Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 521

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1in Ludwigsburg 1797 eine Werkstätte, deren Fabrikate bald Ruf erlangten und zu den besseren Deutschlands gerechnet wurden. Seine Muster waren die damals berühmten Stein'schen Fortepianos. K. starb am 28. Febr. 1834 zu Ludwigsburg. — Sein Sohn, Ferdinand K., geboren im Octbr. 1801, welcher schon 1827 die Fabrik seines Vaters übernommen hatte, führte dieselbe seitdem mit Geschick und Umsicht weiter.
3Käferstein, s. Keferstein.
5Kähler, Moritz Friedrich August, geschickter deutscher Componist, geboren am 20. Juli 1781 zu Sommerfeld in Schlesien, wo sein Vater Stadtphysicus war, begann früh mit Clavierspielen, bis er als Gymnasiast zu Sorau beim Organisten Erselius einen guten Unterricht, zugleich auch im Orgelspiel, erhielt. Beim dortigen Stadtmusicus Thiele übte er sich seit 1798 auch auf der Violine und stellte seine ersten Compositionsversuche an. Weiterstrebend begab er sich 1802 zu dem rühmlichst bekannten Violoncellisten Schönebeck in Lübben und studirte auch bei diesem. Im Herbst desselben Jahres hatte er Gelegenheit, einen Verwandten in Kopenhagen zu besuchen und nahm da- selbst noch Unterricht auf der Violine beim Concertmeister Schall, sowie in der Composition beim Kapellmeister Kunzen. Im J. 1804 nach Schlesien zurückgekehrt, wurde K. als Musikdirektor der Privatkapelle des Grafen von Dohna in Mallmütz bei Sprottau angestellt. Von dort aus begab er sich 1809 nach Breslau, wo er drei Jahre ohne Amt lebte, bis er 1812 als Schullehrer und Organist nach Peterswaldau bei Reichenbach ging. Im Herbst 1815 folgte er einem Rufe als Musikdirektor an das Pädagogium und Seminar in Züllichau. Dort errichtete er einen Singechor, dirigirte die wöchentlichen Winterconcerte und ertheilte neben den Musikstunden an seinen Instituten noch Privatunterricht. Im besten Sinne kunstfördernd thätig, starb er 1834 in Züllichau. Seine Compositionen bestehen in geistlichen und weltlichen Liedern, Cantaten, Motetten und anderen Kirchenstücken, Concerten und Sonaten für Clavier, einem Violinconcert, Duos für Viola und Violoncello, Orgelpräludien u. s. w. Auf didaktischem Gebiete veröffentlichte er noch: »Die Anfangsgründe der Musik, für angehende Musikschüler zur häuslichen Wiederholung« (Züllichau, 1826).
7Kämme nennen die Orgelbauer diejenigen hölzernen, mit Einschnitten versehenen Leisten oder Bretter, in welchen die Abstracten laufen, damit diese nicht schlottern oder hängen bleiben und das sogenannte Heulen (s. d.) der Orgel hervorrufen.
9Kämpfer, Joseph, vortrefflicher und berühmter Contrabassist des 18. Jahrhunderts, geboren in Ungarn, war anfangs österreichischer Offizier, dessen Standquartier in Croatiaien lag. Unter dürftiger Anleitung erlernte er dort den Contrabass, auf dem er es durch beharrliches Selbststudium zu ausnehmender Fertigkeit brachte. Sein Erfolg in Wien, wo er sich darauf öffentlich hören liess, war höchst bedeutend, und er trat in die Kapelle des Fürsten von Eszterhazy. Kunstreisen, 1775 durch Deutschland nach Russland und 1783 nach London, machten ihn zum Gegenstand allgemeiner Bewunderung. Seitdem aber sind keine Nachrichten mehr über ihn vorhanden.
11Känorphica, s. Xänorphica.
13Käsermann, Nicolaus, deutscher Componist, war um die Wendezzeit des 18. und 19. Jahrhunderts Musiklehrer und Stadtcantor in Bern und hat in der Zeit von 1797 bis 1804 drei Claviersonaten, sowie drei- und vierstimmig gesetzte, mit Clavierbegleitung und einem Generalbass versehene Melodien zu Gellert's geistlichen Oden und Liedern in Augsburg und in Bern veröffentlicht.
15Kässmayer, Moritz, talentvoller, geschickter Componist und guter Violinist, geboren 1831 zu Wien, machte, nachdem er schon vorher sich mit Violinspiel beschäftigt hatte, seine Studien auf dem Wiener Conservatorium, wo er die Musiktheorie und Composition bei Sechter und Preyer betrieb. Später gab er Musikunterricht, leitete mehrere Vereine und trat als Violinist in das kaiserl. Hofopernorchester, in welchem letzteren er zum Ballet-Musikdirektor

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