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Scan 520
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875
18 lines. Read by computer on 17 September 2026. Printed page 514. See the scan on archive.org.
1notationes ad aliquot Quintiliani locos ad docendi artem spectantes» (Breslau, 1824) herausgegeben.
3Kaczkowsky, Joseph, rühmlich bekannter Violinvirtuose und Componist für sein Instrument, geboren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Tabor in Böhmen, hat sich auf Kunstreisen in Deutschland einen bedeutenden Namen gemacht. Seine Compositionen, bestehend in Concerten, Duos, Variationen u. s. w. für Violine, wurden von den bedeutendsten Verlegern veröffentlicht.
5Kadelbach, Karl Gottlob, geachteter deutscher Componist, geboren 1761 zu Rudolstadt in Schlesien, wirkte von 1785 an bis zu seinem Tode, am 16. Novbr. 1829, als Cantor zu Bolkenhain. Vortreffliche Orgelstücke und die Cantate »Lobe den Herrn« bekunden sein hervorragendes compositorisches Geschick und Talent.
7Kadenz, s. Cadenz.
9Kadleček, L. H., Violinist und Musikpädagog, geboren um 1820 zu Soutic bei Kuttenberg in Böhmen, wurde durch fleissige Uebung auf der Geige zum Selbststudium theoretischer Werke und Partituren veranlasst und genoss nur einige Zeit geregelten Unterricht im Contrapunkt zu Prag. Gegenwärtig ist er Musiklehrer an mehreren Schulen und Anstalten zu Leitmeritz, Choradjunkt an der Decanalkirche und Chormeister des Musikvereins daselbst. Er hat sich auch als Componist ziemlich glücklich versucht, aber nur Etüden sowie eine Schule für Violine veröffentlicht.
11Kadma, קדמא, heisst ein Zeichen V der hebräischen Notation (sonst auch Accent), welches über der ersten oder der dritten Wortsylbe gesetzt sich vorfindet und das die orientalischen Juden als für die Tonfigur stehend erachten. Nach Kircher bedeutet es die Tonphrase Nach Nathan kommt dieser Accent mit einem anderen, Veazla oder Veasla genannten, stets vereint vor und wäre die musikalische Bedeutung desselben:
13Andere behaupten, die Tonphrase letzterer Art wäre aufzuzeichnen.
15Käberle, vorzüglicher deutscher Oboebläser des 18. Jahrhunderts, war um 1740 Rathsmann in Beuthen an der Oder und hat sich auch als Componist für sein Instrument ausgezeichnet.
17Käferle, Karl Heinrich, blinder deutscher Clavierbauer, geboren im Mai 1768 zu Waiblingen im Herzogthum Württemberg, hatte durch einen unglücklichen Zufall und eine ungeschickte ärztliche Operation schon sehr frühzeitig sein Augenlicht verloren, beschäftigte sich aber gleichwohl mit Vorliebe mit der Schnitzerei von allerlei Hausgeräthen, die sogar Absatz bei den Bewohnern von Hoheneck fanden, in welches bei Ludwigsburg gelegene Dorf er 1780 mit seinem Vater, einem Müller, gezogen war. Nach und nach wandte er sich mit gleichem angeborenen Geschick mechanischen Arbeiten zu und unternahm es sogar, die Bälge der Dorf-Kirchenorgel zu reparieren. Hierauf wandte er sich der Musik zu und erlernte mit erstaunlicher Geschwindigkeit beim Schulmeister das Clavierspiel. Ein Pantalon, das er in Ludwigsburg hörte, vermehrte seine Liebe zur Tonkunst. Er liess das Instrument auseinander nehmen, betastete es genau und fing mit bestem Gelingen an, selbst ein solches zu bauen. Dies geschah im J. 1790. Später bildete er in derselben Art einen Tangentenflügel von Spath nach, und da er für beide Instrumente einen ansehnlichen Preis erhielt, so stand sein Entschluss fest, Clavierbauer zu werden. Er erfand zu diesem Ende zweckmässige Werkzeuge und begründete
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