Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 519

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1875

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1Justinus à Despons, deutscher Klostergeistlicher, war von 1711 bis 1723 Carmelitermönch und Organist zu Würzburg und hat herausgegeben: ein Lehrbuch des Orgelspiels unter dem Titel »Chirologia organico-musica« oder musikalische Handbeschreibung, d. i. die Reguln und Exempeln des Manuals oder der Orgelkunst u. s. w.« (Nürnberg, 1711); ferner »Musikalische Arbeit und Kurtzweil, d. i. kurtze und gute Regeln der Componir- und Schlagekunst, à 4 u. s. w.« (Augsburg und Dillingen, 1723). Unter den zahlreichen Notenbeispielen beider Werke sind auch mehrere längere Compositionen von ihm enthalten; die Mehrzahl seiner musikalischen Arbeiten, die er seit 18 Jahren geschrieben hatte, wurde ihm aber, wie er in der Vorrede zu ersterem Buche klagt, auf einer Reise an der italienischen Grenze geraubt.
3Juvigny, französischer Musiker der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, lebte am königl. Hofe zu Paris und soll der Erfinder des Flageolets gewesen sein. Dies Instrument erschien zum ersten Male, und zwar von ihm gespielt, in dem berühmten »Ballet de la reine«, welches 1581 aufgeführt wurde.
5Ivery, John, englischer Tonkünstler, wirkte als Musiklehrer zu Northaw in der Grafschaft Hertford in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und hat einen Band von ihm gesammelter alter Kirchengesänge (London, 1773) herausgegeben.
7Ives, Simon, englischer Gesangscomponist, geboren in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, war Cantor an der Paulskirche zu London und hat zahlreiche Songs componirt. Er starb hochbetagt im J. 1662 zu London.
9Ivo, musikgelehrter Abt zu Clugny, soll einen Tractat, betitelt: »Historia (musicae) figuralis«, verfasst haben, welcher sich nach älteren Berichten handschriftlich in der Klosterbibliothek zu St. Gallen befinden soll. — Ebenfalls unter dem Namen I. kommt in Jacob Paix’ Orgelabulaturbuch (Lauingen, 1583) das Lied vor: »Der Liendel alle tag«. Dieser Componist und jener Musikschriftsteller dürften aber schwerlich ein und dieselbe Person sein.
11K.
13(Die unter K vermissten Artikel suche man unter C auf.)
15Kaa, Ignaz, holländischer Componist des 18. Jahrhunderts, lebte bis 1780 im Haag und wurde von dort aus als Dom-Kapellmeister nach Köln berufen, welches Amt er noch 1792 inne hatte. Von seinen Compositionen sind Sinfonien, Streichquartette, Duos und Claviertrios im Haag im Druck erschienen.
17Kabaro ist der Name einer kleinen, in Aegypten und Abyssinien noch jetzt vielfach gebräuchlichen Trommel, die sich nach unten zu etwas verengt und mit der blossen Hand geschlagen wird. Es ist dasselbe Instrument, welches anderwärts in Asien und Afrika unter dem Namen Hatamo auftritt und von dem K. durchaus nicht, wie man öfter annahm, verschieden.
19Kabath, Johann, musikkundiger deutscher Schulmann, geboren 1775 in Oppeln, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, dann die Universität Breslau, wo er Theologie studirte und war hierauf als Professor an den Gymnasien zu Oppeln und Breslau, sowie in letzterer Stadt als Regens chori des Convicts angestellt. Im J. 1818 als Direktor des Gymnasiums nach Glatz berufen und 1827 zum königl. Schulrat in Breslau ernannt, starb er daselbst am 12. Decbr. 1828. Nicht blos Musikfreund, sondern fertiger Clavierspieler und guter Sänger, hat er in seinen Stellungen einen fördernden musikalischen Einfluss auf die ganze Provinz Schlesien ausgeübt und in diesem Sinn auch zwei Schriften: »Ueber den Gesangsunterricht auf gelehnten Schulen« (Glatz, 1819) und »An-

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