Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 127

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1königl. Kapelle in Berlin weiter diente. Von seiner Composition sind 1793 Variationen und 1798 Sonaten für Clavier im Druck erschienen.
3Kolbe, Oscar, Musiktheoretiker und Componist der Gegenwart, geboren am 10. Aug. 1836 in Berlin, verlor früh seinen Vater, einen angesehenen Kupferstecher, welcher als Lehrer seiner Kunst an der königl. Akademie wirkte. K. wurde in Folge dessen von seinem neunten Jahre an im königl. Waisenhaus zu Oranienburg erzogen und erhielt daselbst seiner sich kundgebenden Musikanlagen wegen Clavier- und Violinunterricht. Von 1849 an besuchte er das Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin und trat 1852 in das königl. Institut für Kirchenmusik, woselbst er zwei Jahre lang unter Löschhorn’s, A. W. Bach’s und Ed. Grell’s Leitung Clavier- und Orgelspiel, Gesang, Harmonielehre und Composition studirte, letzteren Kunstzweig noch fernere zwei Jahre speciell als Eleve der königl. Akademie. Durch mehrere Prämien für seine Leistungen ausgezeichnet, gründete sich K. als Clavier- und Gesanglehrer seine Existenz, veröffentlichte einige Hefte beifällig aufgenommener Lieder und erhielt 1859 eine Anstellung als Lehrer der Theorie und Harmonielehre an dem von Jul. Stern geleiteten Conservatorium in Berlin, in welcher Stellung er fast ununterbrochen bis Ostern 1875 verblieb, zeitweise daselbst auch das Fach des Clavier-Ensemblespiels vertretend. In dieser Zeit verfasste er ein »Kurzgefasstes Handbuch der Generalbasslehre« (Leipzig, 1862; 2. Aufl. 1872) und ein »Handbuch der Harmonielehre« (Leipzig, 1873); ebenso veröffentlichte er eine Reihe von Clavier- und Gesangscompositionen sowie melodramatische Bearbeitungen. Seine Fähigkeit, auch die grossen Kunstformen sicher zu beherrschen, bewies K. durch sein Oratorium »Johannes der Täufer«, welches bei seiner Aufführung in Berlin im J. 1872 sehr ehrenvoll aufgenommen wurde und ihm den Titel eines königl. Musikdirektors eintrug.
5Kolberer, Cajetan, deutscher Kirchencomponist und Mönch im Benedictinerkloster Andechs in Oberbaiern, gestorben am 23. April 1732, dürfte ohne Zweifel identisch mit dem gleichfalls als Componist aufgeführten Benedictinermönch Cajetan Kolbe sein. Er componirte und veröffentlichte von 1701 an bis 1719 in Augsburg viele Werke im contrapunktischen Styl, u. A. einen ganzen Cyclus Introitus, Gradualien und Offertorien des ganzen Kirchenjahrs, für vier Singstimmen mit beziffertem Bass.
7Kolberg, Oscar, talentvoller Componist, geboren 1814 in einer kleinen Stadt des polnischen Gouvernements Radom, besuchte das Lyceum zu Warschau und begab sich hierauf nach Berlin, wo er zwei Jahre lang bei Rungenhagen und Girschner Musik studirte. Nach Warschau zurückgekehrt, wirkte er als Musiklehrer. Von seinen Compositionen erschienen fünf Lieferungen Kuja-wiaks, mehrere Sammlungen Fantasien, Mazurkas, Etuden u. s. w. für Piano-forte sowie Lieder. Sehr verdienstlich ist eine von ihm unternommene Sammlung polnischer Volksgesänge, die unter dem Titel »Piesni ludu« (Lemberg, 1842 und 1845) herauskam. In Warschau gelangte auch eine Oper von ihm, be-titelt: »Le retour de Jean«, 1854 zur Aufführung.
9Koler, Jacob, einer der ältesten bekannt gebliebenen deutschen Orgelbauer, lebte zu Ende des 15. Jahrhunderts. Man weiss von ihm, dass er 1497 das alte Werk in der Marienkirche zu Königsberg i. Pr. reparirt hat, welches elf Stimmen im Manual und vier im Pedal besass.
11Koller, Bonifacius, deutscher Gelehrter und Componist, geboren 1752 zu Fölz in Baiern, trat in den Benedictinerorden und starb 1799 als Direktor des kurfürstl. Seminars in München. Er hat mehrere Opern und Cantaten componirt, welche in seinem Seminare zur Aufführung gelangt sind.
13Kolleschowsky, Siegmund, Violinist und Kirchencomponist, geboren um 1809 zu Prag, lebt daselbst, angestellt als Chorregent an de: St. Stephanskirche. Seine Compositionen haben einen guten localen Ruf.
15Kollmann, August Friedrich Karl, deutscher Componist und Musiktheoretiker, geboren 1756 zu Engelbostel bei Hannover als Sohn des dortigen

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