersonaten und sechs Sinfonien, die im Druck erschienen, ausserdem noch Vocalsachen. Als Concertmeister war er 1753 beim Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg und folgte endlich 1775 einem Rufe als Universitäts-Musiklehrer und Concertmeister nach Marburg, wo er 1794 starb. Bis zuletzt war er als Violinspieler und auch als Gesanglehrer sehr geschätzt; als Componist dagegen verschwand er unter der Menge hervorragender begabter Zeitgenossen. one of two readings
7Hupfeld, Bernhard, geschmackvoller deutscher Violinvirtuose und guter Musiklehrer, geboren am 24. Febr. 1717 zu Kassel, machte den Anfang im Violinspiel als Hof-Sängerknabe (1729 bis 1733) unter Anleitung Agrell’s. Der schwedische Graf von Horn nahm ihn 1734 mit nach Wien und Ungarn, von wo 1736 zurückgekehrt, H. bei Agrell Composition studirte. Schon 1737 stellte ihn der Graf von Wittgenstein als Musikdirektor an und 1740 wurde er Kapellmeister des österreichischen Regiments Waldeck. Als solcher schrieb er ungedruckt gebliebene Quartette, Terzette, Arien, zwölfstimmige Sinfonien u. s. w. Mit guter Gelegenheit reiste er 1749 nach Italien und studirte unter Domenico Ferrari zu Cremona und unter Tranquillini zu Verona das höhere Violinspiel, sowie unter Barba die Tonsetzkunst. Zum Direktor der fürstl. Waldeck’schen Kapelle in Arolsen 1751 ernannt, componirte er Violinsolos und Trios, Flötencornerce, Claviersonaten und sechs Sinfonien, die im Druck erschienen, ausserdem noch Vocalsachen. Als Concertmeister war er 1753 beim Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg und folgte endlich 1775 einem Rufe als Universitäts-Musiklehrer und Concertmeister nach Marburg, wo er 1794 starb. Bis zuletzt war er als Violinspieler und auch als Gesanglehrer sehr geschätzt; als Componist dagegen verschwand er unter der Menge hervorragender begabter Zeitgenossen. one of two readings
9Hurka, Friedrich Franz, einer der vorzüglichsten Tenorsänger des 18. Jahrhunderts, auch als Liedercomponist, Gesanglehrer und Violoncellist überaus beliebt, wurde am 23. Febr. 1762 zu Merklin in Böhmen geboren und sang schon früh im Chor der Kreuzherrenkirche in dem benachbarten Prag als Altist, während ihm Biaggio Gesangunterricht ertheilte. Als seine Altstimme sich in einen schönen Tenor verwandelt hatte, ging er 1784 nach Leipzig auf die von Bondini geleitete Bühne. Als Kammersänger kam er 1788 nach Schwedt, hierauf nach Dresden und 1789 nach Berlin, wo er am 10. Decbr. 1805 starb. In Berlin ist er seltener in der Oper, als in Concerten aufgetreten, wie er denn auch dem sogenannten grossen Concerte im Gasthof zur Stadt Paris als Direktor vorstand. Seine Stimme, an und für sich schon durch Klangschönheit berückend, war vorzüglich geschult und im Coloraturgesang wie in der Cantilene unvergleichlich. Als Componist zahlreicher Lieder hatte H. ebenfalls bedeutenden Ruf und grosse Beliebtheit; seine Oper »Das wüthende Heer« dagegen hat nur einen geringen Erfolg gehabt. Ausserdem hat er noch eine Cantate und Kanons geschrieben.
11Hurlebusch, Heinrich Lorenz, tüchtiger deutscher Orgelvirtuose, geboren am 8. Juli 1666 zu Hannover, studirte Clavier- und Orgelspiel nach einander unter Kniller, Coberg und Ehrenstein, worauf er in Braunschweig Organist an der St. Magnikirche, dann nach Delphin Strunck’s Tode 1694 an der Martins- und Egidienkirche und endlich an der Katharinenkirche wurde. Seinem Orgelspiel soll Fertigkeit im hohen Grade eigen gewesen sein, Tiefe
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