Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 33

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

17 lines. Read by computer on 10 September 2026. Printed page 25. See the scan on archive.org.

1Chor { Sopran
2 { Alt
3 { Tenor
4 { Bass
5 Cello und Contrabass.
7In der Regel kommen 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Clarinetten, 2 Fagotte, 2, 3 oder 4 Hörner, 2 oder 3 Trompeten und 3 Posaunen im Orchester zur Anwendung, und jedes Instrumentenpaar erhält nur ein System, im Fall sie nicht so selbständig geführt sind, dass die Aufzeichnung beider auf einem System leicht Verwirrung erzeugt. Die Uebersichtlichkeit einer Partitur wird ferner noch dadurch erhöht, dass die zusammengehörigen, auf verschiedenen Systemen aufgezeichneten Instrumente durch Klammern (Accoladen) verbunden werden. Beginnt ein Tonstück nicht vollstimmig und will man in der Partitur der Raumersparniss halber für die noch nicht mitwirkenden Instrumente nicht eher ein System brauchen, als bis sie wirklich eintreten, so werden diese Instrumente mit dem Beisatz cont. (contano) = sie zählen, pausiren aufgeführt. Gehen zwei Stimmen, die auf gesonderten Systemen verzeichnet sind, längere Zeit im Einklang oder in Octaven, so kann man sich dabei begnügen, nur ein Mal die Stimme auszuschreiben und in der anderen anzeigen, dass sie mit jener im Einklange oder in Octaven geht; es geschieht dies durch die Bezeichnung col Flauto, Oboe u. s. w. oder all 8va. col. Wird eine länger ausgeführte Stelle später wiederholt, so schreibt man die Wiederholung wohl auch nur in der Oberstimme hin und quer durch die übrigen Stimmen
9come sopra
10oder accompagne come sopra,
12um anzuzeigen, dass diese wie früher geführt werden sollen. Es sind dies mehr Erleichterungen für den Schreiber, nicht auch für den Partiturlesenden und den Dirigenten und deshalb werden diese Hilfsmittel in neuerer Zeit nicht mehr angewendet, man schreibt alles aus.
14Partitur-Lesen ist die Fähigkeit, aus der Partitur, ohne dass die einzelnen Stimmen gespielt werden, das darin aufgezeichnete Tonstück sich im Geiste vorzuführen. Ausser den Kenntnissen, die überhaupt zum Notenlesen gehören, muss derjenige, welcher Partitur lesen will, mit der Einrichtung einer solchen ganz genau vertraut sein. Weil die einzelnen Instrumente und Singstimmen in verschiedenen Schlüsseln geschrieben sind, ist natürlich Kenntniss dieser erste Hauptbedingung. Einzelne Instrumente aber, wie die Clarinetten, Hörner, Bassclarinette, englisches Horn, Trompeten, Pauken haben verschiedene Stimmungen, so dass sie beim Partiturlesen transponirt werden, einzelne wieder werden 16 füssig behandelt, wie die Hörner und der Contrabass, was beim Partiturlesen gleichfalls berücksichtigt werden muss. Ferner ist zu beachten, dass die Chöre abwechselnd, bald als Hauptchor, bald als Nebenchor auftreten. Bei Berücksichtigung all dieser Umstände wird man sich erst ein Bild von der ganzen Struktur des Tonstücks machen können. Um es aber auch in Klang zu übersetzen, muss man mit dem Klangcharakter jedes einzelnen Instrumentes vollständig vertraut sein und dazu gelangt man nur durch fleissiges Hören und zwar mit der Partitur in der Hand. Erwähnt sei noch, dass in Frankreich der Clavierauszug Partition heisst, unsere Partitur aber Grande Partition.
16Partiturspiel ist die Bezeichnung für die Ausführung eines vielstimmigen Tonsatzes auf dem Clavier aus der Partitur. Es ist dies ein höherer Grad von Fähigkeit des Partiturlesen, der allerdings auch die nötigste technische Fertigkeit im Clavierspiel voraussetzt. Es ist ganz klar, dass auf dem Flügel nie

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.