Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1fortfiel. Sie erhielt nun den Unterricht Kozeluch's und man sagt von ihr, dass sie über 60 Clavierconcerte mit Sicherheit und feiner Auffassung gespielt habe. Ihre Stimme war ebenfalls gut gebildet und ihr Gesang höchst rührend, obwohl nicht so bedeutend als ihr Spiel. Ueberall errang sie die ungetheilteste Bewunderung. In Deutschland, der Schweiz, Paris und London, wohin sie mit ihrer Mutter eine Kunstreise unternahm, wurde sie allenthalben auch von den königl. Personen mit Beifall überhäuft. In London begleitete der Prinz Wales sie auf dem Violoncello. Ihr Gedächtniss wird als phänomenal bezeichnet. Ihre Compositionen diktirte sie Note für Note. Es seien folgende angeführt: XII Italienische Lieder (1790) für Bland zu London, wo sie auch wahrscheinlich gestochen sind. — Bürger's »Leonore«, Ballade mit Clavierbegleitung (Wien, 1790). — »Ariadne und Bacchus«, Drama in einem Akt, 1791 in Wien aufgeführt. — »Der Schulkandidat«, Operette, ebendaselbst aufgeführt 1792. — Sechs Sonaten für Clavier, op. 1 (Paris, 1791). — Sechs Sonaten, op. 2 (ebendas.). — Trauercantate auf Leopold den Gütigen (Wien bei Kozeluch, 1791). — »Deutsches Monument Ludwig's des Unglücklichen«. Grosse Cantate, zum Besten der kaiserlichen Soldatenwitwen; zu Wien im Nationaltheater aufgeführt 1794, gestochen ebendas. — »Rinaldo und Alcinde«, Oper, aufgeführt zu Prag 1797. — »Ariadne auf Naxos«, Oper in zwei Akten, zu der sie auch den Text gemacht. Diese hochbegabte Unglückliche starb in Wien am 1. Februar 1824.
3Paradin, Guillaume, französischer Historiker, im Dorfe Cuiseaux in Burgund gegen 1510 geboren. Ein Aufsatz: »Traité des choeurs du théâtre des anciens« (Beaujeu, 1566), dessen Werth angezweifelt wird, ist von ihm vorhanden.
5Paradisi, Graf Giovanni, in Reggio in Modena 1761 geboren, hatte die Rechtswissenschaft studirt und bekleidete hohe Aemter, als er in die politischen Unruhen, die Napoleon auch Italien bereitete, hineingerissen wurde. Er war Präsident der italienischen Stiftung für Kunst und Wissenschaft und verfasste u. A. eine Schrift: »Ricerche sopra le vibrazioni della lamine elastiche«, eingereiht in »Memoire dell' Inst. marion. italico Cl. de fisica e matemat.« (Bologna, 1806, T. I Thl. II S. 393 bis 431); auch separat abgedruckt in Bologna 1806.
7Paradisi, italienischer Gesanglehrer, der in London lebte und die Mara ausbildete.
9Paradoxos wurde der Sänger oder Instrumentalist genannt, der in den olympischen Spielen den Preis gewann.
11Paraglossen nannte man früher die Cancellenventile an der Windlade der Orgel (s. d.).
13Parakontakion, eine Art Wechselgesang in der griechischen Kirche.
15Parallelbewegung, motus rectus, führen zwei oder mehr Stimmen aus, wenn sie gleichzeitig steigen oder fallen.
17Parallelen — falsche — heissen die gleichzeitigen Fortschreitungen zweier Stimmen in Quinten oder Octaven (siehe Quinten- und Octavenfolgen).
19Parallelen, oder Schleifen in der Orgel, sind schwache Lattenstücke, welche auf der Windlade so angebracht sind, dass sie verschoben werden können. Sie sind mit Löchern versehen, genau wie das Fundamentalbrett und mit dem betreffenden Registerzug in Verbindung gebracht, so dass durch diesen ihre Lage verändert werden kann. Ist das Register gezogen, so kommt die betreffende Parallele so auf die Windlade zu liegen, dass der Wind durch die Löcher in die zum Register gehörigen Pfeifen tritt und diese dann durch Niederdrücken der Tasten zum Erklingen gebracht werden können. Wird der Registerzug wieder abgestossen, dann kommt die Schleife so zu liegen, dass die Löcher verdeckt werden und der Wind den betreffenden Pfeifen entzogen wird, so dass diese keinen Ton angeben.
21Paralleltonart, s. Tonart und Tonleiter.
23Paramese, Paramesos; latein.: prope media, im Tetrachordsystem der

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