Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Laurencin, F. P. Graf von, Musikschriftsteller und Dilettant, geboren 1808 als der natürliche Sohn des Erzherzogs Rudolph, wie die Sage geht. Obwohl Doctor der Philosophie, lässt doch die Klarheit seiner Kunstanschauungen, die dem Phantastischen und in Folge dessen der neuromantischen Richtung in der Musik zuneigen, viel zu wünschen übrig. Er schrieb zahlreiche musikalische Abhandlungen, Kritiken u. dergl. für Wiener Blätter, für die »Neue Zeitschrift für Musik«, »Neue Berliner Musikzeitung« und gab als selbstständige Schriften heraus: »Zur Geschichte der Kirchenmusik bei den Italienern und Deutschen« (Leipzig, 1856); »Dr. Ed. Hanslick’s Lehre vom Musikalisch-Schönen« (Ebendas., 1859); »Das Paradies und die Peri von Rob. Schumann erläutert« (Ebendas., 1859) und »Die Harmonik der Neuzeit erläutert. Gekrönte Preischrift« (Ebendas., 1861). Als Componist ist er mit einigen Heften Liedern mit Pianofortebegleitung aufgetreten.
3Laurencini, richtiger Laurenzini, berühmter italienischer Lautenvirtuose, der zu Ende des 16. Jahrhunderts in Rom lebte und lehrte. Vom Papst zum Ritter des goldenen Sporns ernannt, ist er ausserdem noch durch die Lobsprüche seines Schülers Besardus im Vorwort des »Thesaurus harmonicus« verewigt worden.
5Laurens, Jean Buonaventura, französischer Archäologe, Zeichner, Organist, Componist und Musikschriftsteller, geboren am 14. Juli 1801 zu Carpentras, bekleidete seit 1835 die Stelle eines Sekretärs der medicinischen Facultät zu Montpellier. Der Musik von jeher mit leidenschaftlicher Liebe ergeben, gab er sich schon in seiner Jugend ernsten Studien derselben hin und pflegte besonders das Orgelspiel. Enthusiastischer Verehrer der Werke Rink’s, suchte er diesen Meister selbst drei Mal in Darmstadt auf, um unter der Leitung desselben sich fortzubilden und trat mit ihm in das freundlichlichste Verhältniss, ähnlich dem des Sohnes zum Vater. Eine lange Reihe von Jahren versah L. das Organistenamt an der Kirche Saint-Roque zu Montpellier und componirte von Gelehrsamkeit zeugende Werke für Orgel und für Gesang, von denen einige im Druck erschienen, unter diesen ein dreistimmiges Stabat mater mit Orgelbegleitung. Er übersetzte die Selbstbiographie Rink’s ins Französische und gab derselben ein sehr ähnliches, von ihm selbst gezeichnetes Portrait des Verfassers bei. Ferner verfasste er eine biographische Skizze (notice) des Elziar Genet, genannt il Carpentrasso, mit angehängter Partitur von dessen Klage-liedern des Jeremias für zwei Tenöre und zwei Bässe. In seinem Werke »Erinnerungen an eine Reise nach Mallorca« befinden sich 55 von ihm gezeichnete Kupferstiche und zwei Tafeln musikalische Aufzeichnungen. L. hat auch Artikel für die »Revue et gazette musicale de Paris« und für mehrere südfranzösische Journale geschrieben. Sonst war er Mitarbeiter der »malerischen Reisen durch das antike Frankreich« und Verfasser von Schriften über Archäologie, Zeichenkunst u. s. w.
7Laurenti, Bartolomeo Geronimo, italienischer Violinvirtuose und Componist, geboren 1644 zu Bologna, war eines der ersten Mitglieder der philharmonischen Akademie seiner Vaterstadt, als diese 1666 gestiftet wurde. Er fungirte als erster Violinist der Musik des Collegiatstifts Santa Petronia in Bologna, in welcher Eigenschaft er auch am 18. Jan. 1726 hochbetagt starb. Von seinen Compositionen veröffentlichte er Kammersonaten für Violine und Violoncello. — Von seinen beiden Söhnen war der ältere, Geronimo Nicolò L., gleichfalls ein talentvoller Violinist und als solcher an Santa Petronia und anderen Kirchen Bolognas angestellt. Im J. 1698 wurde auch er zum Mitglied der philharmonischen Akademie ernannt und starb am 26. Decbr. 1752 zu Bologna. Componirt und veröffentlicht hat er sechs Concerte für drei Violinen, Viola, Violoncello und Orgel. — Sein jüngerer Bruder, Pietro Paolo L., war Geistlicher des Franciscanerordens in Bologna und in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geboren. In seiner Jugend war er geschätzter Violoncellist und Kirchensänger gewesen. Wegen seines Talentes als Instru-

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