Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 144

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

14 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 138. See the scan on archive.org.

1der Composition seines Vaters hören und begleitete zwei Jahre später diesen letzteren auf Kunstreisen nach Ofen, Pressburg, Wien, Dresden u. s. w., auf denen auch er grossen Beifall erntete. Mit seinem Vater kam auch er 1790 nach Wien und musste sich seitdem den Wissenschaften widmen. Nur der Ueberredung des Fürsten Lobkowitz, der auch ihn 1796 anstellte und ihn sogar 1801 noch zu weiterer violoncellistischer Ausbildung zu Louis Duport nach Berlin sandte, gelang es, den widerstrebenden Vater dahin zu bringen, dass er zugab, der Sohn dürfe sich ausschliesslich der Kunst widmen. Aus Berlin zurückgekehrt und in Leipzig, Dresden und Prag unter Enthusiasmus aufgetreten, ward K. 1809 als Solo-Violoncellist des kaiserl. Hofopernttheater-Orchesters in Wien angestellt, den Gehalt eines fürstl. Lobkowitz'schen Kamervirtuosen fortbeziehend. Im J. 1814 hörte ihn der König von Würtemberg in Wien und liess ihn für seine Kapelle in Stuttgart gewinnen. In dieser Stellung unternahm er 1818 mit Hummel eine Kunstreise und eine andere 1821 mit seinem Sohn und Schüler Friedrich K. (geboren am 12. Febr. 1807 in Wien und seit 1824 in der Hofkapelle in Stuttgart angestellt). Beim Stimmen seines Instrumentes beschädigte sich K. 1824 den Zeigefinger der rechten Hand, ein Uebel, dem die Kunst der Aerzte nicht abzuhelfen vermochte, sodass er 1834 pensionirt werden musste. Von seinen Compositionen sind erschienen: Concerte, Rondos, Divertissements, Fantasien, eine Polonaise für Violoncello u. s. w. Zu seinen Schülern gehörten der Graf Wielhorsky, Birnbach, Merk u. s. w. one of two readings
2der Composition seines Vaters hören und begleitete zwei Jahre später diesen letzteren auf Kunstreisen nach Ofen, Pressburg, Wien, Dresden u. s. w., auf denen auch er grossen Beifall erntete. Mit seinem Vater kam auch er 1790 nach Wien und musste sich seitdem den Wissenschaften widmen. Nur der Ueberredung des Fürsten Lobkowitz, der auch ihn 1796 anstellte und ihn sogar 1801 noch zu weiterer violoncellistischer Ausbildung zu Louis Duport nach Berlin sandte, gelang es, den widerstrebenden Vater dahin zu bringen, dass er zugab, der Sohn dürfe sich ausschliesslich der Kunst widmen. Aus Berlin zurückgekehrt und in Leipzig, Dresden und Prag unter Enthusiasmus aufgetreten, ward K. 1809 als Solo-Violoncellist des kaiserl. Hofopernttheater-Orchesters in Wien angestellt, den Gehalt eines fürstl. Lobkowitz'schen Kamervirtuosen fortbeziehend. Im J. 1814 hörte ihn der König von Württemberg in Wien und liess ihn für seine Kapelle in Stuttgart gewinnen. In dieser Stellung unternahm er 1818 mit Hummel eine Kunstreise und eine andere 1821 mit seinem Sohn und Schüler Friedrich K. (geboren am 12. Febr. 1807 in Wien und seit 1824 in der Hofkapelle in Stuttgart angestellt). Beim Stimmen seines Instrumentes beschädigte sich K. 1824 den Zeigefinger der rechten Hand, ein Uebel, dem die Kunst der Aerzte nicht abzuhelfen vermochte, sodass er 1834 pensionirt werden musste. Von seinen Compositionen sind erschienen: Concerte, Rondos, Divertissements, Fantasien, eine Polonaise für Violoncello u. s. w. Zu seinen Schülern gehörten der Graf Wielhorsky, Birnbach, Merk u. s. w. one of two readings
4Krakowiak heisst ein Nationaltanz des polnischen Landvolks um Krakau. Er hat eine bald melancholische, bald auch heitere Melodie im Zweivierteltakt zu zwei oder mehreren achtaktigen Reprisen und wird von Gesang begleitet, während die Tänzer durch das Zusammenschlagen der Stahlabsätze ihrer Schuhe den Takt angeben. Der Tanz beginnt oft damit, dass sich das anführende Paar vor die Musik stellt und ein kurzes zweizeiliges Lied zu acht Takten, das gleichfalls K. heisst, singt, in welches die übrigen Paare mit einstimmen und darauf dem ersten nachtanzten, bis von diesem ein anderes Lied in der selben Weise angestimmt wird. Seinen Reiz erhält dieser Tanz besonders durch die neckischen Bewegungen der scheinbar vor einander fliehenden Paare. Das polnische Volkslied hat sich vorherrschend an die Melodie dieses Tanzes angeschlossen, und in unzählbarer Menge sind durch ganz Polen die Krakowiaken verbreitet, zweizeilige Lieder, in denen ein momentaner Einfall ausgedrückt ist, der häufig an ein Bild aus der Natur anknüpft, z. B.:
6„Blättchen fällt vom Baume, Winter kommt gezogen,
7Mischt sich ein der Dritte, ist die Lieb’ entflogen.“
9Eine verfeinerte Nachahmung der Tanzfiguren des K. haben die Balletmeister unter dem Namen Cracovienne auf die Bühne gebracht, und Fanny Elssler besonders hat als Tänzerin derselben seit 1843 allenthalben Enthusiasmus erregt.
11Kral, Wenzel, um 1800 erster Violinist im Opernorchester zu Prag und als fertiger Spieler in Böhmen gerühmt. — Ein Tonkünstler der Gegenwart, Johann K., ist Mitglied des Hofopernttheater-Orchesters an der Viola in Wien. Er hat es sich besonders zur Aufgabe gemacht, die Viole d’amour der Vergessenheit zu entreissen und sich als Spieler und Lehrer dieses Instruments Verdienste erworben. Ausserdem hat er eine »Anleitung zum Spiele der Viole d’amour für Violinspieler« (Wien, 1872) veröffentlicht.
13Krall, Emilie, vortreffliche deutsche Opernsängerin im höheren Soubrettenfach, geboren um 1835 zu Wien, erhielt ihre gesangliche Ausbildung bei dem damals geschätzten Karl Kunt. Der Hofoperndirektor v. Holbein, welcher sie in einer halböffentlichen Aufführung des Musikvereins 1850 hörte, wusste ihre widerstrebenden Eltern zu bewegen, die Tochter der Bühne zu übergeben, und bald darauf debutirte dieselbe als Jolanthe in der gleichnamigen neuen Oper von Johannes Hager am Kärnthnerthor-Theater mit grossem Glück. Der Tod

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