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Scan 21
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877
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1leitete, bis er 1815 eine eigene Fabrik errichtete. Diese bestand ziemlich vierzig Jahre lang, während welcher Zeit Pape, durch Verbesserungen und Neuerungen in der Construktion seiner Instrumente, sich fortdauernd auszeichnete. Anfänglich baute er dieselben nach dem System der Engländer Broadwood und Tomkinson, aus welchen aber durch fortwährende Veränderungen ein neueres hervorging. Er hatte hierbei in Bezug auf den Auslöser ein Princip acceptirt, aber mit wesentlicher Verbesserung in Anwendung gebracht, welches der alte Clavierbauer Marius erfunden, Hildebrand und Streicher in Wien erneuert hatten. Weniger für den Flügel als für das tafelförmige Instrument erzielte er die schönsten Wirkungen. Für das aufrecht stehende Piano erfand er ebenfalls Verbesserungen, die Mechanik sowohl, wie die äussere Form betreffend. Talent und Fleiss dieses Mannes fanden die gebührenden Anerkennungen, er erwarb mehrfach Preismedaillen (1832, 1833, 1834) und erhielt 1839 den Orden der Ehrenlegion. P. erfand auch eine Maschine, Holz oder Elfenbein spiralförmig zu schneiden, deren Ergebnisse er 1827 ausstellte. In Paris bei Loquin erschien ein kleines Schriftchen: »Notice sur les inventions et perfectionnements apportés par H. Pape dans la fabrication des pianos«.
3Pape, Ludwig, schwedischer Gelehrter, veröffentlichte eine Schrift: »De usu musices« (Upsal, 1735, in 4°).
5Pape, L., ein trefflicher Cellist und gediegener Componist, ist 1809 am 14. Mai in Lübeck geboren. 1846 wurde er Hofcomponist des Grossherzogs von Oldenburg; er starb in Bremen am 9. Jan. 1855. Von seinen Compositionen: Sinfonien und Werke für Kammermusik u. s. w., sind ein Quartett und ein Quintett bekannt geworden.
7Papendick, Gustav Adolph, geboren zu Naussendorf bei Tilsit am 26. April 1839, erregte bereits als Knabe durch sein ausgezeichnetes Clavierspiel grosses Aufsehen bei seinen Kunstreisen in Russland und Deutschland. Als er 1846 nach Berlin kam, gewann er die Gunst des kunstsinnigen Königs von Preussen, Friedrich Wilhelm IV., der ihm zum weiteren Studium eine namhafte Unterstützung anwies. Unter der Leitung Th. Kullack's bildete sich P. zu einem bedeutenden Pianisten aus. Von seinen Compositionen sind mehrere im Druck erschienen. Seine Schwester Ida, geboren 1842, erwarb sich den Ruf einer trefflichen Harfenistin.
9Paphlagonische Trompete, ein tief tönendes Blasinstrument der alten Griechen, dessen Schalltrichter einem Ochsenkopf gleicht.
11Papier, Louis, geboren in Leipzig am 26. Febr. 1829, bekleidet, nachdem er vorher in verschiedenen anderen Kirchen seiner Vaterstadt in gleicher Weise thätig war, seit 1869 das Organistenamt zu St. Thomae. Er ist in weiten Kreisen als Orgelvirtuos bekannt und geschätzt und hat dadurch, dass er Orgelvorträge in den berühmten Sonnabend-Motetten des Thomanerchors einführte, nicht wenig zur Erweckung des Sinns und Geschmacks für Orgelspiel im Publikum beigetragen. Der andere Haupttheil seiner Bedeutung liegt in seiner eigenartigen, verständniss- und wirkungsvollen Behandlung der Orgelpartien bei den grossen Oratoriennaufführungen des Riedel'schen Vereins. Seine Wirksamkeit als Lehrer des Orgelspiels zeichnet sich durch feine Methodik und durch die Mittheilung der ihm besonders eigenen Kunst des Registrirens aus. Auch sind eine Anzahl Compositionen von ihm für Chor, Pianoforte und Orgel gedruckt erschienen.
13Papperitz, Benjamin Robert, wurde 1826 in Pirna geboren und bildete sich auf dem dasigen Seminar zum Lehrer aus. Seiner Neigung zur Musik folgend, ging er 1848 nach Leipzig und besuchte das Conservatorium mit so günstigem Erfolge, dass er bei seinem Abgange (1851) in das Lehrercollegium der Anstalt eintreten konnte. 1857 erwarb er von der Universität Jena die philosophische Doctorwürde.
15Paque, Guillaume, Violoncellist und Lehrer für dies Instrument, wurde 1825 in Brüssel geboren und im Conservatorium daselbst ausgebildet. Demunk
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