Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 315

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Duos für Violoncello und war einer der Hauptmitarbeiter an der für den Unterricht am Pariser Conservatorium bestimmten grossen Schule für dieses Instrument. — Nicht verwandt mit ihm war Pierre François L., genannt der Aeltere. Geboren am 11. März 1753 zu Abbeville, machte dieser, zum Geistlichen bestimmt, theologische Studien. Achtzehn Jahre alt, wandte er sich jedoch der Musik zu und studirte, da der Unterricht seines Lehrers Belleval ein mangelhafter war, eifrig autodidaktisch das Violoncellospiel. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er 1782 nach Paris und liess sich von dem älteren Duport unterweisen, dessen Spielmanier er sich glücklich anzueignen wusste. Von 1785 bis 1815 war er am Orchester der Grossen Oper angestellt, trat dann mit Pension in den Ruhestand und starb nicht lange darauf. Zwei Hefte Duos für Violoncellos von ihm sind in Paris im Druck erschienen.
3Levasseur, Nicolas Prosper, einer der ausgezeichnetsten französischen Basssänger, geboren am 9. März 1791 in der Picardie als Sohn eines Landmannes, wurde mit 16 Jahren Zögling des Pariser Conservatoriums und 1811 speciell Schüler Garat’s, worauf er sich in den Concerten dieses Instituts durch seine schöne Stimme und seine elegante Gesangsmanier Aufsehen erregend auszeichnete. Im Octbr. 1813 debutirte er an der Grossen Oper in der Oper »Die Caravane« mit ausserordentlich glücklichem Erfolge. An die italienische Schule gewöhnt, konnte ihm jedoch das damalige Repertoire dieses Theaters nicht zugesagen; er löste deshalb seinen Contrakt und sang während der Saison 1816 in London. Nach Paris zurückgekehrt, trat er wieder bei der Grossen Oper ein, erhielt aber nur Nebenrollen, so dass er, um sich einige Geltung zu verschaffen, mit seinem Freund und Studiengenossen Ponchard sich verband, Concerte gab und wieder Gegenstand allgemeinen Beifalls wurde. Im J. 1822 erhielt L. Urlaub zu einer Kunstreise nach Italien und hatte in Mailand das Glück, dass ihm Meyerbeer die Bassparthie in seiner Oper »Margarethe von Anjou« anvertraute und diese Wahl durch den ausserordentlichen Erfolg dieses Künstlers anerkannt sah. L. trat nun in die Pariser italienische Oper und hatte an der selben die Bassrollen mit Pellegrini und Zucchelli zu theilen. Nachdem er fünf Jahre lang daselbst und wieder ohne sonderlichen Erfolg gesungen, veranlasste Rossini 1828 sein abermaliges Engagement an der Grossen Oper, indem er ihn für seinen »Graf Ory« reclamirte und ihn im »Tell« mit der Rolle Melchthal’s bedachte. Bald darauf schrieb Meyerbeer die Parthie des Bertram in »Robert der Teufel« eigens für L., der mit derselben Enthusiasmus erregte, nicht minder später als Cardinal in Halévy’s »Jüdin«. Es war die Zeit, wo die Grosse Oper in Paris mit dem Triumvirat Frau Damoreau-Cinti, Adolphe Nourrit und L. ihre nie wieder auch nur annähernd erreichte Glanzzeit feierte. Im J. 1841 wurde L. zum Professor der lyrischen Declamation am Pariser Conservatorium ernannt und trat 1845 vom Theater zurück, auf dem er alle grossen Bassparthien mustergültig geschaffen hatte. Vereinzelt sang er übrigens noch bis 1852 und starb am 7. Decbr. 1871 zu Paris.
5Levasseur, Rosalie, geschätzte französische Sängerin, aus Valenciennes gebürtig, war um 1777 an der Grossen Oper in Paris engagirt und feierte besonders in der Titelrolle der Oper »Alceste« von Gluck grosse Triumphe.
7Levassor, Pierre, ausgezeichneter und berühmter französischer Mimiker, Komiker und unübertrefflicher Sänger von Parodien und Chansons, war 1808 in Fontainebleau geboren und musste sich dem Willen seiner Eltern gemäss dem Handelsstande widmen. Unbesiegbare Lust aber trieb ihn 1830 in Marseille zur Bühne. Er wirkte hierauf dort und, von der Dejazet empfohlen, an verschiedenen Pariser Theatern, bis er seit 1842 dem Theater des Palais royal treu verblieb, dessen gefeiertstes Mitglied er wurde. Mehrere Kunstreisen, 1856 mit einer eigens engagirten Gesellschaft auch nach Berlin und Wien, haben ihn und die durch ihn vertretene eigenthümliche Gattung der Singkomödie und des Vaudeville ebenfalls im übrigen Europa bekannt gemacht. Ohne hervorragend mit Gesangsstimme begabt zu sein, liess er im Vortrage

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